COS Distribution hat die Eigenmarken-Strategie neu aufgesetzt Mehr Klasse für Topedo, mehr Speed für Typhoon

Redakteur: Regina Böckle

Parallel zum Distributionsgeschäft hat der Lindener Distributor COS massiv an der Eigenmarken-Strategie für die Linien Topedo und Typhoon gefeilt.

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Die Tyhpoon-Linien wurden ausgebaut: Digitale Fotorahmen gehören auch dazu.
Die Tyhpoon-Linien wurden ausgebaut: Digitale Fotorahmen gehören auch dazu.
( Archiv: Vogel Business Media )

Auch an PC-, Notebook- und Server-Fertiger Topedo gingen die Umbrüche der vergangenen Jahre nicht spurlos vorbei: COS-Chef Michael Krings hat das Unternehmen Ende 2007 erst einmal erheblich heruntergefahren, um es neu auszurichten.

»Die reine Assemblierung preissensitiver Consumer-PCs, die bei Topedo bislang einen sehr großen Anteil ausmachte, halte ich für sich allein genommen nicht für zukunftsfähig, sondern nur in einer Mischung«, erklärt Krings dazu. Außerdem wolle man künftig auch manche Zielmärkte, die Topedo noch vor einem Jahr bedient hatte, nicht mehr adressieren. Dazu zählen beispielsweise TV-Vermarkter wie QVC oder auch Kunden, für die man unter speziellem Label Produkte gefertigt hatte.

»Das ist nicht unser primäres Geschäft«, stellt Krings klar, »wir sind kein Retail-Lieferant.« Dieses Business lohne sich erst ab einer gewissen Größenordnung, die habe man mit Topedo nicht. »Es ist daher für uns nicht sinnvoll, hier weiter zu investieren. Unser Zielmarkt ist der Fachhandel.« Künftig will man eher PCs mit hoher Qualität sowie leistungsstarke Server mit einem sehr guten Preis-Leistungsverhältnis über den Fachhandel vertreiben. Die ersten Server wurden bereits auf der diesjährigen CeBIT vorgestellt. »Hier haben und werden wir weiter investieren«, so Krings. NAS-Sytseme sollen noch im Juli das Angebot ergänzen.

Mehr Speed für Typhoon

Die Rechte an der Consumer- und Multimedia-Marke Typhoon hatte COS Distribution im Juni 2007 im Rahmen eines Asset-Deals von der insolventen Anubis GmbH übernommen. Einige führende Köpfe aus der Typhoon-Abteilung waren bereits im Vorfeld zu COS gewechselt. Doch dann gab es Streit um den Brand.

»Wir sind mit der Weiterentwicklung der Typhoon-Produkte sehr zufrieden und konnten hier auch viele Kunden zurück gewinnen«, erklärt Krings. Die Mitte 2007 aufgeflackerten Auseinandersetzungen mit der Orleando GmbH, dem Verwerter der insolventen Anubis, hätten sich längst erledigt, behauptet Krings. Tatsächlich jedoch musste die Orleando GmbH zwar Mitte Mai Insolvenz anmelden, besteht jedoch darauf, dass COS noch 120.000 Euro schuldig sei.

Unter dem Dach der COS hat die im Grunde völlig eigenständig agierende Typhoon Business Unit eine ganze Reihe neuer Produkte auf den Markt gebracht. »Wir haben eine klare Trennung gezogen zwischen den Altprodukten und unseren Neuentwicklungen«, so Krings. Die Alt-Produkte wurden an andere Partner abverkauft.

Obwohl die Geschäftseinheit weitgehend autark arbeitet, gebe es derzeit keine Überlegungen, die Marke in eine eigenständige Gesellschaft auszugliedern. »Typhoon bleibt eine Linie innerhalb der COS«, stellt Krings klar. »Wir sind sehr stolz auf die Mitarbeiter, die wir hier gewinnen konnten.«

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