Nachfolger von Windows XP erfreut den Handel Microsoft ist mit dem Absatz von Vista zufrieden

Redakteur: Christian Träger

Zum ersten Geburtstag von Windows Vista hat Microsoft eine Bilanz der Verkaufszahlen gezogen – mit einem positiven Ergebnis. Der Weg dorthin war jedoch nicht frei von Kritik.

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Microsoft ist mit den Verkaufszahlen von Windows Vista zufrieden – Kunden profitieren vor allem von den neuen Funktionen.
Microsoft ist mit den Verkaufszahlen von Windows Vista zufrieden – Kunden profitieren vor allem von den neuen Funktionen.
( Archiv: Vogel Business Media )

Microsoft ist mit den Verkaufszahlen von Windows Vista äußerst zufrieden. Zum Launch Ende 2006 (zunächst als Enterprise-Lizenzen) prognostizierten die Analysten von IDC, dass Vista nach einem Jahr weltweit auf rund 100 Millionen Computern installiert sein werde. Diese Prognose soll sich laut Microsoft bestätigen, wenn nicht sogar übertreffen lassen. So vermeldet das Unternehmen, dass Windows Vista bis Oktober 2007 weltweit bereits mehr als 88 Millionen Mal verkauft worden ist.

Im Vergleich zur Markteinführung von Windows XP ist die Nachfrage nach Vista etwa doppelt so hoch – von XP wurden im ersten Jahr rund 45 Millionen Lizenzen verkauft, ergänzte Isabell Scheuber, Leiterin des Geschäftsbereichs Windows Client bei Microsoft Deutschland, bei einer Presseveranstaltung. Windows Vista übertreffe damit alle Erwartungen.

Diese positive Entwicklung schlägt sich auch bei den Geschäftszahlen von Microsoft nieder. So stieg im Bereich Windows der Umsatz im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2008 (1. Juli bis 30. September 2007) von 3,32 auf 4,14 Milliarden US-Dollar. Der Gewinn erhöhte sich im gleichen Zeitraum von 2,66 auf 3,37 Milliarden US-Dollar.

Entwicklung in Deutschland

Verkaufszahlen zum deutschen Markt wurden nicht bekannt gegeben. Scheuber geht jedoch davon aus, dass bis Mitte 2008 »mehr als 50 Prozent der Unternehmen in Deutschland mit der Umstellung auf Windows Vista begonnen haben«. Trotz dieser Prognose wurde vor kurzem der Verkauf von Windows XP bis Juni 2008 verlängert. Ein Grund hierfür sei, dass viele Unternehmen erst auf XP mit Service Pack 2 umgestiegen sind und daher noch nicht so schnell auf Vista migrieren werden, erläuterte Andreas Schönberger, Produkt Marketing Manager Windows bei Microsoft Deutschland. Systembuilder-Linzenzen von Windows XP sollen sogar noch bis Januar 2009 erhältlich sein.

Kritik an Windows Vista

Kritische Stimmen zu Windows Vista gab es Mitte des Jahres von Acer-Präsident Gianfranco Lanci. Dieser hatte im Juli gegenüber der Financial Times Deutschland gesagt, dass die gesamte Industrie über Windows Vista enttäuscht sei. Besonders Geschäftskunden würden PCs mit Windows XP bevorzugen. Lanci zufolge würde sich demnach kaum jemand wegen Vista einen neuen PC kaufen.

Dennoch profitiert der Vista-Absatz von den weltweit gestiegenen PC-Verkäufen. Laut Gartner stiegen die Verkaufszahlen im dritten Quartal 2007 im Jahresvergleich um 14,4 Prozent auf insgesamt 68,5 Millionen Computer. IDC geht sogar von einer Steigerung um 15,5 Prozent aus. In Deutschland liegen die Zuwächse laut Gartner bei 23 Prozent.

Microsoft sieht Windows Vista mit seinen zahlreichen neuen Features als wichtiges Kaufargument für die Kunden, so dass PC-Hersteller und Handel vom neuen Betriebssystem profitieren. Die Akzeptanz von Windows Vista dürfte im ersten Quartal 2008 einen deutlichen Schub erhalten. Dann soll das Service Pack 1 erhältlich sein, dessen Beta-Version derzeit von rund 12.000 Testern erprobt wird.

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