Übernahme der Devices- und Services-Sparte von Nokia Microsoft-Nokia-Deal ist in trockenen Tüchern

Redakteur: Heidi Schuster

Microsoft hat heute den Abschluss der Übernahme der Devices und Services Sparte von Nokia bekanntgegeben. Die Übernahme wurde von den Nokia Aktionären sowie staatlicher Aufsichtsbehörden genehmigt.

Firmen zum Thema

Microsoft verleibt sich Nokias Devices- und Services-Sparte ein.
Microsoft verleibt sich Nokias Devices- und Services-Sparte ein.
(© Maksim Kostenko - Fotolia.com)

Nokia und Microsoft verbindet bereits seit 2011 eine enge Partnerschaft. Im September 2013 hat der Redmoner Software-Riese angekündigt, Teile des Handy-Herstellers für insgesamt 5,44 Milliarden Euro zu kaufen. Nun ist der Deal perfekt: Die Übernahme wurde von den Nokia-Aktionären sowie staatlicher Aufsichtsbehörden genehmigt und Microsoft heißt Nokia in einer Mitteilung willkommen.

„Heute begrüßen wir die Nokia-Devices- und -Services-Sparte. Die Fähigkeiten, die Nokia einbringt, wird unsere Transformation beschleunigen“, so Satya Nadella, CEO von Microsoft. „Gemeinsam mit unseren Partnern liegt unser Fokus weiterhin auf einer noch schnelleren Bereitstellung von Innovationen in einer ‚mobile-first, cloud-first‘ Welt“.

Der frühere Präsident und CEO von Nokia, Stephen Elop, wird Executive Vice President der Microsoft Devices Group. Er verantwortet damit das Gerätegeschäft und die folgenden Produkte:

  • Lumia Smartphones und Tablets
  • Nokia-Mobiltelefone
  • Xbox
  • Surface
  • Perceptive Pixel (PPI) Devices und Zubehör

Microsoft übernimmt auch die branchenerfahrenen Mitarbeiter von Nokia an mehr als 130 Standorten in über 50 Ländern weltweit. Zu diesen gehören mehrere Produktionsstätten, die ein breites Portfolio an Devices, Mobiltelefonen sowie Services designen, entwickeln, herstellen und vertreiben. Als Teil des Abschlusses wird Microsoft alle bestehenden Nokia-Kundengarantien für existierende Geräte übernehmen.

Wie bereits bekannt gegeben, wird Microsoft die Fertigungsanlagen im südkoreanischen Masan nicht übernehmen. Die Fabrik in Chennai, Indien, wird ebenfalls bei Nokia verbleiben. Microsoft wird rund 25.000 neue Mitarbeiter willkommen heißen.

Zwei Giganten und ihre Probleme

Mit der Übernahme schließen sich zwei Giganten zusammen und hoffen so, ihre Probleme lösen zu können. Denn Nokia, der einstige Handy-Pionier, hat bereits seit einiger Zeit mit den Wettbewerbern zu kämpfen, allen voran mit iPhone-Hersteller Apple.

Microsoft orientiert sich derzeit ebenfalls bei seinem Kerngeschäft neu. Das Betriebssystem Windows und die Büro-Software Office sind längst nicht mehr die wichtigsten Geldbringer der Redmonder, da mittlerweile immer weniger PCs verkauft werden. Microsoft versucht nun mit Nokia und Windows Phone auf den schneller fahrenden Zug der Smartphones und Tablets aufzuspringen.

(ID:42662896)