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Titelstory Cisco, Interview SWS Mit der Digitalisierung ändert sich die Ansprache des Kunden

Autor: Michael Hase

Durch die digitale Transformation in Unternehmen werden für die ACP-Tochter SWS zunehmend Fachabteilungen zum Ansprechpartner, wie Christian Schreiner, Gründer und Vorstand des Systemhauses, berichtet. SWS ist ein enger Partner von Cisco.

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Das Systemhaus SWS legt seine Schwerpunkte auf IT-Infrastruktur und Security.
Das Systemhaus SWS legt seine Schwerpunkte auf IT-Infrastruktur und Security.
(Bild: SWS Computersysteme AG)

ITB: Wie revolutionär ist das neue, intuitive Netzwerk, das Cisco im Juni vorgestellt hat?

Schreiner: Damit kommt ein Stapel an Themen auf uns zu. Für Partner, die die Software-defined-Networking-(SDN-)Strategie des Herstellers seit einigen Jahren verfolgen, handelt es sich allerdings weniger um ­eine Revolution als um eine Fortentwicklung. Cisco bringt mehr sinnvolle Funktionen in die Netzwerkstruktur und legt eine hochgradige Automatisierung darüber. Hinzu kommt eine größere Transparenz der Datenströme. In puncto Security geht der Anbieter neue Wege, da punktuelle Lösungen – zum Beispiel Firewall-Regeln – immer weniger ausreichen. Diese Problematik hat Cisco auf intelligente ­Weise mit einem ganzheitlichen Ansatz gelöst, bei dem sicherheitsrelevante Informationen im gesamten Netz korreliert werden. Sachlich betrachtet, würde ich die Neuheiten als Evolution bezeichnen, die mit Riesenschritten voranschreitet.

SWS-Chef Christian Schreiner sieht Ciscos Weiterentwicklung des Netzes als „Evolution in Riesenschritten“ an.
SWS-Chef Christian Schreiner sieht Ciscos Weiterentwicklung des Netzes als „Evolution in Riesenschritten“ an.
(Bild: SWS)

ITB: Inwiefern verändert sich mit der ­Automatisierung des Netzes die Tätigkeit eines Systemhauses?

Schreiner: Traditionell haben wir ein Netzwerk ­manuell Gerät für Gerät, Port für Port konfiguriert. Wenn die Inbetriebnahme von Geräten automatisch abläuft, weil darüber eine Controller-Struktur liegt, die ­einen neuen Switch eigenständig erkennt und ihm ein hinterlegtes Konfigurationsprofil zuweist, dann fällt die Dienstleistung, die wir früher erbracht haben, weg. Dafür müssen wir jetzt das Regelwerk ­definieren und die Controller-Struktur für den Kunden so einrichten, dass der Automatismus richtig funktioniert.

ITB: Mit dem intuitiven Netz werden sich Partner laut Cisco stärker vom Konfigurieren aufs Entwickeln verlegen. Besteht darin eine Option für SWS?

Schreiner: Das tun wir heute schon auf Basis des SDN-Ansatzes, etwa beim Internet of Things (IoT). So bietet uns ein Cisco-Netzwerk in der Produktion die Möglichkeit, auf den Komponenten von uns entwickelte Software laufen zu lassen, die bestimmte Aufgaben ausführt. Dank der offenen Schnittstellen können wir unseren Kunden so echte Mehrwerte liefern.

ITB: Wandelt sich mit den neuen Tätigkeiten auch die Rolle als Dienstleister?

Schreiner: Im Wesentlichen ändert sich unsere ­Rolle als Mittler zwischen Kunde und Hersteller nicht. Allerdings stoßen wir bei unseren Kunden vermehrt in Geschäftsbereiche jenseits der IT vor. So reden wir etwa mit Verantwortlichen aus Produktion, Marketing oder Vertrieb, die mit Problemen aus ihren Abteilungen auf uns zukommen und nach technischen Lösungen fragen. Oft geht der initiale Anstoß zu einem Projekt heute sogar von einem Fachbereich aus. Dadurch verändert sich die Art und Weise, wie wir mit Kunden reden, weil es nicht nur um IT, sondern auch um Geschäftsprozesse geht.

ITB: SWS gehört der Innovation Alliance an, mit der Cisco die Digitalisierung im Mittelstand vorantreibt. Wie funktioniert die Kooperation im Channel?

Schreiner: Die funktioniert sehr gut! Die Anforderungen im Mittelstand sind breit gefächert. Wir verfügen heute über etwa 15 branchenspezifische Lösungen. Durch die Allianz kommen weitere 100 hinzu, die andere Partner entwickelt haben. So kann SWS eine deutlich breitere Klientel adressieren. Die darunterliegende Infrastruktur bauen wir mit modernster Technologie. Das bleibt unser Kerngeschäft.

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 Michael Hase

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Chefreporter