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Storage&DataManagement

Neue Netzwerk-Architekturen mit SDN

Netzwerk-Transformation mit Software Defined Networking und Ethernet Fabrics

| Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / / Wilfried Platten

Roter Faden

Der rote Faden aller heutigen Herausforderungen der Netzbetreiber ist die Netzwerk-Architektur selbst. Die klassischen Architekturen sind von den Anwendungen bis zu den Betriebssystemen und der Hardware höchst spezialisiert. Darüber hinaus wurden diese Architekturen mit mehreren Ebenen für vertikalen Transfer und verschiedene Oversubscription-Modelle auf der Grundlage von allgemeinen, relativ statischen Traffic-Mustern konzipiert. Da die Bedeutung des horizontalen Datenverkehrs zusammen mit der Virtualisierung steigt, und die Verbindungen zwischen Anwendern und Geräten im Netzwerk zunehmen, kann das klassische Netzwerk aufgrund seiner mangelnden Flexibilität und Spezialisierung nicht hinreichend angepasst werden. Der heute gängige Netzwerktypus ist spröde, lokalisiert und langsam; er wurde nicht entwickelt, um den heute erforderlichen Betrieb zu ermöglichen.

Neues Netzwerk-Paradigma

Wenn das Netzwerk selbst zu einer Einschränkung geworden ist, muss ein neues Netzwerk-Paradigma her. Um auf heutige Herausforderungen vorbereitet zu sein, muss das Netzwerk der Zukunft Flexibilität, Netzwerkintelligenz und verteilte Steuerung in sich vereinen – kurz gesagt: es muss virtualisiert sein. Durch die Fokussierung auf ein Cloud-optimiertes, skalierbares und adaptives Netzwerk können Netzwerkbetreiber die Einschränkungen mit denen sie konfrontiert sind, bewältigen.

Die Macht der Software ist bereits in weiten Teilen der IT-Landschaft offensichtlich, und weitet sich derzeit auf das Netzwerk aus. Das neue Netzwerk verbindet die Leistungsfähigkeit von Fabric-basierten Architekturen mit SDN – einem Virtualisierung- Ansatz, der Hardware und Software entkoppelt, und der von den wichtigsten Netzwerkbetreibern unterstützt wird. SDN ermöglicht die Steuerung von Netzwerken durch Programmierung. Die Transformation des Netzes von der klassischen Architektur mit diskreten, physischen Ebenen zu einer hochelastischen, Cloud-optimierten Architektur ist aktuell voll im Gange.

SDN treibt die Transformation voran

SDN stellt eine Weiterentwicklung des Netzwerks dar, da hier eine Software-Abstraktionsschicht über die physische Netzwerkinfrastruktur gelegt wird. So entstehen Funktionen auf der Steuerungsebene, die von der Daten-Ebene und der diskreten, physischen internen Steuerungsebene der Netzwerkgeräte getrennt sind. Durch die Implementierung einer übergeordneten Steuerungsebene bietet SDN ein Mehr an Flexibilität sowie weniger Komplexität, die die derzeitigen Netzwerkarchitekturen zu einem Hindernis für Netzbetreiber machen. SDN bringt Netzwerken eine ganze Reihe von Vorteilen, da sie programmierbarer, und hinsichtlich der geschäftlichen Anforderungen anpassungsfähiger werden.Durch die Verringerung der Betriebskosten und des Stromverbrauchs bringen sie zudem Effizienzvorteile mit sich.

Der wahre Wert von SDN liegt allerdings im Potenzial der Abstraktion. Da die Komplexität der physischen Infrastruktur ausgeblendet und die Transportebene für Anwendungen und Dienste transparent wird, ermöglicht SDN nachweisbare Abläufe und vereinfachtes Netzwerk-Management. SDN bringt dem Netzwerk durch die Zentralisierung des Netzwerkbetriebs und -Managements und der beschleunigten Entwicklung von Anwendungen durch erhöhte Netzwerkintelligenz und einer transparenten Umgebung die Vorteile der Virtualisierung. Dadurch sind die Netzbetreiber in der Lage, eine höhere Anzahl von Netzwerk-Anwendungen zur Unterstützung von neuen Diensten anzubieten und zu skalieren. Flexible Geschäftsmodelle ermöglichen neue Profitquellen, wobei Kapazitätsengpässe kostengünstig durch optimierte Ablaufsteuerung gelöst werden können.

Ergänzendes zum Thema
 
SDN ist die Zukunft

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