Business Scout: Multi Function Printers und Output Management Mit Hochdruck aus der Talsohle

Redakteur: Erwin Goßner

Die Wirtschaftskrise hat sich als ein guter Nährboden für kostensparende Lösungen erwiesen. Das könnte auch für Druckmanagement-Lösungen und Multifunktions-Drucker gelten. Doch noch wartet die IT-Branche auf die Investitionsbereitschaft der Unternehmen in diesem Bereich.

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Vielen Unternehmen wird erst in Krisenzeiten bewusst, wie schwer es ist, unnötige Ausgaben zu vermeiden und wie hoch die Betriebskosten tatsächlich sind. Dabei spielen auch die Aufwendungen für Druckumgebungen eine große Rolle. Nach Schätzung von Experten machen die gesamten Druckkosten, angefangen von der Anschaffung der Hard- und Software bis hin zum Verbrauchsmaterial, drei bis fünf Prozent des Umsatzes eines Unternehmens aus.

Düsteres Szenario

Fachleute haben errechnet, dass ein mittelständisches Unternehmen mit 200 Mitarbeitern bei einem Budget dieser Größenordnung innerhalb von zwölf Monaten über 1,5 Millionen Ausdrucke erzeugt. Dabei wandert jedoch ein erheblicher Teil sofort in den Papierkorb – laut Statistik 20 Prozent davon sogar ungelesen.

Multifunktionsgeräte beherrschen den Dreikampf „Drucken, Scannen und Kopieren“, weitere Features wie etwa Scan-to-Funktionen sind zunehmend gefragt. (Archiv: Vogel Business Media)

Interessante Ergebnisse liefert auch die Studie, bei der IDC im Juni dieses Jahres 511 deutsche Unternehmen zum Thema Print Management befragt hat. Dabei zeigte sich, dass mehr als 74 Prozent der Unternehmen solche Lösungen nicht nutzen und über die Hälfte der Teilnehmer Print Management überwiegend durch externe Dienstleister realisieren. Als Grund dafür gibt die Mehrzahl der Befragten an, nicht an große Kosteneinsparungen durch den Einsatz von Print Management zu glauben. Zudem fehle das Budget, die notwendigen Ressourcen und die Unterstützung der Geschäftsleitung.

Kleiner Lichtblick

Die Umfrage von IDC ergab allerdings auch, dass die Mehrzahl derer, die Output Management nutzen, zufrieden ist. Je ein Drittel gab an, man habe die Druckkosten um bis zu 15 beziehungsweise 30 Prozent senken können, zehn Prozent lagen sogar noch darüber. Die Unkenntnis über die tatsächlichen Verhältnisse zeigt jedoch, dass eine Analyse der Ist-Kosten unerlässlich ist. Die wiederum stellt gleichzeitig die Basis für Output Management dar – ein Geschäftsmodell, das Zukunft besitzt.

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