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CLOUD 2019 – Technology & Services Conference Mit Verschlüsselung und Monitoring die Cloud-Paranoia überwinden

Autor: Dr. Stefan Riedl

Wir sind mittendrin im großen Zeitenwechsel – von On Premises sicher in die Cloud. Bernd Rederlechner, Lead IT Architect Cloud & Enterprise, T-Systems erläutert im Vorfeld der CLOUD Conference 2019, warum die Migration von Big-Data-Lösungen teuer werden kann und wie man „Cloud Paranoia“ überwindet.

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Bernd Rederlechner, Lead IT Architect Cloud & Enterprise, T-Systems
Bernd Rederlechner, Lead IT Architect Cloud & Enterprise, T-Systems
(Bild: T-Systems)

Bei Big-Data-Lösungen sind mitunter auch die Kosten „big“, beispielsweise wenn es um Migrationsprojekte geht. Warum ist die Migration einer Big-­Data-Lösung so teuer?

Rederlechner: Zum einen wird eine Migration meist teuer, wenn man versucht, das, was man gebaut hat, nochmal genauso in eine Cloud zu bringen. Strenggenommen wird es nicht wirklich teurer, doch gerade beim Thema Big Data hat der Kunde dann zum ersten Mal die Gesamtkosten auf dem Tisch. Klassische Aufbauten sind in der ­Regel überdimensioniert, enthalten Leistungsreserven und Leerstandskosten. Echte Cloud-Lösungen nutzen nur so viele Ressourcen, wie sie gerade brauchen. Aber das erfordert einen Umbau, keinen einfachen Infrastruktur-Wechsel. Wenn man da nicht schon von Anfang an auf die Software- und Systemarchitektur geachtet hat, treibt das Refactoring die Kosten nach oben.

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Sind Daten aus ihrer Sicht alleine deswegen angreifbarer, weil sie in der Public Cloud gespeichert werden?

Rederlechner: Die Frage rangiert bei mir persönlich unter dem Begriff „Cloud-Paranoia“. Jedes System ist angreifbarer, sobald es eine Adresse im Internet besitzt. Und da soll es etwa helfen, dass das System in eigenen Räumen steht und ich meine Administratoren kenne? Studien zeigen zum Beispiel, dass immer noch ein Viertel aller Angriffe „von innen“ kommen. Ich denke, jeder muss heute bei Sicherheitsmaßnahmen nachlegen – ob in der Cloud oder nicht. In der Public Cloud stehen die meisten Basismechanismen zur Verschlüsselung, zur Abwehr und zum Monitoring auf Knopfdruck zur Verfügung. Im Eigenbau dagegen ist es gar nicht so einfach, solche Mechanismen schnell mal selbst richtig aufzusetzen. Es scheitert oft schon an den fehlenden Spezialisten. Aber das Thema wandert zu den Entwicklern: statt die Sicherheit auf die Infrastruktur abzuschieben, gehört sie ins Software-Design. Ein Wechsel in die Cloud ist da eine gute Gelegenheit, diese Hausaufgabe gleich mit zu erledigen.

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Über den Autor

Dr. Stefan Riedl

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Leitender Redakteur