Ricoh-Studie

Mittelständler fühlen sich benachteiligt

| Autor: Heidemarie Schuster

Mittelständische Unternehmen leiden oft unter dem „Middle Child Syndrome“
Mittelständische Unternehmen leiden oft unter dem „Middle Child Syndrome“ (Bild: Pixabay)

Der europäische Mittelstand fordert einer Ricoh-Studie zufolge mehr Unterstützung von Regierungen und Geldgebern. 70 Prozent von ihnen sind der Meinung, unter dem sogenannten „Middle Child Syndrome“ zu leiden.

Mittelständische Unternehmen fühlen sich laut einer Ricoh-Studie wie das mittlere Kind einer Familie. Sie sind nicht nur abgeschnitten von den finanziellen Hilfen, die für Startups und Kleinunternehmen bereitgestellt werden, sondern erkennen auch, dass ihnen, im Gegensatz zu Großunternehmen, die Möglichkeiten fehlen mit komplexen und aufwendigen gesetzlichen Vorschriften fertigzuwerden. Um im Wettbewerb besser mithalten zu können, verlangen 76 Prozent der befragten mittelständischen Unternehmen, dass Gesetzgeber eine Umgebung schaffen, in der sie ihre Wachstumsziele einfacher erreichen können.

Nachteile

Die Studie belegt, dass 67 Prozent der mittelständischen Unternehmen Probleme haben, mit neuen Marktteilnehmern und großen Unternehmen mitzuhalten. 71 Prozent geben an, dass sie aufgrund von Schwierigkeiten bei der Kapitalbeschaffung einem höheren Geschäftsrisiko ausgesetzt sind.

„Europas Mittelstand steckt voller Energie, sowohl im Hinblick auf Wachstum als auch auf die Ambitionen“, so David Mills, CEO von Ricoh Europe. „Regierungen, Gesetz- und Geldgeber müssen darüber nachdenken, wie sie die Dynamik dieser Unternehmen am besten fördern und zum Vorteil der gesamten Wirtschaft nutzen. Viele mittelständische Unternehmen wollen neue Technologien einsetzen, neue Services einführen und Talente einstellen. Wenn gesetzliche Vorschriften und die Politik sie weiterhin ausbremsen, wird es für den europäischen Mittelstand fast unmöglich sein, die nächsten Technologie- oder Business-Riesen hervorzubringen.”

Prioritäten

Die Studie zeigt außerdem, welche Prioritäten mittelständische Unternehmen für die kommenden zwei Jahre setzen. Die wichtigsten sind die Einführung neuer Produkte oder Services (30 Prozent), Schaffung von Wachstum (28 Prozent) und der Einsatz innovativer Technologie (28 Prozent).

„75.000 mittelständische Unternehmen in Europa sind verantwortlich für 30 Prozent des Jahresumsatzes der gesamten europäischen Wirtschaft. Regierungen und Kapitalgeber müssen gemeinsam mit dem Mittelstand daran arbeiten, Wachstum und Innovation in ganz Europa zu fördern“, so Mills. „Dies ist ein wichtiger Faktor für Europa, um auch weiterhin weltweit führend im Bereich der Innovation zu sein und wettbewerbsfähig gegenüber den entwickelten und aufstrebenden Wirtschaften zu bleiben.“

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