Daten auf Bäumen Mindjet sucht Channelpartner im Informationsmanagement

Redakteur: Dr. Stefan Riedl

Die Fangemeinde von Mindmaps weiß, wie übersichtlich diese Darstellungsform Gesamtzusammenhänge wiederspiegelt, Daten in einen Kontext stellt und so Informationen daraus macht. Mindjet, der Hersteller der Software »Mind Manager«, sucht Reseller, die sich mit diesem Thema beschäftigen und weitere Kunden gewinnen wollen.

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Uwe Richter ist seit November 2007 Vice President EMEA bei Mindjet.
Uwe Richter ist seit November 2007 Vice President EMEA bei Mindjet.
( Archiv: Vogel Business Media )

Oberflächlich betrachtet ist ein Mindmap – ob elektronisch oder handschriftlich erstellt – eine Reihe von Begriffen und Bildern, die mit Linien in Beziehung zueinander gebracht werden. Allerdings birgt diese spezielle Darstellungsform von Sachverhalten so viele Vorteile, dass eher von einer Fan-, als von einer Nutzergemeinde gesprochen wird. Ausgehend von einem Wurzelobjekt (dem eigentlichen Thema) werden dabei in einer Baumstruktur weitere Aspekte des Themas abgezweigt. Die Hauptzweige haben weitere Äste et cetera. So lässt sich anhand der Nähe zum Wurzelobjekt eines Aspekts gleich dessen Wichtigkeit visuell erfassen. Diese Darstellungsform kommt der bildgeprägten Arbeitsweise des menschlichen Gehirns näher als andere Darstellungsformen ohne hierarchische Kontext-Ebenen.

In Verbindung mit einem PC können bei dieser Darstellungsform weitere Elemente eingebunden werden, beispielsweise einem Aspekt zugehörige, weiterführende Dokumente oder Termine. Oft wird dann von »Business-Maps« gesprochen. Die Wachstumsraten mit Mindmapping-Software spiegeln die Nutzeraffinität der Fangemeinde wieder.

Auch der Software-Hersteller Mindjet, der hierzulande in Alzenau angesiedelt ist, profitiert stark von der Begeisterung der Nutzer und deren Mundpropaganda. Wie Uwe Richter, der nach 17 Jahren bei Cognos als Vice President EMEA zu Mindjet wechselte, berichtet, ist das Unternehmen seit 2003 umsatzmäßig jährlich um 35 Prozent gewachsen. Ein typischer Vertriebsprozess sei, dass ein Mitarbeiter begeistert die Software seinen Kollegen demonstriert und daraus größere Aufträge resultieren. Beispielsweise – wie geschehen – ein Großauftrag bei Siemens mit über 11.000 Lizenzen.

Partnergeschäft mit dem Mind Manager

Die Software Mind Manager vertreibt Mindjet indirekt. Die Lizenz für eine Lite-Version kostet 79 Euro, die der Pro-Version kostet 299 Euro. Da die Go-to-Market-Strategie des Herstellers generell kein Direktgeschäft vorsehe, bleibt auch das Folgegeschäft beim Channel. Bezugsquellen und Informationen zu Volumenlizenzen finden Reseller auf der angegebenen Website.

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