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Gerüchte und Spekulationen um Office 2013

Microsoft warnt vor verfrühter Hysterie

| Redakteur: Erwin Goßner

MS Office 2013 in der Kritik – Hersteller Microsoft ist um verbindliche Klärung bemüht.
MS Office 2013 in der Kritik – Hersteller Microsoft ist um verbindliche Klärung bemüht. (Bild: Microsoft)

Die jüngsten Meldungen um Microsoft-Produkte der Office-2013-Serie sorgen für große Verunsicherung bei Fachhandel und Endkunden. Eine Anfrage beim amerikanischen Hersteller bringt (noch) kein Licht in das Dunkel.

Seit gestern geistert in vielen Medien das Gerücht, dass Software-Produkte aus Office 2013 von Microsoft mit ihrer Installation fest an die Hardware gebunden und Lizenzen selbst bei einem Defekt nicht mehr übertragbar seien. Dies würde einerseits Endkunden bei einem Verkauf oder Defekt in eine prekäre Lage bringen, aber auch der Fachhandel sei in bestimmten Fällen rechtlich in der Pflicht – nämlich innerhalb des Verjährungszeitraums von zwei Jahren nach dem Kauf (§ 438 BGB). Denn der Anspruch des Kunden auf mangelfreie Ware ergibt sich aus dem geschlossen Kaufvertrag.

Andere Quellen wiederum sehen durch die Richtlinien im End User Licence Agreement (EULA) für Office 2013 zumindest für Deutschland kein Problem. Sie begründen dies beispielweise mit Unterschieden zwischen dem amerikanischem und dem deutschem Handelsrecht, wonach deutsche Kunden Software-Lizenzen unter Einhaltung bestimmter, auch schon früher geltenden Voraussetzungen sehr wohl auf einen anderen PC übertragen könnten.

Auf Anfrage von IT-BUSINESS teilte Frank Mihm-Gebauer, Communications Manager Anwendungs- und Infrastruktur-Software bei Microsoft Deutschland, mit, dass Microsoft inzwischen Juristen mit der Klärung der Sachlage beauftragt hat. Dies sei notwendig, um eine rechtlich fundierte Stellungnahme zu verfassen und damit jeglicher Spekulation entgegenzutreten. Solange dieses Expertise nicht vorliege, werde keine weitere Stellungnahme zur Sachlage erfolgen.

IT-BUSINESS wird das Thema weiter verfolgen. Je nachdem wie das Ergebnis ausfällt, könnte auch die Frage spannend sein, in welchem Zusammenhang das Cloud-Modell von Office 2013 mit der Lizenzierungs-Problematik steht.

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