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AMD-Ryzen-CPUs der zweiten Generation

Neue Ryzen-Desktop-CPUs von AMD

| Autor: Klaus Länger

Bei der zweiten Ryzen-Generation hat AMD noch etwas an der Leistungsschraube gedreht. Die Ryzen-2000-CPUs erreichen höhere Taktfrequenzen als ihre Vorgänger.
Bei der zweiten Ryzen-Generation hat AMD noch etwas an der Leistungsschraube gedreht. Die Ryzen-2000-CPUs erreichen höhere Taktfrequenzen als ihre Vorgänger. (Bild: AMD)

AMD bringt die ersten Ryzen-Prozessoren der zweiten Generation für Desktop-PCs auf den Markt. Sie nutzen eine neue Fertigungstechnologie und bauen auf der „Zen+”-Architektur mit einigen Verbesserungen auf. Passend zur CPU gibt es Mainboards mit X470-Chipsatz.

Vor etwas mehr als einem Jahr hat AMD mit den ersten Ryzen-Modellen wieder leistungsfähige PC-Prozessoren auf den Markt gebracht. Nun folgen die ersten Ryzen-Modelle der zweiten Generation auf Basis der Zen+-Architektur mit den Achtkernern Ryzen 7 2700X und 2700 sowie den Sechskern-Prozessoren Ryzen 5 2600X und 2600. Die neuen CPUs unterstützen SMT und verfügen weiterhin über 16 MB L3-Cache und 512 KB L2-Cache pro Kern. Gestiegen ist die Taktfrequenz. Betrug der maximale Turbo-Takt beim Ryzen 7 1800X noch 4,0 GHz bei 3,6 GHz Basis-Takt, kann der Ryzen 7 2700X hier mit 3,7/4,3 GHz aufwarten. Mit der Weiterentwicklung der „Zen”- zur „Zen+”-Architektur hat AMD vor allem die automatischen Übertaktungsfunktionen verfeinert. So arbeitet der „Extra-Turbo” Extended Frequency Range (XFR) nun mit allen Kernen und nennt sich daher XFR 2. Zudem sollen laut AMD die Latenzen bei Cache- und Speicherzugriffen gesunken sein. Bei den Instruktionen pro Taktzyklus hat der Prozessor damit ebenfalls zugelegt.

AMD lässt Ryzen 2 wieder bei Globalfoudries fertigen. Zum Einsatz kommt dabei eine neue 12-nm-Fertigungstechnologie, die wohl zu einem großen Teil für den Performance-Zuwachs verantwortlich ist.

Für die kommenden beiden Jahre hat AMD bereits mit Zen 2 und Zen 3 die nächsten Architekturschritte auf der Roadmap, die dann mit einer 7-nm-Technologien verwirklicht werden sollen.

Die vier neuen Prozessoren werden in einer Retail-Box mit einem passenden Wraith-Prozessorkühler ausgeliefert. Die Preise liegen zwischen 195 Euro (UVP) für den Ryzen 5 2600 und 319 Euro (UVP) für den Ryzen 7 2700X.

Neuer Chipsatz für die Ryzen-CPUs

Als Sockel-AM4-Prozessoren sind die Ryzen-Modelle der zweiten Generation zwar kompatibel zu den bisherigen Mainboards, ein BIOS-Update soll ausreichen, aber es gibt auch einen neuen Chipsatz. Der AMD X470 soll gegenüber dem X370 höhere Frequenzen beim Übertakten ermöglichen, ist aber ansonsten eher ein Refresh des X370. Ein Unterschied liegt in der StoreMI-Technology, mit der sich eine SSD als HDD-Cache nutzen lässt.

Zudem sind X470-Boards bereits ab Werk mit einem passenden BIOS für die Ryzen-2000-Modelle ausgestattet.

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