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Fritz!OS 6.9x Neuerungen für High-End-Fritzboxen

| Autor / Redakteur: Thomas Joos / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Mit der neuen Version 6.90 seines Fritz!OS bietet AVM vor allem für seine neueren Fritz!Box-Topmodelle ab 7490/7590 mehr Leistung und Sicherheit. Insbesondere die Verwaltung von WLANs wurde verbessert. Wir zeigen die wichtigsten Neuerungen.

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Neu seit Fritz!OS 6.90 ist die Mesh-Ansicht in der Heimnetzwerkübersicht.
Neu seit Fritz!OS 6.90 ist die Mesh-Ansicht in der Heimnetzwerkübersicht.
(Bild: Joos / AVM)

Ob auf der Fritz!Box das aktuelle Fritz!OS installiert ist, lässt sich über den Menüpunkt System\Updates in Erfahrung bringen. Hier wird angezeigt, welche FritzOS!-Version installiert ist (siehe Abbildung 1). Das neue FRITZ!OS 6.90 steht für die FRITZ!Box 7590, 7580, 7560 und 7490, die FRITZ!WLAN Repeater 1750E, 1160, 310 und 450E sowie für FRITZ!Powerline 1260E, 1240E, 540E und 546E bereit.

Neben den neuen Funktionen soll das neue Fritz!OS vor allem die Stabilität von AVM-Geräten, aber auch die Kommunikation zwischen verschiedenen Geräten von AVM und anderen Herstellern verbessern. Auch Probleme mit Portfreigaben im Fritz!-Netzwerk gehören ab Version 6.90 der Vergangenheit an.

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Eigene Fritz!Box zu Fritz!OS 6.90 aktualisieren

Über die Schaltfläche „Neues Fritz!OS suchen“ kann online nach der neuen Version gesucht werden. Findet der Assistent die neue Version nicht, kann diese manuell heruntergeladen und installiert werden (siehe Abbildung 2). Dazu muss die Ansicht im unteren Bereich auf „Erweitert“ gesetzt werden“ (siehe Abbildung 3). AVM stellt die neuen Versionen auf seinem FTP-Server https://ftp.avm.de/fritz.box zur Verfügung.

Die aktuellste OS-Version lässt sich über den FTP-Server bei AVM schnell in Erfahrung bringen. Neben den Fritz!Boxen unterstützen auch verschiedene Repeater und PowerLine-Adapter das neue Fritz!OS. Es ist daher sinnvoll, möglichst alle AVM-Endgeräte im Netzwerk auf die neuste Version zu bringen.

Mesh-WLANs nutzen

Im Fokus von Fritz!OS 6.90 stehen vor allem die neuen Mesh-WLAN-Funktionen. Bei diesen Netzwerken verbinden sich die Endgeräte mit dem jeweils am besten geeigneten WLAN-Endpunkt im Netzwerk. Außerdem synchronisieren die verschiedenen Repeater und der WLAN-Access-Point ihre Einstellungen miteinander. Nachdem die jeweiligen Adapter zur Version 6.90 aktualisiert wurden, ist im Bereich Heimnetz\Heimnetzübersicht die Mesh-Ansicht zu sehen (siehe Abbildung 4). In einem Mesh-Netzwerk mit AVM-Produkten ist die jeweilige Fritz!Box die Zentrale. Die Repeater und untergeordneten Fritz!Boxen binden sich an die Zentrale an.

In einem Mesh-Netzwerk tauschen sich alle Endgeräte miteinander aus und synchronisieren die Einstellungen. Die angebundenen Endgeräte werden optimiert. Der Vorteil dabei ist, dass die Endbenutzer keine Einstellungen vornehmen müssen, sondern dass die Optimierung über das Mesh-Netzwerk automatisch im Hintergrund stattfindet. In der Mesh-Ansicht (siehe Abbildung 4) ist zu sehen mit welchen Repeatern im Netzwerk die einzelnen Benutzer angebunden sind.

Im Gegensatz zu Mesh-Netzwerken von anderen Herstellern oder Geräten für Unternehmen, sind die Mesh-Netzwerke von AVM weniger stabil. Die Selbstheilungs-Funktionen fehlen bei AVM. Fällt ein Repeater oder eine Fritz!Box aus, dauert es viel zu lange, bis Endgeräte einem anderen Sender zugewiesen werden. Außerdem steuert der Mesh-Master, also die Fritz!Box mit der Internetverbindung, alle Funktionen. In einem echten Mesh-Netzwerk steuern sich die Geräte selbst oder sind zumindest flexibler in der Konfiguration. Allerdings sind Repeater durchaus dazu in der Lage nach einem alternativen Knotenpunkt zu suchen, wenn die Fritz!Box ausfällt, die mit dem Internet verbunden ist.

Repeater im Mesh-Netzwerk anmelden

Zur Anmeldung eines Repeaters muss kurz die WPS-Taste am FRITZ!Repeater gedrückt werden sowie zusätzlich die WPS-Taste an der Fritz!Box. Zur Anmeldung eines verbundenen FRITZ!Repeaters an einer anderen WLAN-Basis, muss die WPS-Taste für 6 Sekunden gedrückt werden.

FRITZ!Powerline-Produkte müssen mit einem Netzwerkkabel an der FRITZ!Box angeschlossen sein. Zur Anmeldung eines FRITZ!Powerline-WLAN-Repeaters muss ebenfalls die WPS-Taste am FRITZ!Powerline-WLAN-Repeater gedrückt werden.

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Besseres Smart Home

Ab Version Fritz!OS 6.90 arbeiten Fritz!Boxen auch besser mit Smart-Home-Geräten von anderen Herstellern zusammen. Geräte die den HAN-FUN-Standard nutzen und Geräte der deutschen Telekom lassen sich an Fritz!Boxen anbinden und mit der Smart Home-Funktion steuern. Fritz!Box-Repeater lassen sich außerdem besser an Speedport-Routern der deutschen Telekom betreiben und per WPS anbinden. Außerdem unterstützt Fritz!OS Band Steering für schnelle Netzwerke.

Bei dieser Technik können kompatible WLAN-Geräte beide WLAN-Bänder nutzen, die durch die Fritz!Box unterstützt werden (2.4 GHz und 5 GHz) (siehe Abbildung 5). Bisher haben sich Geräte in einem Band eingebucht und dieses verwendet. Dabei kann es passieren, dass ein Band ausgelastet ist, während das andere weitgehend ungenutzt ist. Band Steering ermöglicht ein gezieltes Wechseln der Geräte zwischen den Bändern. Fritz!Boxen beherrschen die Technik schon länger, nun kann sie auch für Repeater und PowerLine-Adapter genutzt werden.

Mehr Sprachqualität mit DECT

Das Fritz!OS 6.90 verbessert auch die VoIP-Sprachqualität von DECT-Telefongeräten, die an die Fritz!Box angeschlossen sind. Vor allem Gigaset- und Telekomgeräte profitieren von den Verbesserungen. Das Telefonbuch auf der Fritz!Box kann ab Version 6.90 effektiver mit Gigaset-Telefonen synchronisiert werden. Die Sprachqualität bei internen Telefongesprächen wurde ebenfalls verbessert.

(ID:44970814)

Über den Autor

 Thomas Joos

Thomas Joos

Freiberuflicher Autor und Journalist