Ergebnisse des D21-Digital-Index

Nachholbedarf beim digitalen Arbeitsplatz

| Autor: Sarah Böttcher

Die aktuellen Ergebnisse des D21-Digital-Index zeigen, dass deutsche Unternehmen das Angebot an Lösungen für den mobilen Arbeitsplatz erhöhen müssen.
Die aktuellen Ergebnisse des D21-Digital-Index zeigen, dass deutsche Unternehmen das Angebot an Lösungen für den mobilen Arbeitsplatz erhöhen müssen. (Bild: Pixabay)

Zwar ist das Konzept des „Digital Workplace“ in den Köpfen bereits angekommen. Laut den Ergebnissen des D21-Digital-Index 2017/2018 existiert bisher jedoch nur ein geringes Angebot an ortsunabhängigen Lösungen in deutschen Unternehmen.

Die Studie D21-Digital-Index 2017/2018 der Initiative D21 hat den aktuellen Digitalisierungsgrad der deutschen Gesellschaft ermittelt. Das Fazit: Die Digitalisierung nimmt nur langsam an Fahrt auf. Um aus dieser ungenügenden Situation zu entkommen, sind Unternehmen nun stärker gefordert, die eigene Kompetenz sowie die ihrer Mitarbeiter voranzutreiben. Hierfür ist auch die Etablierung des „Digital Workspace“ – also die Möglichkeit, mit vernetzten Geräten ortsunabhängig zu arbeiten – von Bedeutung.

„Unternehmen und die öffentliche Verwaltung müssen einen größeren Beitrag zur weiteren Digitalisierung ihrer Mitarbeiter leisten. Beschäftigte in Unternehmen bringen sich digitale Skills nach wie vor überwiegend im privaten Bereich bei. Dieses Potenzial müssen Arbeitgeber jetzt gezielt fördern“, so Oliver Schorer, Mitglied des Vorstands und CIO bei CHG-Meridian.

Mobiles Arbeiten gewinnt an Interesse

Der digitale Arbeitsplatz ist durchaus in den Köpfen angekommen, wie die Studie belegt. So arbeitet bereits jeder Fünfte auch in „virtuellen Teams“, die nicht standortgebunden sind. Auch das Interesse an mobilen Arbeitsformen steigt: Nur noch rund 20 Prozent geben an, sich dafür nicht zu interessieren. Zugleich schwindet die Sorge, durch mobiles Arbeiten in der Summe eine Mehrbelastung zu riskieren (minus 5 Prozentpunkte). Insgesamt sehen die Befragten in der Digitalisierung eindeutig einen Gewinn für ihren Beruf und insbesondere für neue Jobentwicklungen in ihrer Branche. Ein weiteres Studienergebnis zeigt, dass das Smartphone die Liste der favorisierten Endgeräte anführt.

Geringes Angebot

Dem steigenden Interesse steht jedoch ein geringes Angebot an Lösungen für den mobilen Arbeitsplatz entgegen. Insgesamt nur 16 Prozent aller Befragten haben derzeit die Möglichkeit mobile Workspaces zu nutzen – auch bei reinen Bürotätigkeiten ist es weniger als ein Drittel. Hier steht die Wirtschaft im eigenen Interesse in der Pflicht, erklärt Schorer: „Unternehmen müssen einen stärkeren Beitrag zur Digitalisierung ihrer Mitarbeiter leisten. Sonst werden sie langfristig im Wettbewerb abgehängt.“

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