Acondistec und Huawei: Case Study zu Smart Energy[Gesponsert]

NB-IoT Pilotprojekt für den Flughafen München

(Bild: Michael Fritz)

Unzureichende Funksignale in Gebäuden und Untergeschossen schränken die Anwendung von Sensoren in vielen Einsatzgebieten am Flughafen ein. Mit der testweisen Implementierung von NB-IoT lassen sich diese Probleme lösen und perspektivisch ganz neue Einsatzfelder von Sensoriken am Flughafen München eröffnen. Den Anfang macht die nachträgliche Digitalisierung von analogen Energiezählern.

Der Flughafen München hat gemeinsam mit Huawei und Telefónica Deutschland und Q-loud eine hochintelligente Lösung erarbeitet, die auf NB-IoT basiert und mit der ältere, analoge Systeme in die digitale Welt gebracht werden können. Die EnergyCam, ein Kamerasystem, das der IoT-Anbieter Q-loud entwickelt hat, kann den Zählerstand eines klassischen Rollenzählers erfassen, analysiert das Bild, erkennt den angezeigten Zählerstand durch eine integrierte Software und überträgt diesen digitalisiert per Narrow-Band-IoT im Telefónica Deutschland-Netz an die Huawei-IoT-Plattform OceanConnect. Diese Lösung ermöglicht der Flughafen-IT, schnell auf die Messdaten zuzugreifen und diese zur Analyse zu nutzen.

Vernetzung des Areals

Die Wahl der passenden technologischen Infrastruktur erfordert von Organisationen wie dem Flughafen München die Berücksichtigung vieler Faktoren: Die erforderliche Vernetzungstechnik soll im Idealfall auf der gesamten Fläche des 1.575 Hektar großen Areals – das entspricht rund 2.200 Fußballfeldern – verfügbar sein. Sie darf zum Beispiel Systeme der Flugsicherung auf gar keinen Fall stören.

Johann Götz, am Flughafen München verantwortlich für die Software- und Infrastrukturentwicklung, sagt: „Für die jetzt anstehende digitale Weiterentwicklung des Flughafens ist damit schon eine wichtige Voraussetzung geschaffen: Die Bereiche IT und Technik müssen ihre Kompetenzen gleichermaßen einbringen, wenn die physische Welt auf dem Gelände ihren Anschluss ans Internet bekommt und so Teil des Internet of Things werden soll.“

Energiesparende Datenübertragung

Zahlreiche Stromzähler liegen in der Hoheit des Flughafens. Sie befinden sich in den Gebäuden direkt auf dem Gelände und in den Liegenschaften im Umkreis von 10 Kilometern, die dem Flughafen gehören. Das Ablesen der Zähler muss mindestens einmal im Jahr erfolgen. Viele müssen sogar monatlich abgelesen werden. „Ein hoher Aufwand – und in Echtzeit lässt sich der Stromverbrauch so nicht erfassen, ein zeitnahes Eingreifen bei unvorhergesehenen Veränderungen ist nicht möglich“, so Götz.

Alexander Rupprecht, Director B2B Business Brand P&L bei Telefónica in Deutschland ergänzt: „Wir haben für dieses Pilotprojekt erstmals im Bereich des Flughafens München mit Narrow-Band-IoT einen neuen Mobilfunkstandard für den Erprobungszeitraum implementiert, der speziell für das Internet der Dinge gedacht ist. Damit wird energiesparende Datenübertragung von entsprechenden IoT-Devices erst sinnvoll möglich.“

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Christian J. Pereira, Geschäftsführer der Q-loud GmbH
Christian J. Pereira, Geschäftsführer der Q-loud GmbH (Bild: © Marcus Pietrek 2018)

Übertragung in Echtzeit

„Mit der Q-loud GmbH aus Köln haben wir den idealen IoT-Partner gefunden, der nicht nur langjährige Erfahrungen im Prototyping von industriellen IoT-Endgeräten gemacht hat, sondern in diesem Fall ein serienreifes Produkt (EnergyCam) zur Digitalisierung von analogen Zählern anbietet, das zur Verbindung an die IoT-Plattform Ocean-Connect von Huawei vorintegriert ist. Zählerdaten von analogen Zähleinrichtungen können damit in Echtzeit über den Übertragungsstandard NB-IoT an weiterverarbeitende Datenplattformen übergeben werden“, so Jörg Diederichs, CTO/VP New Business (IoT/I4.0) von Huawei Technologies in Düsseldorf. „Das gepaart mit unserem langjährigen Innovationspartner Telefónica Deutschland, der die Hochrüstung des LTE-Netzes am Flughafen München abgeschlossen hat, erlaubt uns, den Flughafen München bei seiner Digitalisierungsstrategie, tatkräftig zu unterstützen.“

Christian J. Pereira, Geschäftsführer der Q-loud GmbH, betont: „Wir freuen uns, Teil eines großartigen Teams innerhalb dieses innovativen Smart-Energy-Projektes zu sein und gemeinsam mit unseren Partnern und dem Flughafen München das Thema weiter zu entwickeln.“

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