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2018 ist Zieltermin für die All-IP-Umstellung

Mit „be.IP“ von ISDN zu All-IP wechseln

| Autor / Redakteur: Dr. Stefan Riedl / Dr. Stefan Riedl

Mit be.IP können Systemhäuser All-IP-Szenarien umsetzen.
Mit be.IP können Systemhäuser All-IP-Szenarien umsetzen. (Bild: Bintec Elmeg)

Bintec Elmeg hat einen großen Digitalisierungsbox-Deal an Land gezogen. Parallel findet bald ISDN-Migrationsgeschäft mit „be.IP“-Produkten abseits von Telekom-Verträgen statt.

ITB: ISDN ist eine deutsche Erfolgsgeschichte, die aber bald schon ihr Ende finden wird. Wie ist hier der Stand der Dinge?

Bernd Büttner, Director Strategic Marketing
Bernd Büttner, Director Strategic Marketing (Bild: Bintec Elmeg)

Büttner: ISDN wird abgeschaltet; die Telekom macht ernst. 2018 ist Zieltermin. Der Umstieg von ISDN auf IP erfolgt schneller als von der Bundesnetzagentur prognostiziert. Vergleicht man die Jahresberichte der Bundesnetzagentur der letzten Jahre, hinsichtlich der technologischen Veränderung von Sprachzugängen in Deutschland auf Basis Analog und ISDN beziehungsweise IP, so zeigt sich eine zunehmend raschere Veränderung hin zu IP-basierten Sprachzugängen.

ITB: Welche Rolle spielt das ISDN-Ende für Bintec Elmeg?

Büttner: Vor rund fünf Jahren stieg Bintec Elmeg in den Markt für Lösungen für hybride Sprach- Datensysteme für ISDN / Analog-IP ein. In Zusammenarbeit mit der Telekom haben wir für Anwendungsszena­rien in Unternehmen mit zehn bis 25 Mitarbeitern die Digitalisierungsbox entwickelt, die seit April dieses Jahres von der Telekom vermarktet wird.

ITB: Welche Szenarien deckt die Digitalisierungsbox ab und welche Geschäftsmöglichkeiten haben Fachhändler mit dieser All-IP-Box?

Büttner: Die Digitalisierungsbox kann als Telekom-Produkt in Kombination mit dem entsprechendem Vertragswerk samt dem Telekom-Anschluss über deren Distributionspartner bezogen werden. Für Geschäftspartner bis 15 Benutzer ist die ­Digitalisierungsbox das Standardprodukt. Die Telekom ist die treibende Kraft hinter der Umstellung. ISDN wird aufgekündigt, und seitens des Kunden braucht es in Folge eine Reaktion. Bleibt der Kunde bei der Telekom, kann die Lösung ­Digitalisierungsbox heißen. Im anderen Fall wendet er sich für kundenspezifische Lösungen an den Fachhandel. Für diese Situationen bieten wir mit unseren be.IP-Produkten einen individuelleren Lösungsweg an.

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ITB: Welchen Zusammenhang gibt es zwischen der Digitalisierungsbox und den be.IP-Produkten, und welche spezifischen Anwendungsbereiche deckt die be.IP-Serie ab, wenn Sie von einem individuelleren Lösungsweg sprechen?

Büttner: Eine Variante der Digitalisierungsbox, die speziell für den Fachhandel zugeschnitten ist, bietet Bintec Elmeg unter den ­Namen „be.IP“ und „be.IP plus“ an. Die be.IP-System-Familie legt in ihren beiden Ausprägungen – „be.IP“ und speziell „be.IP plus“ – Wert auf die Schaffung individueller Migrations- und Integrations­lösungen. Fachhändlern stehen mit den beiden Varianten erweiterte Systemzugriffe und Diagnosemöglichkeiten zur Verfügung, um auch in speziellen und ­anspruchsvollen Umgebungen die optimale Lösung zu schaffen. Migration ­bedeutet in diesem Zusammenhang die Übernahme der bestehenden ISDN-TK-Infrastruktur samt dazugehöriger Endgeräte. Integration geht von einer Ersetzung der ISDN-basierten Komponenten durch eine „be.IP plus“ aus und bildet somit das Kernelement der Sprach-Datenkommunikation des Unternehmens.

ITB: Es geht also um die Einrichtung von Firmennetzwerken auf der grünen Wiese oder in Brown-Field-Szenarien mit der Integration bestehender Anlagen. Was ist denn konkret alles machbar?

Büttner: Mit „be.IP“ adressieren wir Szenarien zur Migration von bestehenden ISDN-TK-Anlagen in die IP-Welt. Das System ist als Media Gateway herstellerunabhängig und wird vor die Installation bestehender ISDN-TK-Anlagen gesetzt. „be.IP plus“ hingegen ist ebenfalls für eine Migration geeignet, ermöglicht aber auch die Integration eines neuen IP-basierenden ­Gesamtsystems. Unser Portfolio reicht in diesem Zusammenhang von schnur­gebundenen Telefonen über IP-basierende, schnurlose DECT-Systeme bis zu WLAN Access Points für In- und Outdoor. Mit einer VPN-Client-Software, die wir in Kooperation mit NCP anbieten, ­ermöglichen wir zudem die sichere Anbindung von Außendienst- und Home-Office-Mitarbeitern.

ITB: Wann ist die Markteinführung, und über welche Distris werden die be.IP-Produkte beziehbar sein?

Büttner: Wir arbeiten mit den Distributoren ­Ingram Micro, Tech Data, Also, Allnet, Michael Telecom, Herweck, Komsa und Exclusive Networks zusammen. Die Komplettsysteme für IP-basierende Netzwerke – „be.IP“ und „be.IP plus – werden ab Ende Juli über die Distribution für den Fachhandel verfügbar sein. Die Händler erhalten über diese beiden Produkte sehr viele Freiheitsgrade zur eigenen Wertschöpfung.

ITB: Wie unterstützen Sie Fachhändler in ihrem Tagesgeschäft?

Büttner: Mit einer Reihe bereits durchgeführter Webinare zu den Themen All-IP und ISDN-Migration haben wir den Fachhändlern einführende Informationen und Knowhow geboten. Wir setzen dies kontinuierlich fort und ergänzen dabei weiter um spezielle Themenbereiche rund um Konfiguration, Migration und Integration. Ergänzend bieten wir Consulting-Leistungen, technischen Support und eine Reihe von Trainings an, die Fachhändler bei der Vor­bereitung und der Durchführung ihrer Projekte unterstützen.

ITB: Gibt es auch Projektschutz bei Bintec Elmeg?

Büttner: Im Rahmen unseres Symbiose Partnerprogramms erhalten Certified und Solutions Partner bessere Konditionen. Für Projekte gewähren wir je nach Stückzahl und Produkt entsprechende Projekt­preise. Der Erstmelder erhält für die Projekt-Nennung mit vollständigen Projektdaten einen gewissen Projektschutz. Wenn es vom Partner gewünscht wird, begleiten und unterstützen wir ihn auch gerne direkt beim Endkunden.

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