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Desktop als Cloud-Service Mit Azure zum virtuellen Desktop

Autor / Redakteur: Bernhard Lück / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Mit Windows Virtual Desktop (WVD) sollen sich virtuelle Desktop-Umgebungen und -Anwendungen auf Microsoft Azure innerhalb weniger Minuten für beliebige Geräte einrichten und bereitstellen lassen – und das mit von Haus aus integrierten Sicherheits- und Compliance-Funktionen.

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Mit Windows Virtual Desktop kann eine virtuelle Desktopumgebung über die Cloud auf allen erdenklichen Endgeräten genutzt werden.
Mit Windows Virtual Desktop kann eine virtuelle Desktopumgebung über die Cloud auf allen erdenklichen Endgeräten genutzt werden.
(Bild: Microsoft)

Windows Virtual Desktop soll den virtuellen Einsatz von Windows 10 skalierbar für viele Desktop-Anwender parallel möglich (Multi Session) machen. Der Cloud-Service ist für Microsoft 365 verfügbar (Microsoft-365-Lizenzen E3, E5, A3, A5, F1, Business), für Office 365 ProPlus optimiert, unterstützt RDS-Umgebungen (Remote Desktop Services) mit einer einfachen Benutzeroberfläche und bietet ohne zusätzliche Kosten erweiterte Sicherheitsupdates für Windows 7. Wenn der Support für Windows 7 endet, wird es laut Microsoft es ohne WVD keine kostenlosen Sicherheitsupdates mehr geben.

In Verbindung mit Microsoft 365 und Geräten der Surface-Familie (z.B. Surface Go), so Microsoft, könnten mithilfe von Windows Virtual Desktop moderne, sichere und mobile Arbeitsplätze realisiert werden. Die Möglichkeit der engen Verzahnung mit Dynamics 365 bietet darüber hinaus eine vereinfachte Abwicklung von Geschäftsprozessen, zum Beispiel im mobilen Außendienst.

Wann immer Arbeitsplätze mit besonders hohen technischen Anforderungen benötigt würden und standardisierte oder besondere Betriebsumgebungen geschaffen werden müssten, soll virtuelle Desktops aufgrund ihrer einfachen Skalierbarkeit und Verwaltung die erste Wahl sein. In zahlreichen Unternehmen gibt es heterogene Arbeitsplatzanforderungen – von einfachen Desktop-Umgebungen über leistungshungrige Entwickler- oder CAD-Arbeitsplätze bis hin zu ultramobilen Umgebungen. Hinzu kommen Einsatzszenarien in regulierten Organisationen mit hohen Sicherheitsanforderungen oder für die zeitlich begrenzte Nutzung mit spezifischen Benutzerrollen. Virtuelle Arbeitsplatzumgebungen könnten in all diesen Szenarien den Aufwand für die IT-Administration reduzieren.

Zudem könnten Nutzerinnen und Nutzer mit Endgeräten wie Notebooks, Tablets oder Smartphones arbeiten, die in der Regel über eine geringere Rechenleistung verfügen als stationäre Geräte. Die Rechenleistung für diese so genannten Thin- oder Zero Clients soll über virtuelle Desktops in zentralen Rechenzentren bereitgestellt werden.

Microsoft erläutert in einem Whitepaper, wie Windows Virtual Desktop die Komplexität bei der Bereitstellung virtueller Desktops reduziert und welche Bereitstellungsvarianten es für eine bestmögliche Individualisierung gibt – ob Single Session (Virtual Desktop Infrastructure, VDI) oder Multi Session (Remote Desktop Services, RDS). Das Whitepaper informiert zudem über Angebote von Microsoft-Partnern.

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