Aktueller Channel Fokus:

Storage und Datamanagement

Quest formiert sich neu

Mit Vroom in die Unabhängigkeit

| Redakteur: Dr. Stefan Riedl

Mit vorausschauendem IT-Management lassen sich Probleme umgehen.
Mit vorausschauendem IT-Management lassen sich Probleme umgehen. (Bild: mast3r - Fotolia.com)

Mit der Software für vorausschauendes IT-Management, Vroom, als neuem Flaggschiff will Quest erfolgreich als eigenständiges Unternehmen starten. Dazu werden Partner gebraucht.

Es war das Comeback des Jahres zweier ­Unternehmen, die als Marken nie weg waren. Firmierten sie bis dahin beide als Töchter unter der Dell-Flagge, kamen Quest und Sonicwall Mitte Oktober vergangenen Jahres als eigenständige Unternehmen zurück.

Stefan Rabben, Director Data Protection & Kace, Quest Germany, Austria, Switzerland, kann seither für seine beiden Zuständigkeitsbereiche – IT-Management- und Data-Protection-Lösungen – ein 100-prozentiges 2-Tier-Channel-Modell umsetzen. Ein entsprechender Plan, der aber nicht mit dem Dell-Vertrieb in Einklang ­gebracht werden konnte, lag schon länger in der Schublade. Nun ist Dell aber „nur“ noch ein Gold-Partner unter vielen und aufgrund der Beteiligung an EMC mit einhergehenden Konkurrenzprodukten wird der Dell-Anteil am Geschäft wohl tendenziell eher sinken.

In den weiteren Produktsegmenten von Quest, nämlich Datenbank-, Plattform- und Identity-Management-Lösungen wird es allerdings nach wie vor Direktgeschäft geben.

Die Margengarantie

Stefan Rabben, Director Data Protection & Kace, Quest, Germany, Austria, Switzerland
Stefan Rabben, Director Data Protection & Kace, Quest, Germany, Austria, Switzerland (Bild: Quest)

Darüber hinaus will Rabben im Channel mit lukrativen Margen, ja sogar einer Margengarantie punkten. Zunächst einmal erhalten Partner einen 20-prozentigen Basis-­Rabatt auf den Listenpreis. Weitere zehn Prozent winken, wenn sich der Partner per Online-Training in einer der oben genannten Business-Units zertifiziert hat. Noch mal zehn Prozent Abschlag vom Listenpreis gibt es, wenn der Partner am Deal-Registrierungsprogramm teilgenommen hat. So summieren sich die Partnerrabatte auf 40 Prozent vom Listenpreis.

Ergänzendes zum Thema
 
Vorausschauendes IT-Management mit Vroom

Hier setzen weitere Rabatte auf den Listenpreis an (siehe Tabelle, rechts oben): Abhängig davon, ob der Partner Gold- oder Platinum-Status hat und ob der Deal als Fulfillment (Erfüllung eines von Quest vermittelten Deals) oder als Approved Deal (eigenständige Neukundenakquise) daher kommt, gibt es weitere ein bis drei Prozent.

Dealregistrierung

Quest hat ein ausgefuchstes Margen-System eingeführt.
Quest hat ein ausgefuchstes Margen-System eingeführt. (Bild: Quest)

Silber-, Gold- und Platin-Partner erhalten weitere fünf bis sieben Prozent für Neukundengeschäft, und wenn der Partner den Durchschnittsumsatz der letzten vier Quartale steigern konnte, erhalten Gold- zusätzliche zwei und Platinum-Partner zusätzliche drei Prozent Rabatt als Belohnung für „Growth Accelerator“.

Trotz dieser Rabattmöglichkeiten kann es sein, dass ein Partner in einem Projekt im Dealregistrierungsprogramm so stark vom Listenpreis nach unten abweichen muss, dass keine 20 Prozent Marge übrig bleiben. Sollte der Partner in der entsprechenden Produktkategorie zertifiziert sein, spricht Quest eine Margengarantie aus. Sofern das Unternehmen bei dem Deal in Hinblick auf eigene Herstellungskosten nicht in die roten Zahlen rutscht, kann im Rahmen dieser Garantie auf 20 Prozent Marge aufgestockt werden.

Partner gesucht

Komplexe Datacenter brauchen eine IT-Management-Software.
Komplexe Datacenter brauchen eine IT-Management-Software. (Bild: mast3r - Fotolia.com)

Quest ist derzeit aktiv auf Partnersuche, insbesondere was den Vertrieb des neuen Flaggschiffs Vroom angeht (siehe Kasten „Ergänzendes zum Thema“).

Diese Lösung für „predictive IT-Management“ gibt Administratoren einen Einblick in den Zustand der VMware- und Hyper-­V-Umgebungen in ihrer Virtualisierungsinfrastruktur. Systeme, Anwendungen und Daten sollen dabei physisch, virtuell und in der Cloud geschützt werden. Zudem werden Engpässe erkannt und die Rechenkapazität überwacht. Ferner können Kaufempfehlungen durch Modellierung von Hardware-Änderungen ermittelt werden.

Optionale Module

Screenshot: Vorausschauendes IT-Management via Vroom.
Screenshot: Vorausschauendes IT-Management via Vroom. (Bild: Quest)

Mit optionalen Modulen gelingt die Integration von Microsoft Exchange und ­Active Directory. Mittels der Funktion „Rapid Snap for Virtual and Applications“ werden so genannte „Incremental For­ever“-Snapshots erstellt, die alle fünf ­Minuten für Wiederherstellungszwecke eine komplette Anwendung in ihrem aktuellen Zustand erfassen.

Vroom-Nutzer können kontinuierlich Aktualisierungen an eine virtuelle Maschine senden, die bei Problemen mit dem primären System aktiviert werden kann. So lassen sich virtuelle Standby-Maschinen auf dem Microsoft Azure Konto für Disaster-Recovery-as-a-Service (DRaaS) aktivieren.

Stefan Rabben erläutert, dass man mit Vroom dahingehend ein Alleinstellungsmerkmal für sich verbuchen könne, dass die Software IT-Monitoring, vorausschauendes IT-Management und Data Protection miteinander vereint.

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