Aktuelles Release für die Apple-Plattform gelauncht Microsoft startet Vertrieb von Office 2008 für den Mac

Redakteur: Harry Jacob

Ab sofort können auch Mac-Nutzer die neue Office-Suite von Microsoft nutzen. Sie verbindet Features der PC-Variante Office 2007 mit speziellen Funktionen der Apple-Plattform. Gleichzeitig wurden die Webseiten von Microsofts Mac-Unit überarbeitet und um Informationen für Anwender wie Händler ergänzt.

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Microsoft Office 2008 für Mac gibt es in drei Versionen: Neben der Standard-Suite die »Home and Student Edition« und die »Special Media Edition«.
Microsoft Office 2008 für Mac gibt es in drei Versionen: Neben der Standard-Suite die »Home and Student Edition« und die »Special Media Edition«.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die deutsche Version von Microsoft Office 2008 für Mac ist ab sofort im Handel erhältlich. Das Softwarepaket kommt in drei unterschiedlichen Varianten. Die Standardversion für 549 Euro UVP (als Update 299 Euro) enthält Word, Powerpoint, Excel und Entourage, unterstützt den Microsoft Exchange Server und bringt Tools mit, die Apples Scripting-Engine Automator unterstützen. Eine Datenbankanwendung wie Access bietet Microsoft auf der Apple-Plattform nicht an.

Die Home and Students Version ist lediglich um die Exchange-Unterstützung erleichtert und kostet nur 139 Euro. Erweitert um die Medien-Verwaltung Microsoft Expression Media gibt es das Paket schließlich noch als Special Media Edition zu einem Preis von 649 Euro.

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Ein spezielles Angebot gibt es für Kunden, die seit dem 25. September 2007 noch die Vorgängerversion Microsoft Office 2004 erworben haben: Gegen eine Bearbeitungsgebühr von 23,80 Euro erhalten sie das Update auf Office 2008. Abgewickelt wird der Umtausch über die »Mactopia«-Website von Microsoft und die dort promotete »Technologie-Garantie«. Allerdings ist das Angebot begrenzt auf Käufe, die bis zum 31. März 2008 abgerechnet werden.

Gleichstand mit der Windows-Welt

Die Technologie hinter der Office-2008-Suite kommt größtenteils vom PC-Pendant Office 2007. Das betrifft unter anderem das Open-XML-Format, in dem Dateien nun gespeichert werden, sowie die Grafik-Engine, die dafür sorgt, dass Dokumente auf beiden Plattformen gleich aussehen. Das neue Dokumentenformat soll kompakter und sicherer sein, ist aber natürlich nicht rückwärtskompatibel, so dass die Nutzer älterer Versionen kostenlose Viewer und Konverter nachrüsten müssen. Zwischen Office 2007 (Windows) und Office 2008 (Mac) klappt der Datenaustausch aber problemlos.

Eine kleine Einschränkung gibt es allerdings, die vor allem professionelle Excel-Nutzer betrifft: Die Mac-Version 2008 der Microsoft-Office-Suite unterstützt kein Visual Basic mehr, so dass VBA-Makros nicht genutzt werden können. Das war in der Vorgängerversion noch anders.

Bei der Benutzeroberfläche wurde nicht das Ribbon-Konzept von Office 2007 übernommen, sondern an den Aufklappmenüs festgehalten. Allerdings sind auch hier die angezeigten Funktionen Kontext-abhängig. Statt Formatierungsleisten gibt es nun die »Elements Gallery« in allen Anwendungen, um die Einträge zu gestalten.

Einfach soll es sein

Die neue Office-Suite ist darum bemüht, den Anwendern die Erstellung der Dokumente zu erleichtern. So gibt es »Dokumentenelemente« in Word, mit denen sich Deckplätter, Inhaltsverzeichnis, Quellenangaben und andere Elemente wie Bausteine in ein Dokument einfügen lassen. In Excel hilft der »Formelgenerator« dabei, auch komplizierte Formeln mühelos zusammenzustellen oder automatisch zu komplettieren. Die Gestaltung von Powerpoints erleichtert die Objektpalette, die Zugriff auf Formen, Symbole, Grafiken und Fotos erlaubt. Dabei greift das Tool auch auf Inhalte der Iphoto-Anwendung zu, die auf jedem Mac vorinstallierte Foto-Verwaltung. Umgekehrt kann Powerpoint Präsentationen als PNG- oder JPG-Dokument an Iphoto zurückliefern und über diesen Weg sogar auf den Ipod übertragen, so dass die Präsentation mobil wird.

Die Anforderungen an das System sind teilweise erheblich: 1,5 GByte freier Platz auf der Festplatte, mindestens MacOS 10.4.9, 512 MByte RAM sowie ein Intel- oder Power-PC-Prozessor mit wenigstens 500 MHz bilden die technische Untergrenze, wobei das RAM sicherlich deutlich mehr sein darf, um flüssig zu arbeiten. Mit der aktuellen Version bietet Microsoft erstmals Office als Universal Binary an, das mit originärem Code für Intel- wie PowerPC-Macs mitbringt. Office 2004 war noch eine reine PowerPC-Anwendung. Den Umstieg auf die Intel-Plattform hatte Apple bereits vor zwei Jahren vollzogen.

Bereits für den 11. März ist das erste Update angekündigt. Es soll kleinere Programmierfehler ausmerzen und die Stabilität erhöhen. Der für März angekündigte »Open XML File Converter« wird dafür erst im Juni 2008 fertig.

Breite Online-Unterstützung

Mit dem Verkaufsstart in Deutschland wurde auch die Website Mactopia von Microsoft überarbeitet. Sie bietet nun beispielsweise englische Online-Trainings, Infos für Reseller, Tipps und einen Administrator-Leitfaden für IT-Professionals und umfangreiche Hilfestellungen auch für alle anderen Office-Nutzer.

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