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Z6 und Z7 vorgestellt

Nikon Z-Modelle: Spiegellose Vollformatkameras

| Autor: Sylvia Lösel

Nikon folgt Sony und stellt nun ebenfalls spiegellose Systemkameras vor. Die Frage, die sich nun stellt: Wann folgt Canon?
Nikon folgt Sony und stellt nun ebenfalls spiegellose Systemkameras vor. Die Frage, die sich nun stellt: Wann folgt Canon? (Bild: Nikon)

Fünf Jahre nach Sony, bringt nun auch Nikon spiegellose Systemkameras mit Vollformat-Sensor auf den Markt. Die beiden Modelle, Z7 und Z6, sind außerdem mit einem neuen Objektiv-Bajonett versehen. Die Neulinge sollen nun den Sony-Alpha-Modellen Konkurrenz machen.

Nikon adressiert mit seinen beiden ersten spiegellosen Vollformatkameras von Anfang an den Profi-Markt. Denn Einstiegspreise ab 2.400 Euro sind nichts für Fotografie-Neulinge. Mit der Z7 und der Z6 will der Hersteller nun Sony Paroli bieten, deren Alpha-System bereits in der dritten Generation auf dem Markt ist.

Die Z-Modelle sind mit einem neuen Bajonett ausgestattet - dem Z-Bajonett. Dieses hat einen größeren Durchmesser als bisher und soll somit lichtstärker sein. Dennoch ist es kompatibel mit Nikkor-Objektiven mit dem F-Bajonett. Mit der Verfügbarkeit der Z7 im September wird es auch die ersten drei Objektive für das System geben (siehe unten).

Die Kameras

Die Z 7 und die Z 6 sind jeweils mit einem neuen Vollformatsensor (Nikon-FX-Format) ausgestattet. In beiden Fällen handelt es sich um einen CMOS-Sensor mit rückwärtiger Belichtung (BSI) und integriertem Autofokus mit Phasenerkennung (PDAF). Beide Kameras verfügen über die neue Bildverarbeitungs-Engine Expeed 6.

Die Z 7 bietet 45,7 Megapixel (effektiv) und unterstützt einen Empfindlichkeitsspielraum von ISO 64 bis 25.600.

Die Z 6 arbeitet mit einer effektiven Auflösung von 24,5 Megapixel und ISO-Werten zwischen 100 – 51.200. Sie kann 4K/UHD-Aufnahmen im Vollformat drehen, für die alle Pixel ausgelesen werden.

Die Z 7 besitzt 493 Fokusmessfelder, bei der Z 6 sind es 273. Damit werden jeweils rund 90 Prozent des Bildfelds horizontal und vertikal abgedeckt. Dieser Hybrid-AF nutzt einen für den FX-Format-Sensor optimierten Algorithmus, um bei der Fokussierung automatisch zwischen Autofokus mit Phasenerkennung und Autofokus mit Kontrasterkennung umzuschalten. Mit Nikkor-Z-Objektiven wird die Präzision des Autofokus beim Fotografieren und Filmen noch erhöht.

Dank des neuen Bildverarbeitungs-Engine Expeed 6 und der hohen Auflösung der Objektiven mit Z- und F-Bajonett, werden Motive deutlich schärfer als zuvor dargestellt. Auch das Rauschen wird reduziert. Die Kameras stellen außerdem 20 Optionen für kreative Picture-Control-Konfigurationen bereit. Die Effektstärke kann auf Werte zwischen 0 und 100 eingestellt werden.

Beide Kameras sind mit einem elektronischen Sucher ausgestattet, der auf einem OLED-Display mit 3,69 Millionen Bildpunkten basiert. Der Sucher bietet eine Bildfeldabdeckung von circa 100 Prozent und einen Vergrößerungsfaktor von 0,8. Der diagonale Betrachtungswinkel beträgt 37,0°. Zusätzlich kann das Menü im elektronischen Sucher angezeigt werden, damit Benutzer verschiedene Aufnahmeeinstellungen – zum Beispiel ISO-Empfindlichkeit, AF-Messfeldsteuerung und Picture-Control-Konfiguration – sehen und einstellen können, ohne das Auge vom Sucher nehmen zu müssen.

Die Gehäuse der Kameras sind kompakt und weisen einen komfortablen Griff auf. Dazu kommen Bedienelemente wie der Sub-Wähler, AF-ON-Taste, ISO-Einstellung und Belichtungskorrektur, die so platziert wurden, dass sie die Bedienung schnell und einfach gestalten. Zusätzlich wurde oben auf der Kamera ein Display angebracht, auf dem Informationen zu den Einstellungen angezeigt werden können.

Videos

4K-UHD-Filme können sowohl im Vollformat (3.840 x 2.160) mit 30p aufgenommen werden, als auch mit 120p. Zudem können Funktionen wie Active D-Lighting, der elektronische Bildstabilisator und Focus Peaking genutzt werden. Timecodes erleichtern das Synchronisieren von Video- und Filmmaterial, das mit mehreren Geräten aufgezeichnet wurde. Und mit dem Einstellring der Z-Objektive lassen sich Blende und Belichtungskorrektur leise ändern.

Der integrierte Bildstabilisator kompensiert Bewegungen über fünf Achsen. Die Wirksamkeit des Bildstabilisators entspricht einer um ca. 5,0 Lichtwertstufen kürzeren Belichtungszeit. Diese Funktion ist auch mit F-Objektiven verfügbar, sogar solchen ohne Bildstabilisator, wenn sie mit dem optionalen Bajonettadapter FTZ verwendet werden.

Weitere Features:

  • Bedienkonzept analog zu den Nikon-Spiegelreflexkameras
  • Stabilität und Haltbarkeit sowie Staub- und Tropfwasserresistenz auf dem Niveau der Nikon D850
  • Neigbarer LCD-Monitor mit Touch-Funktion, 8,0 cm (3,2 Zoll) Diagonale und ca. 2,1 Millionen Bildpunkten
  • Modus für leises Fotografieren eliminiert vom Auslöser verursachte Verwacklungen und Geräusche.
  • Serienaufnahmen mit ca. 9 Bilder/s (Z 7) und 12 Bilder/s (Z 6)
  • aus Intervallaufnahmen können Zeitrafferfilme mit 8K (Z 7) erstellt werden
  • erweiterter Belichtungsmessungsbereichs bei schwachem Licht und automatische Belichtungssteuerung
  • integriertes WLAN

Die Nikon Z 7 ist voraussichtlich ab Ende September 2018 und die Nikon Z 6 ab Ende November 2018 im Handel erhältlich. Für den Body der Z7 sind rund 3.700 Euro fällig, für den der Z6 2.300 Euro. Die Kamera gibt es außerdem in verschiedenen Bundles mit den unten genannten Objektiven.

Objektive

Im ersten Schritt wird es folgende Objektive geben:

  • das Standard-Zoomobjektiv Nikkor Z 24–70 mm 1:4 S,
  • das Weitwinkel-Festbrennweitenobjektiv Nikkor Z 35 mm 1:1,8 S
  • das Standard-Festbrennweitenobjektiv Nikkor Z 50 mm 1:1,8 S
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