TechEd 2010: Microsoft präsentiert auf der TechEd seine Cloud-Pläne Microsoft setzt vollständig auf die Cloud

Autor / Redakteur: Johann Baumeister / Dipl.-Ing. (FH) Andreas Donner

Auf der diesjährigen TechEd, die zum zweiten Mal in Berlin stattfand, präsentierte Microsoft seine Pläne in Sachen Cloud-Computing und so manche Produktneuheit. IP-Insider, ein Schwesternportal der IT-BUSINESS, war für Sie vor Ort.

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Durch Opalis bildet der Administrator Arbeitsabläufe und sorgt so für deren kontrollierte Ausführung.
Durch Opalis bildet der Administrator Arbeitsabläufe und sorgt so für deren kontrollierte Ausführung.
( Archiv: Vogel Business Media )

Die TechEd wendet sich als zentrale Benutzerkonferenz von Microsoft in Europa an Entwickler und Administratoren gleichermaßen. Mit circa 6.000 Teilnehmern war sie ausverkauft. Das zentrale Thema der TechEd 2010 war – und das ist kaum verwunderlich – Cloud Computing. Große Neuerungen bezüglich Windows Server 2008, Windows 7 oder System Center waren nicht zu erwarten, denn all diese Produkte wurden erst vor wenigen Jahren erneuert.

Als Sprecher der Keynote fungierte Brad Anderson, Corporate Vice President, Management and Services Division. Nach den Worten von Brad Anderson richtet sich Microsoft ganz auf Cloud Computing aus. Wer vor gut einer Dekade die Entwicklung des Internet und Microsofts Rolle dabei in Erinnerung hat, glaubt an ein Déjà-vu. Seinerzeit wurde das Unternehmen innerhalb von wenigen Jahren ganz auf das Internet ausgerichtet. Nun ist es eben Cloud-Computing.

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Als Schlüssel dazu dient die Virtualisierung der IT wie etwa bei der Server- oder Desktopvirtualisierung. In keinem dieser Bereiche ist Microsoft heute führend, das Unternehmen ist aber am breitesten aufgestellt und hat in allen Facetten der Virtualisierung und auch der angrenzen Verwaltung entsprechende Produkte im Angebot.

Das Microsoft Portfolio wurde in den vergangen Jahren konsequent in Richtung Virtualisierung ausgebaut. Dies betrifft die Servervirtualisierung mit dem Hyper-V, die Desktopvirtualisierung durch MED-V und VDI, die Virtualisierung der Applikationen mittels APP-V und die Remote Desktop Services.

Prozessautomatisierung durch Opalis

Ein weiterer Aspekt betrifft die Verwaltung dieser virtuellen Strukturen. Hierbei sieht sich Redmond mit System Center gut positioniert. Mit der Verwaltungssuite adressiert Microsoft heute neben der reinen Windows-Plattform auch die VMware Infrastructure, Linux-Systeme und unterschiedliche Hardwareplattformen.

„Die Bausteine von System Center decken einen Großteil des Lebenszyklus von Server und Desktops ab und „unterstützen den Administrator durch die integrierten Funktionen und Automatismen“, so Brad Andersen. Dennoch muss der IT-Verwalter oftmals noch von Hand eingreifen. Dies verzögert die Prozesse und kann zu Fehlern führen.

In Zukunft will Microsoft diese Prozesse daher weiter automatisieren und die Bausteine weiter integrieren. Unter diesem Licht ist auch die Übernahme des Unternehmen Opalis zu verstehen. Opalis konnte in der Vergangenheit viele Erfahrungen im Betrieb von Rechenzentren und deren Prozesse sammeln. Das Unternehmen hat diese Erfahrungen im Management von Rechenzentren in vordefinierte Prozesse gegossen. Dies sind beispielsweise Prozesse für die tägliche IT-Betreuung, für die Verwaltung von virtuellen Infrastrukturen oder dem Ticket Management.

Durch die Integration mit den führenden Management-Werkzeugen wie etwa von HP, IBM und auch System Center werden diese Prozesse automatisiert. Derzeit arbeitet man in Redmond an einer weiteren Integration der Verwaltungsmöglichkeiten von Opalis mit System Center. Microsoft will System Center aber auch weiter öffnen und auch Cloud-Strukturen damit verwalten. Da die Verwaltung meist ohnehin aus der Ferne erfolgt spielt es dann keine Rolle, wo der Server steht oder der Administrator sitzt.

Hyper-V R2

Neues gibt es auch beim Hyper-V R2. Der mit dem Windows Server 2008 R2 vorgestellt wurde. Durch „Dynamic Memory“ will Microsoft in Sachen Speicherverwaltung zu VMware aufschließen und rückt damit von der festen Zuweisung des Speichers an virtuelle Maschinen ab. Die bis dato feste Reservierung des Arbeitsspeichers für die virtuellen Gäste weicht in Zukunft einer Bereichsangabe mit einer Unter- und Obergrenze.

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