Wieso es nicht nur auf die Virtualisierungs-Software ankommt Neun Schritte zu einem erfolgreichen Virtualisierungs-Projekt

Redakteur: Daniel Feldmaier

Gerade weil Virtualisierung voll im Trend liegt, besteht die Gefahr vorschneller und unzureichend abgesicherter Entscheidungen. Vor allem ist das Risiko relativ groß, sich weniger optimalen Architekturmodellen zu widmen, die anschließend nur mit hohem Aufwand korrigiert werden können. IT-BUSINESS hat deshalb neun wichtige Aspekte für Sie zusammengestellt, die über Erfolg oder Misserfolg eines Projekts entscheiden können.

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1. Zu hohe Komplexität vermeiden

Mit der Virtualisierung verändern sich Grundprinzipien der Infrastruktur und der Methoden beim Client-Management. Deshalb ist es vorteilhafter, im Kleinen zu beginnen. Dennoch muss ein Gesamtplan des Ganzen vorhanden sein, an dem sich einzelne Projekte orientieren.

2. Quick-win-Projekte realisieren

Die Virtualisierung hat grundsätzlich das Potenzial, einen hohen wie verhältnismäßig kurzfristigen Return on Investment (ROI) zu erreichen. Diesem Anspruch der schnellen Amortisation (etwa sechs Monate) muss das erste Projekt unbedingt folgen, um Erfolge vorweisen zu können. Die Erkenntnisse der Wirtschaftlichkeit können so die weiteren Virtualisierungsstrategien positiv beeinflussen.

3. Kontrollieren

Die Untersuchung der Ziele eines Projekts nicht nur zur Darstellung des wirtschaftlichen Nutzens, sondern auch der strategischen Potenziale ist unverzichtbar. Eine Erfolgskontrolle empfiehlt sich nach ein bis zwei Jahren.

4. Kompetenz-Team bilden

Viele Unternehmen unterliegen dem Missverständnis, dass Virtualisierung ein reines Administratoren-Thema sei. Ein Kompetenzteam mit Experten aller IT-Bereiche und dem Management reduziert Projektwiderstände und schafft die Plattform für übergreifende Betrachtungen.

5. Anforderungen exakt ermitteln

Wer zu Beginn die tatsächlichen Anforderungen aller relevanten IT- und Fachabteilungen nicht ausreichend differenziert beschreibt, bekommt bei der Realisierung schnell Probleme. Denn je unpräziser die Absichten, desto schwerer wird es, effektiv das Ziel zu erreichen.

6. Über den Tellerrand blicken

Es gilt nicht nur technische Anforderungen, sondern auch firmenpolitische Strömungen, wie beispielsweise bestehende Rahmenverträge und Dienstleisterverhältnisse zu berücksichtigen. Es kommt nicht immer nur auf die Software an, sondern mitunter kann es wichtiger sein, den Hersteller nach seiner Flexibilität und partnerschaftlichen Kultur zu bewerten.

7. Tools für die Virtualisierungsverwaltung im Budget einplanen

Sinnvoll ist ein möglichst hoher Grad an Automatisierung und eine moderne IT-Managementlösung. Deshalb bedarf es nach der Umsetzung des Virtualisierungsprojekts effizienter Werkzeuge, mit denen sich die manuellen Aufgaben automatisieren, Kapazitätsplanung durchführen oder die Provisionierung realisieren lassen.

8. Mitarbeiter begeistern

Die Virtualisierung hat unmittelbare Konsequenzen für die Mitarbeiter im Unternehmen. Die neue Technologie den Benutzer transparent zu machen und sie dafür zu gewinnen, ist Aufgabe des Projektmarketings, weil sonst Akzeptanzprobleme mit vielfältigen negativen Effekten entstehen können.

9. Zukunftspläne schmieden

Mit dem Rollout ist das Virtualisierungsvorhaben noch längst nicht abgeschlossen. Für anschließend notwendige Optimierungsprozesse müssen von vornherein sowohl Ressourcen als auch Budgets eingeplant werden.

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