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Handel mit gebrauchter Software

Microsoft empfiehlt Anbieter gebrauchter Software

04.09.2008 | Redakteur: Katrin Hofmann

Microsofts Tipps könnten manchem Händler im Gespräch mit dem Kunden den Rücken stärken.
Microsofts Tipps könnten manchem Händler im Gespräch mit dem Kunden den Rücken stärken.

Nachdem der Gebrauchtsoftware-Handel lange Zeit für Microsoft ausschließlich ein rotes Tuch zu sein schien, gibt der Konzern nun überraschenderweise Used-Händlern offiziell ein wenig Rückenwind. Das Unternehmen hat eine Empfehlung ausgesprochen, bei welchen Verkäufern gebrauchte Software geordert werden sollte. Usedsoft jedoch spricht von »verunsichernder, drohender« und »einschüchternder« PR des Konzerns.

Microsoft hat dem bis jetzt noch nicht endgültig entschiedenen Streit um den Gebrauchtsoftware-Handel ein neues Kapitel hinzugefügt. Kunden sollten gebrauchte Lizenzen nur bei den Verkäufern ordern, die den Hersteller aktiv einbeziehen, rät der Konzern.

»Risiken« wie »gegebenenfalls« drohende Schadenersatz-Forderungen oder Verstöße gegen IT-Compliance-Richtlinien könnten Kunden vermeiden, »indem sie sich an Händler von gebrauchten Software-Lizenzen halten, die die Hersteller und damit die Rechteinhaber immer aktiv einbeziehen. Solche Händler handeln im Sinne ihrer Kunden«, erläutert Dorothee Belz, Direktor Law und Corporate Affairs von Microsoft Deutschland. Denn im Fall einer Überprüfung müsse der Käufer und nicht der Software-Hersteller oder der Händler beweisen, dass die verwendete Software rechtmäßig lizenziert wurde.

Firmen, auf die sich die Empfehlung bezieht, nennt Microsoft nicht. Naheliegend ist, dass der Hersteller auf jene Reseller abzielt, die auch nach eigener Aussage »Rechtssicherheit durch Einbindung der Hersteller« bieten. Mit diesen Worten wirbt beispielsweise der Münchner Händler USC, der unter anderem »Microsoft Gold Certified Partner« ist.

Was Microsoft Käufern von gebrauchten Lizenzen rät

  • Der Händler sollte mit Microsoft in Kontakt stehen und die Lizenzen mit Zustimmung von Microsoft übertragen.
  • Käufer sollten prüfen, ob die Produkte vollständig und echt sind.
  • Käufer sollten sich nicht nur etwaige Datenträger vorlegen lassen, sondern auch alle Lizenzverträge, die übertragen werden sollen. Nur so könne sichergestellt werden, dass die Nutzungsrechte, die erworben werden sollen, auch tatsächlich von Microsoft eingeräumt wurden. Notariell beglaubigte Urkunden seien kein gültiger Lizenznachweis. Es sollte getestet werden, ob die Nutzungsrechte an der Software auch vollständig übertragen wurden.
  • Der vorherige Inhaber der Nutzungsrechte sollte Microsoft zufolge schriftlich bestätigen, dass sämtliche Installationen der Software gelöscht wurden. Dabei sollte nicht auf entsprechende Zusicherungen Dritter vertraut werden, etwa des Händlers oder Notars.

Lesen Sie auf der nächsten Seite was Gebrauchthändler Usedsoft von Microsofts Initiative hält.

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