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Softwareeinsatz im Cloud-Betrieb – aktuelle Herausforderungen in der Wolke

Mit Standards zum integrierbaren und performanten SaaS-Angebot

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Inwieweit profitieren die Anwenderunternehmen von diesen Standards im Cloud-Umfeld?

Tybussek: Die direkten Investitionskosten einer Unternehmenssoftware sind dank der SaaS-Mietvariante heute recht überschaubar und skalierbar. Herstellern und damit im Endeffekt auch den Anwenderunternehmen entstehen im laufenden Betrieb letztlich dabei die größten Kosten, wenn es darum geht, eine reibungslose Kommunikation mit den jeweils genutzten und stets aktualisierten Systemen und Modulen herzustellen.

Ein Beispiel: Man möchte dem Versendersystem mitteilen, dass ein bestimmtes Paket versandbereitet ist und ein entsprechendes Paketlabel produziert werden soll mit der richtigen Empfängeradresse, den korrekten Preisen und weiteren relevanten Logiken. Bereits bei so einem vermeintlich einfachen Prozess werden Hunderte kleiner Web-Services angesprochen. Standards erleichtern hier die Automatisierung in der Pflege der Anwendungen maßgeblich, was sich letztlich auch bei den Kosten bemerkbar macht.

Sind SaaS-Lösungen an individuelle Anforderungen anpassbar?

Tybussek: Ein häufiges Vorurteil, mit dem sich Anbieter von Miet-Lösungen aus der Cloud konfrontiert sehen, ist eine vermeintlich mangelnde Flexibilität der Systeme. Dies ist allerdings nicht zu pauschalisieren. Zwar werden vielfach vorgefertige Standardpakete zu festen Mietpreisen angeboten, wobei eine individuelle Zusammenstellung oder Zubuchung von Funktionen oder Modulen meist nicht möglich ist.

Der Grund liegt häufig in dem Kalkulationsmodell der Softwareanbieter: Mit ERP-Systemen zur Miete ist es schwieriger, ein rentables Massengeschäft aufzubauen, da jedes Unternehmen auch individuelle Anforderungen mitbringt. Also überfrachten einige Hersteller ihre Lösungen mit Abläufen und Funktionen, um möglichst viele Firmen anzusprechen. Doch das macht die Miete teurer als nötig. Wir ermöglichen daher Mietkunden mit unserem SaaS-Angebot auch einzelne Funktionen und Module entsprechend ihrem tatsächlichen Bedarf zu- oder abzuschalten und so den Mietpreis zu ihren Gunsten zu beeinflussen.

Zur Person

Ditmar Tybussek, Niederlassungsleiter Wiesbaden und Entwicklungsleiter cierp3 bei der Allgeier IT Solutions GmbH.
Ditmar Tybussek, Niederlassungsleiter Wiesbaden und Entwicklungsleiter cierp3 bei der Allgeier IT Solutions GmbH.
Ditmar Tybussek ist Niederlassungsleiter Wiesbaden und Entwicklungsleiter cierp3 bei der Allgeier IT Solutions GmbH. Zuvor war er Gründer und Geschäftsführer der INTRAPREND GmbH, ein Unternehmen, das Anfang 2012 von Allgeier IT-Solutions übernommen worden ist. Er ist Mitglied im Wirtschaftsrat der CDU und setzt sich u. a. für die nachhaltige Patentfreiheit von Software ein.

2001 brachte sein Unternehmen als erstes eine selbst entwickelte, nur browser- und XML-basierte ERP3-Komplettsoftware mit SOA auf den Markt, die heute cierp3 – Management with a smile! heißt und in vielen Unternehmen in diversen Sprachen und Ländern erfolgreich zum Einsatz kommt.

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