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Lenovo Thinkpad P1 und P72

Mobile Workstations in Light- und Doppelrahmstufe

| Autor: Klaus Länger

Sowohl der 17,3-Zoll-Bolide Thinkpad P72, als auch die kompakte mobile Workstation P1 nutzen Intel-Coffee-Lake-H-Prozessoren mit sechs Cores.
Sowohl der 17,3-Zoll-Bolide Thinkpad P72, als auch die kompakte mobile Workstation P1 nutzen Intel-Coffee-Lake-H-Prozessoren mit sechs Cores. (Bild: Lenovo)

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Lenovo bringt zwei mobile Workstations mit Core-Prozessoren der achten Generation auf den Markt: Das schlanke 15,6-Zoll-Modell Thinkpad P1 und den 17,3-Zoll-Boliden Thinkpad P72 mit mindestens 3,4 kg Gewicht. Beide Geräte sind mit Quadro-GPUs ausgerüstet und sind mit 4K-Panels lieferbar.

Mit einem Gewicht ab 1,7 kg ist das Thinkpad P1 mit 15,6-Zoll-Display die leichteste mobile Workstation von Lenovo. In dem 18,9 mm flachen Gehäuse aus Karbonfiber und einer Magnesium-Legierung sind leistungsstarke Komponenten untergebracht. Als Prozessor dient eine Intel-Core-CPU der achten Generation oder eine entsprechende Xeon-CPU mit bis zu sechs Kernen. Der Arbeitsspeicher kann auf bis zu 64 GB DDR4 aufgerüstet werden. Als Massenspeicher können zwei M.2-NVMe-SSDs mit jeweils zwei TB Speicherplatz dienen.

Bei der GPU besteht die Wahl zwischen einer Nvidia Quadro P1000 oder einer P2000 in der Max-Q-Variante. In der Grundausstattung des Notebooks sitzt ein mattes IPS-Panel mit Full-HD-Auflösung im Display-Deckel. Optional wird ein 4K-Panel mit Touchscreen, 400 Nits Helligkeit und 10-Bit-Farbtiefe angeboten. Zu den Schnittstellen zählen zwei Thunderbolt-3-Ports und ein Mini-Gigabit-Ethernet-Anschluss. Für ein Plus an Sicherheit sollen ein TPM 2.0, der Fingerabdrucksensor sowie eine Webcam mit zusätzlicher Infrarotkamera für Windows Hello sorgen. Zudem erfüllt das P1 laut Hersteller die MIL-STD-810G-Vorgaben bezüglich der Robustheit gegenüber extremen Temperaturen, Erschütterungen und Staub.

Mobile Workstation im XL-Format

Mit dem Thinkpad P72 bringt Lenovo eine 17,3-Zoll-Version des im Juni vorgestellten 15,6-Zöllers Thinkpad P52 auf den Markt. Abgesehen von den Gehäusedimensionen und der größeren Displaydiagonale sind sich P52 und P72 sehr ähnlich. Das 3,4 kg schwere und robuste 17,3-Zoll-Gerät ist ebenfalls mit einem Hexacore-Prozessor von Intel aus der Coffee-Lake-H-Serie bestückt. Beim P72 kann die CPU auf bis zu 128 GB RAM zugreifen. Mit den durch die Xeon-Prozessoren unterstützen ECC-Modulen sind allerdings nur maximal 64 GB möglich. Beim Massenspeicher kann das Thinkpad sogar bis zu sechs TB Speicherplatz bereitstellen, bestehend aus zwei PCIe-M.2-SSDs und einem zusätzlichen 2,5-Zoll-SATA-Laufwerk. Das 17,3-Zoll-IPS-Panel ist ebenso wie beim P52 und bei P1 mit Full-HD oder 4K-Auflösung lieferbar. Das UHD-Panel liefert 400 Nits Helligkeit und stellt 1,07 Milliarden Farben dar. Ein Unterschied liegt in der Grafikkarte: Während beim P52 die Nvidia Quadro P3200 die Maximaloption ist, gibt es das P72 auch mit der stärkeren Quadro P5200. Sie verfügt über 2.560 statt 1.792 Cuda-Cores und ist mit 16 statt sechs GB Grafikspeicher ausgestattet. So soll das P72 noch besser für VR-Anwendungen gerüstet sein.

Bei den Schnittstellen, zu ihnen zählen zwei Thunderbolt-3-Ports und ein vollwertiger RJ45-Anschluss für GBit-LAN, besteht zwischen P52 und P72 wieder Gleichstand.

Beim Betriebssystem hat der Käufer beim P1 und beim P72 die Wahl zwischen Windows 10 Pro für Workstations, Windows 10 Pro und Ubuntu Linux. Beide Geräte sind zudem für Red Hat Linux zertifiziert. Das Systemoptimierungstool Lenovo Performance Tuner ist allerdings nur für Windows verfügbar. Es soll dem Anwender unter anderem die Möglichkeit geben, einzelnen Anwendungen bestimmte Kerne zuzuweisen.

Die mobilen Workstations Thinkpad P1 und P72 sollen im September verfügbar sein. Der Preis für das P1 beginnt bei 2.576 Euro, der für das P72 bei 2.855 Euro.

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