Studie von Pricewaterhouse Coopers zur Unternehmensfinanzierung Mittelständler erwarten Steuererhöhung nach den Wahlen

Redakteur: Katrin Hofmann

Deutsche mittelständische Firmen rechnen einer Studie zufolge mehrheitlich mit einer höheren finanziellen Belastung nach der Bundestagswahl. Und auch Verbraucher könnten nach dem 27. September stärker zur Kasse gebeten werden, so die Befürchtung.

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Viele Unternehmer sind davon überzeugt, dass künftig mehr Geld dem Fiskus zufließt.
Viele Unternehmer sind davon überzeugt, dass künftig mehr Geld dem Fiskus zufließt.
( Archiv: Vogel Business Media )

Zwei Drittel der deutschen Mittelständler glauben, dass nach der Wahl der Druck auf die Unternehmensfinanzierung steigt. Auf eine Ausweitung der steuerlichen Abzugsmöglichkeiten dagegen hoffen laut einer Umfrage der Wirtschaftprüfungs-Gesellschaft Pricewaterhouse Coopers lediglich 36 Prozent der 205 befragten Unternehmer.

Auch Privatpersonen könnte der wachsende Finanzbedarf des Staates treffen – 81 Prozent bewerten diesen als großes oder sehr großes Problem: Von einer Anhebung des Spitzensteuersatzes gehen 50 Prozent der Untersuchungsteilnehmer aus. Dass auch weniger gut verdienende Mitbürger die steigende Schuldenlast der Regierung mitsatteln müssen, erwarten 60 Prozent. Diese befürchten, dass eine Mehrwertsteuer-Erhöhung droht.

Hoffnung auf Besserung ist minimal

An eine allgemeine steuerliche Entlastung von Unternehmen und Bürgern glauben nur acht Prozent. Zudem erwarten nur vier Prozent, dass die nächste Regierung das Steuersystem vereinfachen wird. Fast 60 Prozent sprechen der Politik das Interesse an einer Entbürokratisierung und Vereinfachung komplett ab.

Für die Studie „Komplexität und Rechtsunsicherheit – Das deutsche Steuersystem aus Sicht des Mittelstands“ wurden Unternehmen mit Jahreserlösen von über zehn Millionen Euro befragt. 45 Prozent dieser Firmen sind ausschließlich in Deutschland aktiv.

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