VMware vCloud Director 1.5 vereinfacht und beschleunigt das Provisoning Mit VMware vCloud in 8 Schritten zur Cloud

Autor / Redakteur: Johann Baumeister / Ulrike Ostler

Cloud-Computing ändert die Verwaltungsabläufe und -strukturen. Dies gelingt nur mit neuen Toolsets. VMware hat dazu das Werkzeug „vCloud Director“ überarbeitet. Was es leistet und wie weit der „Weg zur Cloud“ damit beschritten werden kann zeigt der Artikel auf.

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Ab in die Cloud! vCloud von VMware soll es in wenigen Schritten ermöglichen.
Ab in die Cloud! vCloud von VMware soll es in wenigen Schritten ermöglichen.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die Verwaltung eines Cloud-Dienstes hat mit dem traditionellen IT-Management nur wenig gemeinsam. Wer selbst eine Cloud aufbauen möchte und in Zukunft sein Data Center als Privat Cloud betreiben will, sieht sich daher mit neuen Anforderungen konfrontiert. VMware will dem durch eine Erneuerung seiner Toolsets nachkommen.

In diesem Quartal ist ein Großteil der VMware-Werkzeuge (siehe: VMware feiert sich und den größten Produkt-Launch seiner Geschichte) in einem neuen Release auf den Markt gebracht worden. All diese Änderungen sollen den Betrieb der IT nach dem Konzept des Cloud-Computing vorantreiben.

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Ein zentraler Baustein dabei ist der vCloud Director. Zu deren wichtigsten Neuerungen der Version 1.5 im Vergleich zum Vorgänger-Release 1.0 zählen die Funktionen „Fast Provisioning“ durch so genannte Linked Clones und das Customizing der Applikationen.

Begleitend dazu wurden die Sicherheitseinstellungen, die in den „vShield“-Produkten gebündelt sind, überarbeitet. Und schließlich kann als Backend-Datenbank zur Ablage der Konfigurationsinformationen in Zukunft auch der Microsoft SQLServer verwendet werden. Bis dato wurde nur das Oracle Datenbanksystem unterstützt.

Noch schneller durch Fast Provisioning

Durch Fast Provisioning wird die Inbetriebnahme der virtuellen Maschinen beschleunigt. Anstatt die Images von virtuellen Maschinen zu kopieren, werden lediglich Zeiger (Linked Clones) auf die ursprünglichen Images erzeugt und verwaltet.

Änderungen zwischen dem Original und der Kopie (dem Clone) werden in Delta-Files zusammengefasst. Das Verfahren ähnelt den Techniken der Deduplizierung von Daten für Sicherungszwecke.

Und wie auch bei der Deduplizierung sparen Linked Clones Speicherplatz. VMware spricht von bis zu 60 Prozent Einsparung. Fast Provisioning ist damit ein weiterer und zentraler Baustein für den Betrieb der IT nach den Cloud-Modellen.

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Die Verteilung von Cloud-Diensten

Das eigentliche Deployment der Cloud-Dienste, also die Bestückung des Servers mit dem Betriebssystem, den Patches und den Applikationsdiensten sollen dabei ohne Eingriffe eines Administrators erfolgen.

Automatismen und vorbereitete Skripte ermöglichen eine weitaus schnellere Aktivierung von virtuellen Maschinen als dies durch manuelle Eingriffe erfolgen könnte. In Zukunft werden Applikationen, unter Einsatz der Automatismen und Linked Clones, aus Master-Images erzeugt.

Für diese Kopien kann es notwendig sein, dass sie individualisiert werden müssen und damit ihre eigene „Identität“ bekommen. Dazu gehören beispielsweise die Namen der virtuellen Maschinen, deren IP-Adresse oder URL-Links, um die Anwendungen den Benutzern zur Verfügung zu stellen.

Die Personalisierung von Instanzen

Diese Konfiguration erfolgt im Rahmen der „Personalisierung“ der virtuellen Instanz einer Anwendung. Ein Automatismus kann aber nur dann seine Vorzüge ausspielen, wenn auch diese begleitende Personalisierung des Dienstes automatisch erfolgt.

ies ist eine weitere Neuerung des vCloud Director. Nunmehr bestehen mehr und bessere Möglichkeiten die Personalisierung der Anwendungen vollständig zu automatisieren. VMware spricht dabei von „Applikations-Customizing“.

Desweiteren bietet die Version 1.5 der vCloud Director auch die Möglichkeit, mehrere identische Kopien einer Virtuellen Maschine oder „vApp“ gleichzeitig ohne jegliche Anpassung betreiben zu können. Eine vApp umfasst einen oder mehrere virtuelle Maschinen die gemeinsam einen Dienst abzubilden in einem Container zusammen) Dazu wird ein Mechanismus mit der Bezeichnung „cross host fencing“ bereitgestellt.

In acht Schritten zur Cloud

Wie aber sieht nur eine VMware-Cloud in ihrer praktischen Umsetzung aus? Um das zu klären hilft ein Blick in die Konsole des vCloud Director.

Die Konsole der Version 1.5 hat sich gegenüber der derzeitigen Version 1.0 kaum verändert. Die Änderungen sind mehr „unter der Haube“ zu finden. Eine Reihe von Assistenten hilft beim Aufbau der Cloud. Die begleitende Bilderreihe zeigt in sieben Abbildungen die acht wichtigsten Schritte auf.

Der Autor:

Johann Baumeister ist freier Autor in München.

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