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Hohe Bußgelder drohen ab 15. August Neuerungen des Elektrogesetzes treten in Kraft

Autor: Sarah Gandorfer

Händler, die die Neuerungen beim Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (ElektroG) verschlafen, drohen hohe Bußgelder. Die Novellierung sieht einerseits weniger Produktkategorien vor, andererseits aber auch neue Produkte, die nun registriert werden müssen.

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Kleidung und Möbel mit elektronischer Funktion fallen ab dem 15. August 2018 unter das Elektro- und Elektronikgerätegesetz.
Kleidung und Möbel mit elektronischer Funktion fallen ab dem 15. August 2018 unter das Elektro- und Elektronikgerätegesetz.
(Bild: Pixabay / CC0 )

An Mariä Himmelfahrt, also am Mittwoch den 15. August 2018, ist es so weit: Die jüngsten Änderungen des ElektroG treten in Kraft. Dadurch wird die Produktpalette erweitert, die nun unter diese Regelung fallen. Hersteller, Händler und Importeure von Möbeln und Kleidung mit elektronischen Funktionen müssen dann beispielsweise elektrisch verstellbare Schreibtische oder blinkende Kleidungsstücke nach den neuen gesetzlichen Vorgaben bei der zuständigen Stiftung Elektro-Altgeräte Register (stiftung ear) registriert haben, damit eine umweltgerechte Entsorgung der Produkte gewährleistet ist.

Bei der Neuregulierung wurden unter anderem die Produktkategorien und Gerätearten reduziert. Es gibt nur noch 6 statt 10 Kategorien und nur 17 statt 32 Gerätearten. Wichtig ist außerdem, dass bestehende Registrierungen umgestellt werden müssen.

„Obwohl die neue Vorgabe für Elektroaltgeräte seit Monaten bekannt ist, trifft sie viele Unternehmen immer noch unvorbereitet“, sagt Anja Olsok, Geschäftsführerin der Bitkom Servicegesellschaft. „Wer mögliche Bußgelder von bis zu 100.000 Euro und Abmahnungen von Wettbewerbern vermeiden will, sollte sein Geschäft umgehend bei der stiftung ear registrieren lassen.“

Europäische Vorgabe

Hintergrund der jetzt anstehenden Änderungen ist die Novellierung des ElektroG im Jahr 2015. Die Einführung des offenen Anwendungsbereiches ist einer der letzten Umsetzungen des neuen ElektroG. Deutschland kommt damit den Vorgaben aus der europäischen WEEE-Richtlinie nach. Andere EU-Länder wie Österreich und Frankreich haben diese rechtlichen Vorgaben bereits umgesetzt.

Mehr zu den einzelnen Kategorien sowie eine Sammlung kostenloser Online-Tools zur Registrierung finden interessierte Händler in diesem Artikel. Zudem hat der Weee-full-service Informationen und kurze Erklär-Videos zusammengestellt.

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Über den Autor

 Sarah Gandorfer

Sarah Gandorfer

Redakteurin bei IT-BUSINESS