Im IP-Insider-Test: NetMan Desktop Manager 5 von H+H Software

NDM 5 – Remote Desktop Programme und Lizenzen im Griff

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Lizenzmanagement an Bord

Zu den nun recht neuen Funktionalitäten der Netman-Software gehört das Lizenzmanagement. In den früheren Versionen beschränkte sich die Überwachung und Kontrolle ausschließlich auf die Anwendungen, die auf den Terminal-Servern installiert waren. Mit der Version 5 deckt die Software nun auch die lokal installierten Programme ab, sofern diese über NDM bereitgestellt wurden. Das ist in der Praxis stets dann der Fall, wenn NetMan auf lokale installierte Programme verweist.

Für Firmen, die ihr komplettes Management mit dieser Software bewerkstelligen, kann dadurch die Notwendigkeit entfallen, dass sie sich zusätzlich noch mit einer anderen Lösung zum Thema Lizenz-Überwachung auseinanderzusetzen müssen. Über das „Usage Tracking“ gewinnt die IT kalkulierte Hinweise auf den Bedarf an Lizenzen für eine bereitgestellte Software. Unter Statistiken erhält der Administrator in der so genannten „Paralleltabelle“ eine genaue Übersicht darüber, welche Programme wann und wie lange gleichzeitig von wie vielen Benutzern genutzt wurden.

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Über einen längeren Zeitraum betrachtet ist es dem IT-Verantwortlichen auf diese Weise leicht möglich, die Lizenzzahl auf das tatsächlich benötigte Minimum zu reduzieren. Das wird sind dann in der Regel in geringeren Lizenzkosten niederschlagen.

Eine weitere Einsparung bietet sich im Bereich „Microsoft Office“ an. Gemäß der EULA der Bürosoftware muss die IT für jedes Device, das mit einem Terminalserver in Kontakt tritt, auf dem MS Office installiert ist, eine entsprechende Lizenz vorhalten. Jedoch gesteht Microsoft laut H+H zu, dass diese Lizenzbereithaltung bei einer aktiven und auditfähigen Softwarezugriffssteuerung nicht erforderlich sei. Hingegen würde Microsoft eine Zugriffsverhinderung ausschließlich per Gruppenrichtliniensteuerung (GPO) nicht akzeptieren!

Eine besonders interessante Variante stellt unserer Meinung nach die Mischung aus Programmkontrolle und Lizenz-Management dar: Verfügt das Unternehmen nur über eine überschaubare Menge an „Concurrent Licenses“, so kann die Software sicherstellen, dass stets nur die zulässige Anzahl von Benutzern gleichzeitig auf ein Programm zugreifen kann. Gleichzeitig erzwingt der Administrator die Verwendung der über NetMan bereitgestellten Programme.

Im Test gelang es uns problemlos, eine Einstellung anzulegen, bei der nur ein Anwender auf Freemind zugreifen konnte. Versuchte es ein weiterer Benutzer, so bekam er automatisch den Hinweis, dass die Lizenz gerade in Verwendung ist. Sobald der User, der ursprünglich die Lizenz sperrte, das Programm beendet, startet die Anwendung automatisch beim zweiten Benutzer. Kommt es zu einem „Stau“, so überwacht die Client-Software die Reihenfolge der Verbindungsversuche und baut eine entsprechende Warteschlange auf.

Preise, Lizenzierung und Fazit

Das Lizenzmodell von NetMan basiert entweder auf „User“ oder „Device“. Der Preis ist identisch und der Kunde kann gegebenenfalls durch einen Mausklick zwischen den Verfahren wechseln. Der Basispreis der Software mit fünf Lizenzen startet bei 831,81 Euro, die weiteren Lizenzen skalieren je nach Menge.

Bei Abnahme von 500 Lizenzen liegt der Einzelpreis bei rund 31 Euro pro Gerät. Die optionale NDM Remote Desktop Acceleration kostet 70,21 Euro pro Benutzer. Im direkten Vergleich ist die Lösung damit in der Anschaffung deutlich günstiger als eine Aufrüstung auf XenApp.

Zusammenfassend betrachtet handelt es sich bei NetMan Desktop Manager 5.1 um eine leicht zu bedienende und gleichzeitig leistungsfähige Software, die es Administratoren erlaubt, Desktop-Einstellungen und Remote-Applikationen im Unternehmen bereitzustellen. Im Vergleich zu vielen anderen Produkten dieser Gattung ist die Bearbeitung von Aufgaben hier sehr einfach gelöst: Ein Administrator kann das Ergebnis sofort innerhalb von Minuten sehen.

Von der Leistungsfähigkeit der Applikations-Bereitstellung und der Desktop-Beschleunigung konnten sich die Autoren schon an anderer Stelle überzeugen – die Lizenzüberwachung und die Applikationskontrolle arbeiteten in der Testumgebung ebenso überzeugend. Zu den weiteren Funktionen der Lösung zählt unter anderem auch noch eine Internet-Filterfunktion.

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