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Eröffnung der Cebit 2013 Merkel lobt, Merkel mahnt

Redakteur: Harry Jacob

Zur Eröffnung eines Events gehört es sich für jeden Politiker, Zuversicht zu verbreiten. Bundeskanzlerin Merkel kam dieser Pflicht gerne nach. Sie sprach jedoch auch mahnende Worte und brachte außerdem noch ein paar praktische Tipps für die ITK-Branche mit nach Hannover.

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„Diese Cebit ist eine wichtige Messe, um zu diskutieren, wo Wachstum, wo Jobs, wo Zukunft in Europa geschaffen werden kann“, betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der Eröffnungsfeier.
„Diese Cebit ist eine wichtige Messe, um zu diskutieren, wo Wachstum, wo Jobs, wo Zukunft in Europa geschaffen werden kann“, betonte Bundeskanzlerin Angela Merkel auf der Eröffnungsfeier.
(Bild: Deutsche Messe)

Zur Eröffnung der Cebit 2013 hat sich wie jedes Jahr die Politik- und IT-Prominenz im Congress Centrum Hannover versammelt. Im Mittelpunkt stand Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel.

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Sie ging ausführlich auf das Cebit-Motto ein: „Wir werden diesmal im Mittelpunkt haben das Thema Shareconomy, das ja darauf hinweist, dass die Internetbranche mittlerweile verschmilzt mit der wirklich realen, materiellen Welt. Man kann auch sagen, das Internet der Dinge nimmt Einfluss auf die Produktion. Das Ganze heißt Industrie 4.0 und Deutschland kann als Land des Maschinenbaus, als Land der Produktion und der Produktionsprozesse hieraus große Erfolge ziehen.“

Gründungskultur angemahnt

Nach diesen zuversichtlichen Worten folgten jedoch auch kritische Töne: Der dadurch ausgelöste Wandel müsse auch politisch unterstützt werden, damit Deutschland den Anschluss in der Welt nicht verpasse. „Wir müssen aufpassen, dass wir eine wirkliche Gründungskultur entwickeln. Das sage ich nicht nur für Deutschland, sondern das sage ich für die gesamte Europäische Union", betonte Merkel.

Gleichzeitig unterstrich sie die Bedeutung der IT-Branche: Das Wachstum, das die EU wieder aus der Krise führe, werde man nicht allein über die Produktion von Autos schaffen. Die IT-Branche könne hier ein wichtiger Baustein sein.

Gewicht der Branche steigt

Diesen Punkt untermauerte auch Bitkom-Präsident Dieter Kempf. Er wies darauf hin, dass nach der Automobil-Industrie und dem Maschinenbau die ITK-Branche mit rund 900.000 Beschäftigten der drittgrößte Sektor in Deutschland sei. Und zudem setze dieser besonders positive Signale. Die deutsche IT- und Telekommunikationsindustrie werde nach Einschätzung des Branchenverbands Bitkom in diesem Jahr den Umsatz um 1,4 Prozent auf 153 Milliarden Euro steigern. „Damit wächst der ITK-Markt erneut deutlich stärker als die Gesamtwirtschaft“, so Kempf.

Wie die Branche noch besser werden kann, dafür hatte die Bundeskanzlerin einen ganz praktischen Rat parat, den sie den versammelten ITK-Managern mit auf den Weg gab: „Vergessen Sie nicht, dass es Menschen gibt, die sich nicht den ganzen Tag mit der neuesten IT-Entwicklung befassen. Machen Sie einfache Gebrauchsanleitungen, schöne Vorführmöglichkeiten und nicht zu viele Stecker und Steckdosen.“

Messe im Wettbewerb

Doch es herrscht nicht nur eitel Sonnenschein an der Leine. In diesem Jahr sind 4.100 Aussteller aus 70 Ländern vertreten. Damit muss die Messe erneut einen Rückgang verbuchen. 2012 hatten noch rund 4.200 Aussteller die Cebit gebucht.

Einer der Hauptkonkurrenten ist inzwischen der Mobile World Congress in Barcelona, nur zwei Wochen vor der Cebit angesiedelt. Smartphones und Tablets, aber auch Notebooks und andere mobile Geräte werden bevorzugt hier präsentiert. Die Zahl der Besucher lag in diesem Jahr mit 72.000 um 20 Prozent über dem Vorjahr, bei den Ausstellern hatte die Zahl um 400 (+30 Prozent) auf rund 1.700 zugelegt.

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