Apple modernisiert konsequent die Produktpalette Neben dem Ipad Mini gibt es auch das Ipad 4

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Harry Jacob / Harry Jacob

Noch keine acht Monate ist es her, dass Apple das Ipad der dritten Generation herausbrachte. Neben dem bereits erwarteten Ipad Mini stellte Apple-Chef Tim Cook nun bereits das Nachfolgemodell des großen Bruders vor.

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Das Ipad gibt es nun in der vierten Generation, und zusätzlich auch eine Mini-Variante mit 7,9 Zoll Bildschirmdiagonale.
Das Ipad gibt es nun in der vierten Generation, und zusätzlich auch eine Mini-Variante mit 7,9 Zoll Bildschirmdiagonale.
(Apple)

Als Apple für den 23. Oktober zu einem Event eingeladen hatte, war sich die Branche einig: an diesem Abend wird ein Ipad Mini das Licht der Welt erblicken. Die Hoffnungen wurden nicht enttäuscht. Tatsächlich hat Apple nun eine kleinere Variante seines Erfolgsproduktes ins Programm genommen.

Statt 9,7 Zoll beträgt die Bildschirmdiagonale des Ipad Mini 7,9 Zoll. Die Vorderseite besteht aus Glas, die Rückseite aus Aluminium. Es ist nur 7,2 mm dick, das ist fast ein Viertel weniger als des „Originals“, und mit 308 Gramm wiegt es weniger als die Hälfte dessen was der große Bruder auf die Waage bringt.

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Technischer Zwitter

Die Display-Auflösung liegt bei 1.024 x 768 Pixeln, das entspricht der Auflösung des Ipad 2, so dass keinerlei Anpassungen an den Apps nötig wurden. Das Ipad mit Retina-Display hat demgegenüber die vierfache Pixelzahl (2.048 x 1.536). Auch der Prozessor des Mini-Ipads stammt aus dem Ipad 2. es handelt sich um die Eigenentwicklung A5 (ohne den Zusatz „X“). Der integrierte Akku soll einen Dauerbetrieb von bis zu zehn Stunden ermöglichen.

Weitere Komponenten hat der Tablet-Zwerg vom Ipad der vierten Generation übernommen. dazu zählt beispielsweise die Facetime-HD-Kamera (für Videos in 720p), eine 5-Megapixel-Isight-Kamera (inklusive Full-1080p-HD-Video), ein schnelleres WLAN-Modul für Übertragungsraten bis 150 MBit/s und verbesserte LTE-Fähigkeiten sowie der Lightning-Anschluss, der erstmals mit dem iPhone 5 eingeführt wurde.

Ipad ebenfalls modernisiert

Die genannten Kameras, WLAN- und LTE-Module sowie der Lightning-Connector zieren auch das große Ipad. Bei LTE gelten allerdings die gleichen Einschränkungen wie beim Iphone 5: Genutzt werden kann hier in Deutschland nur der Frequenzbereich bei 1.800 MHz, der exklusiv von der Telekom genutzt wird. Damit beschränkt sich das Netz auf derzeit 61 Städte, bis Jahresende sollen es 100 werden.

Eine weitere Verbesserung des Ipads betrifft den Zentralprozessor. Statt des A5X wie beim Vorgänger kommt nun der A6X zum Einsatz, der sowohl bei der CPU- als auch bei der Grafikleistung bis zu doppelt so schnell sein soll.

Das Retina-Display mit seiner hohen Pixelzahl hatte beim Ipad der dritten Generation dazu geführt, dass in seltenen Fällen der Chip beim Bildaufbau an seine Grenzen stieß. Dies dürfte mit dem neuen Rechenherz nicht mehr passieren.

Auf der folgenden Seite finden Sie einen Überblick zu den Preisen und die Termine des Verkaufsstarts.

Verkaufsstart kommende Woche

Das Ipad Mini gibt es in zwei Farbkombinationen: Schwarz / Graphit und Weiß / Silber. Sämtliche Modelle können ab dem 26. Oktober vorbestellt werden. Die Auslieferung der WLAN-Variante an die Kunden und der Verkaufsstart bei den Vertriebspartnern erfolgt am 2. November. Gleiches gilt für das Ipad in der WLAN-Ausführung.

Die Varianten mit 3G- und 4G-Unterstützung sollen „wenige Wochen später“ folgen – einen genauen Termin nennt Apple noch nicht.

Preise

Bei den Preisen hat sich Apple nicht an der 7-Zoll-Konkurrenz orientiert, die inzwischen regelmäßig mit Preisen unter 200 Euro wirbt. Wie die Analysen der verwendeten Komponenten zeigen, sind diese Preise kaum kostendeckend, denn alleine die Herstellungskosten werden mit bis zu 170 Dollar veranschlagt. Entwicklungs- und Vertriebsprozesse sind dabei noch gar nicht berücksichtigt. In diesen Fällen sind die geräte oft nur Mittel zum Zweck: Amazon will mit seinem Kindle an heruntergeladenen Büchern verdienen, Googles Nexus soll sich über die Werbung in Suchanfragen finanzieren, und das Vodafone Smart Tab 2 über den zusätzlich generierten Traffic im Netz.

Apple dagegen will auch mit der Hardware Gewinn machen und bleibt deshalb nicht allzuweit unter den Preisen des Ipad.

Wie üblich gibt es in der Regel drei Varianten bezüglich der Speicherausstattung: 16, 32 und 64 Gigabyte. Die Preise staffeln sich wie folgt:

  • Ipad Mini, WLAN, 16 GB: 329 Euro
  • Ipad Mini, WLAN, 32 GB: 429 Euro
  • Ipad Mini, WLAN, 64 GB: 529 Euro
  • Ipad Mini, WLAN + 3G/4G, 16 GB: 459 Euro
  • Ipad Mini, WLAN + 3G/4G, 32 GB: 559 Euro
  • Ipad Mini, WLAN + 3G/4G, 64 GB: 659 Euro.

Beim Ipad der vierten Generation bleiben die Verkaufspreise, die bisher für die dritte Generation galten, weiterhin gültig. Das heißt:

  • Ipad, WLAN, 16 GB: 499 Euro
  • Ipad, WLAN, 32 GB: 599 Euro
  • Ipad, WLAN, 64 GB: 699 Euro
  • Ipad, WLAN + 3G/4G, 16 GB: 629 Euro
  • Ipad, WLAN + 3G/4G, 32 GB: 729 Euro
  • Ipad, WLAN + 3G/4G, 64 GB: 829 Euro

Weiterhin erhältlich ist zudem das Ipad 2 mit 16 GB. Die WLAN-Version kostet 399 Euro, mit UMTS-Unterstützung liegt der Preis bei 519 Euro.

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