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AMD Radeon RX 590

Mehr Grafikpower in der Mittelklasse

| Autor: Klaus Länger

Der Radeon-590-Chip gehört zur Polaris-Familie für Midrange-Grafikkarten. Er ist ein Refresh des Radeon 580, der statt in einem 14- nun in einem 12-Nanometer-Prozess hergestellt wird und mit einer höheren Taktfrequenz arbeitet.
Der Radeon-590-Chip gehört zur Polaris-Familie für Midrange-Grafikkarten. Er ist ein Refresh des Radeon 580, der statt in einem 14- nun in einem 12-Nanometer-Prozess hergestellt wird und mit einer höheren Taktfrequenz arbeitet. (Bild: AMD)

Die neue Polaris-GPU Radeon RX 590 soll eine Mehrleistung von 15 Prozent gegenüber dem Vorgängermodell RX 580 liefern. Karten mit dem neuen Midrange-Chip sollen so auch bei aktuellen AAA-Spielen 60 fps bei Full-HD-Auflösung ermöglichen. Die Architektur des Chips hat sich gegenüber dem Vorgänger nicht verändert.

Der Codename „Polaris” steht bei AMD für die Mittelklasse-GPUs. Der Radeon RX590 ist nach dem RX480 und dem RX580 bereits der dritte Polaris-Chip mit 36 Compute Units und 2.304 Shadern. Allerdings macht die neue GPU laut AMD einen ordentlichen Leistungssprung, da der Chiphersteller die Taktfrequenz der GPU erheblich gesteigert hat. Sie arbeitet nun mit einem Basistakt von 1.469 MHz und bis zu 1.545 MHz im Boost-Modus. Der direkte Vorgänger erreicht hier 1.257 beziehungsweise 1.340 MHz. Zudem sollen die Kartenhersteller die neue GPU mit einem schnellerem GDDR5-Speicher koppeln, der wohl generell acht GB groß sein wird. Der Hersteller verspricht für den Chip Radeon RX 590 neben schnellen Frame-Raten auch ein flüssiges VR-Gameplay.

Höherer Takt durch feinere Strukturen

AMD lässt den Radeon RX 590 weiterhin beim Auftragsfertiger Globalfoundries herstellen. Allerdings kommt nun statt des bisherigen 14-nm- ein 12-nm-Verfahren um Einsatz. Das resultiert allerdings nicht in einen kleineren Chip oder mehr Transistoren, sondern in der Erhöhung der Taktfrequenz, da die GPU nun eine höhere Leistungsaufnahme zulässt. Im Leerlauf oder bei niedriger Last schalten sich die Lüfter des Radeon RX 590 weiterhin ab. Zu den Funktionen der Karten gehören die Unterstützung von Freesync und Freesync 2 bei entsprechend ausgestatteten Monitoren. Erste Karten kommen laut AMD von Asus, PowerColor, Sapphire und XFX. Die Preise beginnen laut AMD bei knapp 290 Euro. Käufer des Radeon RX 590 und damit ausgestattete PCs können bei AMD kostenlos die PC-Versionen der Spiele Resident Evil 2, Devil May Cry 5 und Tom Clancy’s The Division 2 bekommen.

Einer der ersten Hersteller von Karten mit der neuen AMD-GPU ist Asus mit der ROG Strix Radeon RX 590.
Einer der ersten Hersteller von Karten mit der neuen AMD-GPU ist Asus mit der ROG Strix Radeon RX 590. (Bild: Asus)

Erste Karte von Asus

Die erste Ankündigung einer Kartne mit dem Radeon RX 590 kommt von Asus. Die ROG Strix RX 590 arbeitet im OC-Modus mit bis zu 1.565 MHz im Boost und mit einem Speichertakt von 8.000 MHz. Bestückt ist sie mit acht GB GDDR5. An Monitorausgängen stehen zwei HDMI-2.0-Ports, ein DisplayPort 1.4 und eine DVI-D-Buchse bereit. Die drei temperaturgesteuerten Lüfter sind laut Asus staubdicht, das Gehäuse über dem Kühlkörper ist mit einer Aura-Sync-RGB-Beleuchtung ausgestattet, die eine Vielzahl von Lichteffekten liefern kann. Der Preis für die ab sofort lieferbare Karte liegt bei 330 Euro (UVP).

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