Kostenlose Tools Mit Web-Statistiken den Online-Handel ankurbeln

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Sarah Maier / Sarah Gandorfer

Wer das Online-Geschäft nicht nur nebenbei betreiben will, sondern damit auch erfolgreich sein möchte, der sollte über seine Kunden Bescheid wissen. Web-Statistiken helfen dabei und sind teilweise kostenlos zu haben.

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Im Online-Handel hilft es möglichst viel über seine Kunden zu wissen.
Im Online-Handel hilft es möglichst viel über seine Kunden zu wissen.
(Gewa Fotodesign)

Kaum ein Unternehmen kommt heute noch ohne Internet-Vertrieb aus. Allerdings stellt sich nicht immer der erhoffte Erfolg ein. Oftmals liegt es daran,dass die Händler die Wünsche ihrer Online-Kunden nicht, warnt der Bundesverband der Bilanzbuchhalter und Controller e.V. (BVBC). Dabei gibt es durchaus Möglichkeiten, das Kundenverhalten zu studieren und die Vertriebsaktivitäten danach auszurichten.

„Firmen investieren hohe Summen in das Online-Geschäft, doch wirtschaftliche Analysen stehen vielfach noch hinten an.“, registriert Unternehmensberater Jörgen Erichsen, Fachexperte des BVBC. „Nur wenige Betriebe messen, planen und steuern ihre Internet-Aktivitäten systematisch.“

Abhilfe kann ein gezieltes Web-Controlling schaffen. Es unterstützt darin, Internet-Aktivitäten nah am Kunden zu entwickeln und die Wirtschaftlichkeit aller Maßnahmen im Auge zu behalten. Schwachstellen lassen sich schneller erkennen und neue Potenziale früher erschließen. Dazu werden aussagekräftige Online-Kennzahlen erhoben, in Relation gesetzt und analysiert.

Einfache Hilfe

„Schon mit einfachen Mitteln können auch kleine Unternehmen in das Web-Controlling einsteigen“, sagt Erichsen. „Für den Anfang reichen meist drei bis vier Kennzahlen.“ Viele Unternehmen beschränken sich darauf, die Besucherzahlen und die Verweildauer zu analysieren. Aufschlussreicher ist mitunter, von wo und wann Besucher auf die Website gelangen, welche Inhalte sie bevorzugt anklicken und wo sie einen Kaufprozess abbrechen. Obendrein lässt sich genau messen, welche Online-Kampagne den Produktverkauf am besten ankurbelt oder was die erfolgreichsten Werbemaßnahmen für welche Kundengruppen sind.

Viele Provider bieten dazu eine Web-Statistik an, die erste Auswertungen erlaubt. Zudem gibt es kostenfreie und kostenpflichtige Web-Controlling-Tools, die je nach Einsatzfeld sinnvoll sind. Wer in eine Suchmaschine die Wörter „Web-Controlling“ und „Tools“ oder „Anwendungen“ eingibt, kann sich schnell über Angebote informieren. Mittelfristig sei ein kostenpflichtiges Tool sinnvoll, rät der BVBC.

An Zahlen mangelt es nicht. Viele Daten lassen sich in Echtzeit erheben und analysieren. Doch dies birgt die Gefahr, dass im Web-Controlling ständig neue Kennzahlen in sehr kurzen Zeitabständen ausgewertet werden. „Verantwortliche sollten einzelne Zahlen nicht überbewerten, denn sonst kann es zu Fehlinterpretationen kommen“, warnt Erichsen. „Wichtig ist der Blick für das Gesamte.“ Dafür sollten Unternehmen gegebenenfalls externe Unterstützung in Anspruch nehmen.

Der Tipp des BVBC: Die Firmenleitung sollte mit einem Gesamtkonzept klären, welche strategische Bedeutung Online-Handel und Web-Controlling haben. Steht das Konzept, lassen sich im operativen Geschäft maßgebliche Kennzahlen leicht überwachen und steuern. Weiterer Vorteil: Die Erkenntnisse können Unternehmen nicht nur für das digitale, sondern oft auch für das klassische Geschäft nutzen. □

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