Jahreszahlen im CE-Markt Navigation und Flachbild-TV waren die Renner

Redakteur: Katrin Hofmann

Die Anbieter von Unterhaltungselektronik freuten sich 2006 über einen Umsatzzuwachs. Besonders gefragt waren Geräte zur Orientierung. Auch Flachbild-Fernseher und Festplatten-Rekorder zogen an. Es gab jedoch Segmente, die mit Verlust abschlossen.

Firmen zum Thema

( Archiv: Vogel Business Media )

22,4 Milliarden Euro konnte die Unterhaltungselektronik-Branche in Deutschland im vergangenen Jahr umsetzen. 2005 waren es mit 21,5 Milliarden Euro noch 4,5 Prozent weniger.

Der Gewinner des Jahres 2006 im Kampf um die Kundengunst war das mobile Navigationsgerät. 2,1 Millionen, also 330 Prozent mehr als noch im Vorjahr, wurden von den digitalen Pfadfindern verkauft. Treiber der Umsätze waren laut Fachverband Consumer Electronics des Zentralverbandes Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) auch Flachbildschirme. Diese seien insbesondere zur Fußball-WM zum Verkaufshit geworden.

Bildergalerie

LCD und Plasma plus 22 Prozent

Den Marktzahlen zufolge, die der ZVEI gemeinsam mit der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (GfU) und der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) erhebt, hat sich 2006 der Anteil von Röhrengeräten am TV-Umsatz von 37 auf 16 Prozent mehr als halbiert. Der von LCD- und Plasma-Modellen sei dagegen im selben Zeitraum von 58 auf 80 Prozent gestiegen. Die Nachfrage sei mit 5,95 Millionen verkauften Geräten erfeulich gewesen. Die Verbände beklagen jedoch einen Preisverfall zwischen fünf und 30 Prozent je nach Produktgruppe. Dies sei auf den schärferen Wettbewerb sowie effizientere Fertigungsmethoden zurückzuführen.

28 Prozent mehr Festplatten-Rekorder

Ebenfalls auf dem Vormarsch befinden sich DVD-Rekorder mit Festplatte, von denen 740.000 Geräte und somit 28 Prozent mehr als im Vorjahr über die Ladentheke gingen. Auch die Verkaufszahlen von Settop-Boxen sind wegen der Umstellung des TVs auf digitalen Empfang auf hohem Niveau geblieben.

HiFi schwächelt

Der HiFi-Bereich, beispielsweise Home-Cinema-Anlagen, musste dagegen einen Umsatzrückgang um 3,2 Prozent auf 772 Millionen Euro verkraften. Ebenso ging die Zahl der verkauften Camcorder um 2,4 Prozent auf 820.000 zurück. Der Umsatz sank hier sogar um zehn Prozent auf 360 Millionen Euro. Handys legten moderat um 3,7 Prozent zu. Notebooks wurden 17 Prozent mehr abgesetzt.

Für das laufende Jahr erwarten die Analysten von GfK, GfU und ZVEI weiteres Wachstum. Besonders Flachbild-Fernseher, HD-Geräte, Rekorder, HD-taugliche Spielekonsolen und mobile Geräte sollen dazu beitragen.

(ID:2002633)