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Neue Tochter im Bereich Carrier-Management gegründet Nach der Schieflage ist Telba wieder auf Erfolgskurs

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Sarah Maier / Sarah Gandorfer

Im vergangenen Jahr meldete die Telba AG ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung an. Der Geschäftsführung ist es gelungen, das Systemhaus wieder auf Kurs zu bringen – und mehr noch: Die Düsseldorfer haben mittlerweile mit Telba Carriermanagement eine neue Tochter gegründet.

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Das herstellerunabhängige ITK-Systemhaus Telba hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf.
Das herstellerunabhängige ITK-Systemhaus Telba hat seinen Hauptsitz in Düsseldorf.
(Bild: Telba)

Mit dem Jahresende 2013 kam für die Telba AG die erfreuliche Nachricht, dass das Systemhaus die Insolvenz überwunden hat. Diese hatten die Düsseldorfer aufgrund einer nicht abgeschlossenen Umfinanzierung stellen müssen. Das Amtsgericht Düsseldorf entsprach damals dem Wunsch auf Eigenverwaltung, und so verblieb die Unternehmensleitung in den Händen der Vorstände Andreas Bargende (Vorsitzender), Hasso-Ulrich Döring und Hans-Günther Martin. Von den knapp 400 Mitarbeitern überführte das Unternehmen rund 120 in eine Transfergesellschaft. Die Telba GmbH, eine mehrheitliche Tochtergesellschaft, war im Übrigen nicht von der Insolvenz betroffen.

Neuanfang

Andreas Bargende, Vorsitzender der Telba AG
Andreas Bargende, Vorsitzender der Telba AG
(Bild: Telba)
„Das Schöne ist, dass uns nahezu alle unsere Kunden die Treue gehalten haben. Wir mussten auch keine Standorte schließen“, erläutert Bargende. „Wir haben in der Phase der Eigenverwaltung einen neuen Standort in in Nürnberg eröffnet. Aktuell planen wir in Hamburg ein Business- und Service-Center aufzubauen. Damit wir unseren Anspruch, bundesweit vertreten zu sein, genügen.“

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Parallel zur Phase der Eigenverwaltung verlief die Planung zu einer neuen Tochter, der Telba Carriermanagement GmbH. Diese ging Januar 2014 an den Start. Die Geschäftsführer sind Hans-Günther Martin und Andreas Wiese. Das Tochterunternehmen betreut die Kunden der Telba-Gruppe indem sie die Services übernimmt, die an der Schnittstelle zwischen dem Integrationsdienstleister Telba AG und der Leitungsbereitstellung der Carrier anfällt. Dazu gehören unter anderem eine Ist-Aufnahme der vertraglichen und technischen Gegebenheiten sowie deren zukünftige Anforderungen. Zudem bietet Telba Carriermanagement individuelle Tarifstrukturen und Rahmenverträge. Außerdem übernimmt das Unternehmen das Monitoring sowie die Problembehebung bei Störfällen.

„Die Carrier haben in den vergangenen Jahren immer mehr bei ihren Services an der Kostenschraube gedreht, so dass es immer weniger Support-Einheiten gibt. Darunter leidet die Service-Qualität“, erklärt Wiese den Hintergrund für die Firmengründung. „Hier setzt Telba Carriermanagement an. Wir sind ein Ansprechpartner für Beratung und Problemlösung rund um Festnetz, Mobilfunk und Datenleitungen. Unsere Dienstleistungen setzen auf den Leitungen der Provider auf.“

Zwei Säulen

Telba Carriermanagement bildet damit eine zusätzliche Dienstleistung neben den beiden Säulen ITK und Security „Gefahrmeldebereich“ (GMA), auf welche die Telba-Gruppe aufbaut. Momentan verzeichnet die Telba AG über 1.500 „gelebte Kundenbeziehungen, also durch mehrjährige Verträge aktive Partnerschaften“, so Bergende. Das sei jedoch nicht gleichzusetzen mit dem Potenzial der Carriermanagement. Neben bestehenden Kunden wolle man für die Tochter auch neue hinzugewinnen.

Für das laufende Geschäftsjahr plant die Telba AG den Abschluss der bundesweit regionalen Präsenz sowie den Ausbau der Dienstleistungen im Bereich Carriermanagement, Unified Communication, Data- und Netzwerkmanagement. Zwar hat Telba keine eigenen Rechenzentren, kann diese Leistungen laut Bergende aber aus der Ritter-Unternehmensgruppe, zu der die Düsseldorfer gehören, beziehen. □

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