Zielsicher verkaufen Navigation bleibt Trendthema

Redakteur: Sylvia Lösel

Mehr als zwei Millionen Navigationsgeräte (PND) wurden 2006 verkauft. Laut GfK und GfU war allerdings gleichzeitig ein Preisrutsch von 24 Prozent auf einen Durchschnittswert von 361 Euro zu verzeichnen. Dieser Wert sank 2007 nochmals auf jetzt 275 Euro. Insgesamt gaben die Deutschen 1,2 Millionen Euro für Navigation aus.

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Garmin will Gas geben und hat seit der Übernahme der GPS GmbH aus Gräfelfing bei München auch eine deutsche Niederlassung.
Garmin will Gas geben und hat seit der Übernahme der GPS GmbH aus Gräfelfing bei München auch eine deutsche Niederlassung.
( Archiv: Vogel Business Media )

Für das Jahr 2007 rechnet der Bitkom mit über drei Millionen verkauften Navigationsgeräten im Wert von 992 Millionen Euro. Die gesunkenen Anschaffungskosten sowie die etwa halbjährliche Erneuerung der Produktpalette bringen wiederum einen kontinuierlichen Anstieg der Nachfrage mit sich. Offen ist, welchen Einfluss die Navigation per Handy auf den Absatz der portablen Plug & Play-Geräte haben wird.

In Europa beherrscht das Unternehmen Tomtom den Hardware-Markt, gefolgt von Garmin – die in den USA Marktführer sind.

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Vor kurzem hat Tomtom das Go-720-T vorgestellt. Hier setzt das Unternehmen erstmals die Mapshare-Technologie ein. Mit Hilfe der mitgelieferten Home-Software können Anwender Straßenveränderungen, wie zum Beispiel Bauarbeiten, Sperrungen oder Umleitungen an das Tomtom-Portal schicken und so der Navigations-Gemeinde zur Verfügung stellen. »Millionen Anwender profitieren weltweit automatisch von den lokalen Straßenkenntnissen anderer«, sagt Harold Goddijn, CEO bei Tomtom. Das Go-720-T wird in Deutschland ab Sommer zu haben sein und soll zwischen 400 und 500 Euro (UVP) kosten.

Garmin hat erst vor kurzem die Erstanwender ins Visier genommen und drei Einstiegsmodelle vorgestellt. Neben einfacher Bedienung und schneller Einsatzbereitschaft zählt für die Verbraucher auch das Design. Die drei Geräte Nüvi 200, 250 und 270 verfügen über ein 3,5-Zoll-Display.

Wer mehr Überblick benötigt, für den hat Garmin jetzt zwei Modelle mit 4,3-Zoll-Display vorgestellt. Das 200W und das 250W kosten 250 und 300 Euro (UVP).

Wilderer unterwegs

Aber auch Hersteller aus anderen Segmenten wildern im heiß begehrten Navigationsmarkt. So hat Maxfield – eigentlich bekannt als Hersteller von MP3-Playern – drei PNDs vorgestellt. Die drei Neulinge im Markt sind der Max-Mojigo Starter (229 Euro), Europe Travel (299 Euro) und Europe Travel TMC (349 Euro, jeweils UVP). Alle Geräte sind mit einem 3,5-Zoll-Touch-Display ausgerüstet, das eine Auflösung von 320 x 240 Pixeln bietet.

Neben der ursprünglichen Aufgabe, der Navigation, meldet das System Geschwindigkeitsüberschreitungen mit einem Warnsignal. Abspielen lassen sich MP3s, Bilder und Videos in den Formaten JPEG, WAV und WMA.

Konvergenzmarkt

Das Unternehmen Merian kombiniert seine Kompetenz in Sachen Reiseführer mit einem Navigationssystem. Das Ergebnis ist ein Personal Travel Assistant (PTA), der passend zur jeweiligen Route touristische Infos parat hält.

Das Nützliche mit dem Angenehmen verbindet Merian mit seinem »Scout Navigator«. Hier wird der bekannte Reiseführer in ein Navigationssystem gepackt. Die Texte wurden zu einem Audio-Guide vertont und bieten Reiseinformationen, die unterlegt sind mit Soundeffekten. Das Navigationsgerät soll es im Spätsommer 2007 auf den Markt schaffen und voraussichtlich stattliche 780 Euro kosten.

Auch ein paar Handys gibt es inzwischen mit integriertem GPS. Für den Händler sind allerdings noch immer eher die Zusatzausstattung mit externem GPS-Empfänger interessant oder aber die diversen Bundling-Optionen.

Die Checkliste

Als Kaufhilfe im Dickicht von PNDs, Handys mit integriertem GPS, Offboard- oder Onboard-Navigation hat jetzt die Fachhandelskooperation Euronics einen Ratgeber für Endverbraucher online gestellt. Auch eine Checkliste steht als Download zur Verfügung. Diese hilft, sich über seine eigenen Bedürfnisse klarzuwerden. Unter anderem sind dort folgende Fragen zu finden:

  • Welchen Gerätetyp möchten Sie?
  • Welche technische Ausstattung wünschen Sie?
  • Welche Bedienungsausstattung möchten Sie?
  • Welche Einbauvarianten bevorzugen Sie?

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