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Surface Studio und Windows 10 Creators Update von Microsoft Microsoft wird schöpferisch

| Autor: Klaus Länger

Mit dem Creators Update von Windows 10 und dem All-in-One-PC Surface Studio will Microsoft vor allem Menschen ansprechen, die am Rechner schöpferisch tätig sein wollen. Eine wichtige Rolle spielt dabei neben Touch und Stift auch 3D.

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Mit dem Surface Studio bringt Microsoft den ersten All-in-One-Rechner der Surface-Baureihe. Das Premium-Gerät mit ultrahochauflösendem 28-Zoll-Display und Stiftbedienung soll sich an Creative aller Art richten.
Mit dem Surface Studio bringt Microsoft den ersten All-in-One-Rechner der Surface-Baureihe. Das Premium-Gerät mit ultrahochauflösendem 28-Zoll-Display und Stiftbedienung soll sich an Creative aller Art richten.
(Bild: Microsoft)

Bereits für die Surface-Pro-Tablets hat Microsoft als großen Vorteil gegenüber anderen Geräten mit iOS oder Android hervorgehoben, dass man mit 2-in-1-Tablets unter Windows produktiver und kreativer nutzen kann. Offenbar überzeugt das Argument die Kunden, denn die 2-in-1-Gattung mit Windows 10 wächst, während andere Tablets stagnieren.

Mit dem für das Frühjahr geplanten Creators-Update von Windows 10 und dem ersten All-in-one-PC der Surface-Baureihe führt Microsoft diesen Weg konsequent fort. Die Botschaft ist, dass man mit Windows 10 auf verschiedensten Geräten selbst kreativ werden kann, anstatt nur Inhalte anderer zu konsumieren.

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Surface Studio

Mit dem Surface Studio bringt Microsoft einen All-in-One-PC auf den Markt, der wohl primär der ganzen Gattung dieser Rechner Auftrieb geben soll. Denn mit einem Preis von knapp 3.000 US-Dollar ist der Surface Studio sicher nicht für den Massenmarkt bestimmt.

Allerdings bekommt man für das Geld einen innovativen, leistungsstarken und eleganten Rechner mit hochklassiger Ausstattung.

Das herausragende Merkmal des Surface Studio ist sicher sein Display. Das Panel mit 3:2-Seitenformat stellt 4.500 x 3.000 Pixel bei 28-Zoll-Diagonale dar, was 192 dpi entspricht. Es stellt Farben im DCI-P3-Farbraum und soll damit eine besonders wirklichkeitsnahe Farbdarstellung liefern. Allerdings lässt es sich auch über das Windows-10-Infocenter in den übliche sRGB-Farbraum umschalten, um so die Darstellung auf herkömmlichen Panels nachzuvollziehen.

Das nur 12,5 mm dicke Display erkennt nicht nur Touch, sondern arbeitet auch noch mit dem aktiven Surface Pen und einem neuen Eingabegerät, dem Surface Dial zusammen. Das Display ist an Armen mit Federscharnieren befestigt und lässt sich so mit minimalem Kraftaufwand absenken und nach hinten neigen. Mit einem Winkel von 20 Grad kann das Panel dann sehr gut mit dem Stift genutzt werden. Der Surface Dial ist ein Drehregler, der auch auf das Display aufgesetzt werden kann und dort kontextbezogene, kreisförmige Menüs aufruft. Bei anderen Surface Geräten wie dem Pro 4 oder dem Book ist der Dial nur ein externer Drehregler für Funktionen wie Zoom oder Scrollen.

Im kompakten Fuß des Surface Studio sitzt der eigentliche Rechner mit Vierkern-Core-CPUs der Intel Skylake-Familie – Kaby Lake gibt es noch nicht als Quadcore – denen Nvidia-GPUs bis hinauf zur GeForce GTX 980M zur Seite stehen. Dazu kommen bis zu 32 GB Arbeitsspeicher und Hybrid-Festplatten mit einem oder zwei TB Speicherplatz. Zudem sitzen noch das 270-Watt-Netzteil, 2+1-Lautsprecher und Schnittstellen in dem Fuß mit Alugehäuse. Über USB-3.1 oder Thunderbolt-3-Schnittstellen verfügt der All-in-One nicht.

Wann der Surface Studio nach Deutschland kommen soll, hat Microsoft nicht bekannt gegeben.

Surface Book mit mehr Leistung

Bei Surface Book rundet Microsoft die Modellpalette mit leistungsstärkeren Modellen nach oben ab. Zum Einsatz kommen Core-i7-Prozessoren der sechsten Generation sowie eine Nvidia Geforce 965M als GPU. Microsoft verspricht für die neuen Modelle eine Verdoppelung der Grafikperformance. In der kleinsten Version verfügt das neue Surface Book über acht GB RAM und eine SSD mit 256 GB. Dazu kommen zwei Modelle mit jeweils 16 GB RAM und SSDs mit 512 GB beziehungsweise einem TB Speicherplatz.

Die Preise in den USA starten bei knapp 2.400 US-Dollar, deutsche Preise gibt es noch nicht. Die drei neuen Varianten des Surface Book sind für Anfang 2017 auf dem deutschen Markt angekündigt.

Windows 10 Creators Update

Das derzeit unter dem Codenamen Redstone 2 entwickelte nächste große Update von Windows 10 trägt den Namen „Creators Update”. Es soll im Frühjahr 2017 gratis ausgeliefert werden und enthält neue Elemente vor allem für die Schaffung, Darstellung und das Teilen von 3D-Objekten.

Zentral dafür ist die die neue Paint-3D-App, die auch für die Stiftbedienung ausgelegt ist. Gleichzeitig wird 3D in weiteren Applikationen wie PowerPoint oder Microsoft Edge verfügbar. Für die Darstellung von 3D-Elementen in Windows 10 Hardware sollen auch günstige VR-Brillen im 300-Euro-Bereich von HP, Lenovo, Dell, Acer und Asus sorgen. Für Gamer bringt das Creators Update Gamer die Integration der Streaming-Plattform „Beam“ für das leichte Streaming von Spielen sowie individuelle Online-Multiplayer-Turniere über die Arena-Funktion von XBox Live. Mit „Windows MyPeople“ solle die Kommunikation mit für den Anwender wichtigen Menschen erleichtert werden.

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 Klaus Länger

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