Künftig wird pro Server-Farm statt pro Server abgerechnet Microsoft lockert Lizenz-Modell für virtualisierte Umgebungen

Redakteur: Regina Böckle

Ab 1. September wird es für viele Anwender günstiger, Microsofts Server-Anwendungen in virtualisierten Systemlandschaften zu nutzen. Denn ab diesem Zeitpunkt berechnet der Software-Riese unter anderem nur noch eine Lizenz pro Server-Farm, statt wie bisher eine Lizenz pro Server. Zudem hat Microsoft die technischen Support-Angebote erweitert.

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Fachhandelspartnern erleichtert die Entscheidung des Redmonder Software-Giganten künftig den Verkauf virtueller Server und entsprechender Anwendungen. Denn ab dem 1. September stellt Microsoft sein Lizenz- und Support-Modell um. Für insgesamt 41 Microsoft Server-Anwendungen, die in Virtualisierungs-Umgebungen laufen, brauchen Anwender dann lediglich eine Lizenz pro Server-Farm bezahlen, statt wie bislang eine Lizenz pro Server. Außerdem wird die 90-Tage-Begrenzung für die Neuzuordnung von Lizenzen zwischen verschiedenen Servern einer Farm aufgehoben.

Die gelockerten Lizenz-Regelungen betreffen unter anderem

  • Microsoft SQL Server 2008 Enterprise
  • Microsoft Exchange Server 2007 SP1 Standard und Enterprise
  • Microsoft Dynamics CRM 4.0 Enterprise und Professional
  • Microsoft Office Share Point Server 2007
  • Microsoft System Center Produkte.

Gleichzeitig kündigte Microsoft an, für 31 Server-Applikationen auch dann technische Unterstützung zu leisten, wenn sie in virtuellen Umgebungen zum Einsatz kommen. Dieser Support beschränkt sich dabei nicht nur auf Anwendungen, die auf Windows Server 2008 Hyper-V laufen, sondern inbegriffen sind alle validierten Virtualisierungsplattformen von Drittanbietern. Dazu zählen unter anderem Cisco, Citrix, Novell, Parallels, Sun und Virtual Iron.

Im Rahmen des »Server Virtualization Validation Program« kann jeder Software-Anbieter seine Virtualisierungs-Lösungen auf Windows-Servern testen.

Auf den »Microsoft Tech Days«, die zwischen dem 14. und 23 Oktober in Hannover, Dortmund, Wiesbaden und Nürnberg stattfinden, informiert der Hersteller seine Partner über die Details der neuen Angebote.

»Software-Hersteller haben lange gezögert, die Lizenzierung für virtuelle Umgebungen klar zu regeln und dadurch Verwirrung unter den Benutzern gestiftet. Microsoft ist dieses Problem nun angegangen, das ist ein guter Schritt vorwärts«, kommentiert Parallels Senior Vice President Kurt Daniel den Vorstoß von Microsoft. »Mit der Klärung zur Mobilität von Lizenzen für virtuelle Maschinen vereinfacht Microsoft den Übergang und beseitigt damit einen der großen Stolpersteine, der die breite Anwendung von Virtualisierung behindert hat.« Daniel hofft, dass sich andere Software-Hersteller diesem Beispiel anschließen »und ein klares und faires Lizenzmodell für virtuelle Umgebungen entwickeln.«

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