Eröffnung der weltweiten Partnerkonferenz in Houston Microsoft kündigt neue Programme und Kompetenzen an

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Sarah Maier / Sarah Gandorfer

Schwerpunkte der diesjährigen Microsoft Partnerkonferenz sind Big Data, Social Enterprise und Mobility. Am ersten Tag begrüßte Microsoft-Chef Steve Ballmer die Teilnehmer. Seine nachfolgenden Redner kündigten Änderungen im Partnerprogramm an.

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Der erste Tag der Microsoft Partner Conference 2013 begann mit einem Loblied auf die Cloud.
Der erste Tag der Microsoft Partner Conference 2013 begann mit einem Loblied auf die Cloud.
(Bild: Microsoft)

Rund 15.000 Partner aus über 150 Ländern reisten in die USA in die texanische Stadt Houston, um bei der weltweiten Microsoft Partnerkonferenz (WPC) vom 8. bis 11. Juli dabei zu sein. Der besondere Fokus der Redmonder liegt dieses Jahr auf Big Data, Social Enterprise und Mobility.

Auch wenn Windows 8.1 bereits auf der Entwickler-Messe Build vorgestellt wurde, griff Microsoft-CEO Steve Ballmer diese Thema in seiner Begrüßungsrede auf. Im Gegensatz zur WPC im vergangenen Jahr, bei der eine Vielzahl von neuen Produkten vorgestellt wurde, werden diesmal keine besonderen Neuheiten erwartet. Es geht eher um die Vertiefung bestehender Angebote sowie um die Optimierung der Partnerprogramme.

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„Für uns alle ist Platz auf dieser Reise“, sagte Ballmer den Anwesenden. „Wir werden die Erfahrungen bieten, die unsere Endkunden brauchen. Der Kunde sucht ein Analyse-Tool: Microsoft und seine Partner werden es anbieten. Gleiches gilt für Mobility und viele andere Anwendungen.“ Ballmer versprach, den Partnern zu zeigen, wie sie ihren Kunden das gesamte Microsoft-Portfolio näher bringen und damit Geld verdienen können.

Druck aus der Cloud

Dabei spielt die Cloud eine wichtige Rolle, auch wenn diese einen großen Druck auf die Reseller ausübt. Ballmer gibt zu, dass die Cloud, als er vor sieben Jahren zum ersten Mal davon sprach, bei den Fachhändlern äußerst unpopulär war. Mittlerweile allerdings sei sie akzeptiert und schaffe einen Mehrwert. „Google ist größer als Microsoft, Amazon ist etwas kleiner. Wir gehören zu den wenigen, die verstehen, wie ein Rechenzentrum und damit die Cloud funktioniert“, ist Ballmer überzeugt. Windows-Server und Azure spielen in diesen Überlegungen die Hauptrolle.

Des weiteren seien die Office-365-Services nahezu explodiert im vergangen Jahr. Weltweit werde laut internen Statistiken jede Sekunde ein Office 365 verkauft. Davor sei es Sharepoint und Lync gewesen, die den Hype um die Wolke antrieben. Der Microsoft-Chef schließt daraus, dass die Nachfrage beim Endkunden nun geschaffen sei.

Big Data

Der Großteil von Big Data ist laut Ballmer durch Excel und SQL-Server entstanden, beides Microsoft-Programme. Also sei der Konzern auch in der Lage, Big Data am besten zu organisieren. Weitere Tools, um den Datenfluten Herr zu werden, seien Bing, Azure Data Marketplace und Hadoop. „Wir wollen öffentliche und private Daten zusammenbringen“, erklärt Ballmer.

Menschen zusammenbringen

Der nächste Punkt auf Ballmers Liste ist „Social“. „Microsoft möchte die Menschen zusammenbringen, egal ob Angestellte, Kunden Partner oder einfach nur Freunde“, so Ballmer. Er zählt mit Skype/Lync, Outlook, Yammer, Sharepoint und Dynamics das entsprechende Microsoft-Portfolio hierzu auf. Seinen Schlusspunkt setzt der CEO mit Mobility. Windows läuft auf nahezu allen Geräten wie PCs, Tablets, Smartphones und vor allem auf dem Microsoft-eigenen Tablet, dem Surface.

Neue Kompetenz

„Was wir heute rüberbringen wollen ist, dass Microsoft etwas kann, was kein anderer Hersteller kann: Wir schaffen eine einheitliche Erfahrung mit unserer Software über alle Geräteklassen hinweg, egal ob PC, Notebook, Tablet oder Smartphone“, betont auch noch einmal Tami Reller, CFO bei Microsoft. Damit eine hohe Qualität für den Endkunden garantiert sei, führen die Redmonder ab Januar mit der „User Experience Design Competency“ eine neue Kompetenz ein. Sie kündigten zudem Änderungen im Office-365-Open-Programm an.

Ursprünglich waren die Kunden der Fachhändler bei Office 365 direkt bei dem Software-Konzern aufgehängt. Erst im vergangen Jahr bekamen die Händler die Herrschaft über ihren Kunden zurück. Allerdings waren Behörden und ähnlich gelagerte Kunden von dieser Regelung ausgeschlossen. Dem ist bald nicht mehr so.

Ein weiteres auf der Konferenz angekündigtes Programm nennt sich Cloud OS Accelerate. Hier bringen sich wichtige Microsoft-Partner aus der Industrie ein, wie Cisco, Netapp, Hitachi Data Systems, HP und Dell. Gemeinsam wollen diese Unternehmen über hundert Millionen US-Dollar weltweit investieren, um neue Private- und Hybride-Cloud-Lösungen zu entwickeln. Um den Erfolg in der Cloud auszudehnen, kündigte Konzern außerdem ein spezielles Angebot bezüglich Windows Intune an. Ab dem 1. Oktober soll es einen 30-prozentigen Rabatt geben.

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