Studien von Gulp, Bitkom und Lünendonk Mehr ITK-Projekte, deutliches Umsatzplus, doch auch Zweifel

Redakteur: Katrin Hofmann

Die Stimmung unter den ITK-Anbietern hat sich einer Umfrage des Bitkom zufolge merklich aufgehellt. Die Betreiber der Online-IT-Projektbörse Gulp haben festgestellt, dass sich der Projektstau aufgelöst hat. Doch es gibt auch Misstöne, die auf die einige Risikofaktoren verweisen.

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Manches Zeichen im ITK-Markt deuten darauf hin, dass möglicherweise eine Trendwende bei der Nachfrage nach IT-Leistungen erreicht ist. Beim IT-Projektportal Gulp wurden im ersten Halbjahr 2010 rund 61.000 Angebote für IT-Freiberufler gezählt: knapp 30 Prozent mehr als in der ersten Jahreshälfte 2009 und beinahe ein neuer Spitzenwert in der Geschichte von Gulp. Das 1996 gestartete Unternehmen zählte lediglich im ersten Halbjahr 2008 mehr Projektofferten.

Gulp zufolge ist dies ein Zeichen dafür, dass sich der Projektstau auflöst. „Die Erholung im Markt setzt sich fort,“ erläutert Stefan Symanek, Marketingleiter von Gulp. „Die Projekte, die Ende 2008 und 2009 in den Unternehmen ausgesetzt wurden, werden jetzt angepackt. Zusätzlich profitieren IT- und Engineering-Freiberufler vom Fachkräftemangel.“

Auch der Branchenverband Bitkom hat festgestellt, dass sich die Stimmung weiter aufhellt. 71 Prozent der befragten deutschen ITK-Firmen rechnen damit, dass ihr Umsatz im laufenden Jahr wachsen wird. Am optimistischsten sind demnach die Software-Anbieter und IT-Dienstleister. Doch selbst 62 Prozent der „zuletzt stark gebeutelten Anbieter von Kommunikationstechnik“ erwarten steigende Erlöse.

69 Prozent der ITK-Unternehmen verzeichneten bereits im zweiten Quartal Wachstum. Der Bitkom-Index zur Lage der Branche war in diesem Zeitraum 13 Punkte nach oben geklettert und erreichte damit 48 Indexpunkte. Ende 2009 lag der Index noch bei minus sechs Punkten.

„Wir rechnen für 2010 mit einem positiven Geschäftsverlauf, die Nachfrage wird weiter steigen“, kommentiert Bitkom-Präsident August-Wilhelm Scheer die Zahlen.

Warum der Marktanalyst Thomas Lünendonk skeptisch ist, erfahren Sie auf der nächsten Seite.

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