Reporter vor Ort: Neue Höhenflüge der Midrange-Speichersystemfamilie EMC VNX Mit Flash Storage und Datenabstraktion in die große weite Datenanalyse-Welt

Redakteur: Rainer Graefen

Die Welt ändert sich. Das kann auch eine Firma wie EMC nicht häufig genug erwähnen. Brauchte man früher einen Mainframe, um kleinste Rechenaufgaben zu lösen, so kann man heute mit einem als Smartphone getarnten Terminal die tollsten Korrelationen der Datenanalyse anstoßen.

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(Grafik: EMC)

Willkommen in der Welt des EMC Forum 2013, das gerade in Frankfurt stattfand. Um es vorwegzunehmen, ein Vortrag von Paul Maritz, CEO bei Pivotal, hat den Besuch des Forums auf jeden Fall lohnend gemacht.

Zwar fragt man sich als Teilnehmer solcher und ähnlicher Veranstaltungen häufiger, warum es zum guten Ton vieler Präsentationen gehört, dass man einem Fachpublikum immer wieder erzählt, dass Kosten runter, Effizienz rauf, Risiken kleiner und Umsatz größer werden muss. Und das alles bei gleichbleibendem Budget und im besten Fall einer gleichstarken IT-Mannschaft.

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Software schützt Hardware-Erbschaften

Nun gut, zur Einstimmung der Zuhörerschaft auf die nächste Innovationsgeneration ist das sicherlich eine Möglichkeit. Aufgrund der raschen Entwicklung ergibt sich für Hersteller wie auch für die Unternehmens-IT die Herausforderung, dass die IT-Erbschaften (Legacy) aus Mainframe und Client-Server große Investitionssummen verschlungen haben und nun deren Investitionsschutz zu einer eigenen Herausforderung wird. Sabine Bendiek, Geschäftsführerin EMC Deutschland, machte deutlich, dass die dritte IT-Plattform mit Millionen von Apps und Milliarden von Nutzern Anforderungen nicht ohne weiteres mit der überkommenen IT zusammenpasst.

Der Investitionsschutz in Rechner, Speicher und Netzwerk ließe sich aber sicherstellen, wenn man der Speicher-Infrastruktur mit Software Defined Storage (SDS) weitere Softwareschichten hinzufügen würde, die dann letztlich in einem Software Defined Datacenter die Automatisierung von Datendiensten ermöglichen würden.

Die Cloud Fabric ersetzt das Rechenzentrum

Im Vergleich zu früheren Veranstaltungen, die Cloud und Big Data mit der Speichertechnik verbanden, erweiterte Bendiek den Blick über den augenblicklichen EMC-Fokus Cloud und Big Data hinaus auf die mobile IT und soziale Netzwerke. Ganz klar scheinen die Implikationen aber nicht zu sein welche Wirkungen die beiden Hauptbestandteile der 3. Plattform mit Speichertechnik im Besonderen zu tun haben werden.

Verbindendes Element wird eindeutig Big Data sein, was Paul Maritz, CEO bei Pivotal, in seinem Vortrag über Cloud Fabrics futuristisch ausführte. Wie bei Big Data üblich gruppiert sich alles um das Hadoop Distributed File System, die Apache-Version von Googles File System (GFS) und den Map-Reduce-Mechanismus. Einige Software-Erweiterungen von Pivotal und GE machen daraus ein Gesamtkonstrukt von Cloud Fabrics und riesigen "Datenseen", die man "nur" noch in Datenabfragen korrelieren muss.

Datenservices und Cloud Storage

Die Pivotal-Plattform wird dann in einen Stack mit der Servervirtualisierung von Vmware und der EMC Information Infrastructure eingebunden. Nach unten, zur Hardware hin, baut EMC indessen die ViPR-Datenservices (gesprochen Viper) auf, die über den ViPR-Controller Daten auf EMC-Speichersystemen wie Vmax, VNX und Isilon wie auch auf Speichersystemen von Drittanbietern oder Commoditiy-Speichern ablegen können.

Die Datenservices ermöglichen, soweit ich das im Augenblick verstehe, dass man einerseits die Hardware wie gewohnt benutzen kann, andererseits per Software Datencontainer für z.B. Objekte definiert. Im Project Nile wird das Ganze auf die Cloud ausgedehnt. Dies soll in Kürze benutzbar sein. Je nach Datenmenge werden dann Preise von 0,5 respektive 1 Cent pro GByte und Monat abgerechnet. Eine Mindestvertragslaufzeit ist obligatorisch.

Mehr Leistung für den Mittelstand

Dass angesichts der wachsenden Datenmengen und der aufkommenden "Datenseen" mehr Leistung auf den Speichersystemen vorhanden sein muss, leuchtet schnell ein. EMC hat deshalb als erstes die Mittelstandsspeichersysteme neu definiert. Mittels Intel Sandy-Bridge-Technik und einer flash-optimierten Multicore-Software wird beim All-Flash-Array die I/O-Leistung bei der VNX 7600-Fauf 500.000 IOPS gehoben. Das System skaliert bis 400 Terabyte.

Auch die anderen VNX-Familienmitglieder von der VNX5200 bis hin zur VNX8000 leisten 4 Mal mehr als die Vorgänger. Der interessante Ansatz den EMC hier geht ist, dass die MCx Software alle VNX-Datenservices auf bis zu 32 Prozessorkerne verteilt. Dank dieser Technik soll laut Hersteller die gleiche Leistung der früheren Generation zu einem Drittel des Preises erhältlich sein.

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