FTS migriert individuelle Software für kundenspezifische Produktion Neues Backbone für die Produktionssteuerung

Redakteur: Dr. Andreas Bergler

Für das zentrale System zu Produktionssteuerung im Werk Augsburg schuf Fujitsu Technology Solutions eine neue Grundlage. Zusammen mit dem Portierungsspezialisten Fecher gelang die unterbrechungsfreie Migration auf .Net.

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Fujitsu Technology Solutions in Augsburg setzt auf individuelle Fertigungsprozesse.
Fujitsu Technology Solutions in Augsburg setzt auf individuelle Fertigungsprozesse.
( Archiv: Vogel Business Media )

Fujitsu Technology Solutions (FTS) fertigt im Werk Augsburg individuelle PCs, Notebooks und Server streng nach dem jeweiligen Firmenstandard. Für die reibungslose Abwicklung vom Einzelexemplar bis zur Großserie sorgt ein ebenso individuelles Produktionssteuerungssystem. Bei der Migration der über Jahre gewachsenen Anwendungssoftware auf .Net galt für die Portierungsspezialisten von Fecher vor allem eine Vorgabe: Produktionsunterbrechungen zu vermeiden.

„Wenn wir abends nach Hause gehen und 3.000 Einheiten produziert haben, war es ein ruhiger Tag“, berichtet Rafael Lehmann, Director Production Logistics Projects bei FTS. In Spitzenzeiten arbeiten seine Fertigungsteams in drei Schichten rund um die Uhr. Dann können es leicht 17.000 Einheiten und mehr werden. Die große Schwankungsbreite ist Programm bei den Augsburgern: Da alle Systeme nach Kundenwunsch hergestellt werden, findet grundsätzlich keine Produktion auf Lager statt. „Bei uns geht es zu wie beim Bäcker: Wir liefern nur frische Brötchen“, schmunzelt Lehmann.

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Mit der Herstellung kundenindividueller Computer verfügt FTS über ein Alleinstellungsmerkmal für den europäischen Markt, das sich auch in der Geschäftsentwicklung ausgesprochen positiv bemerkbar macht: So konnte das Werk mit 3,5 Millionen Einheiten und einem Umsatz von 6,6 Milliarden Euro die Erwartungen schon 2007 deutlich übertreffen.

Da kein gängiges Produktionsplanungs- und Steuerungssystem diese Produktionsweise unterstützt, wurde die SAP-Schnittstelle zu Kunden und Lieferanten durch eine Eigenentwicklung auf Basis von Gupta Team-Developer ergänzt. Die Software erhielt den Namen PKAM für „Prozessunterstützung zur Kunden-Auftrags-bezogenen Montage“. Sie stellte die Grunddaten für jedes zu produzierende System einschließlich der Montageanleitungen bereit und kümmerte sich um die Steuerung des Produktionsflusses durch die gesamte Fertigungskette. „Für viele Kunden spielen wir auch gleich Anwendungssoftware auf oder nehmen Benutzereinstellungen vor. Alles wird von PKAM aus gesteuert“, erläutert Lehmann. „Die Software bildet das Herz unserer Produktion. Ohne sie steht die gesamte Fertigung.“

Schließlich geriet die Produktionssteuerung in eine Sackgasse. Warum, lesen sie auf der nächsten Seite.

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