Eklat um Übernahme von Recommerce-Anbieter Rebuy und der Liveshopping-Seite iBood Media-Saturn liegt wegen Online-Shops mit Metro im Streit

Redakteur: Sarah Gandorfer

Der Clinch zwischen den Eigentümern von Media-Saturn und dem Mehrheitsbesitzer Metro blockiert die Expansionspläne. Streitpunkt ist der Kauf zweier Online-Verkaufsplattformen.

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Media-Saturn liegt mit dem Mutterkonzern Metro im Streit.
Media-Saturn liegt mit dem Mutterkonzern Metro im Streit.

Media-Saturn-Mitgründer Erich Kellerhals hat gegenüber der Konzernmutter Metro sein Veto eingelegt, als es um den Kauf des Recommerce-Anbieters Rebuy und der Liveshopping-Seite iBood ging. Kellerhals hat eine gerade gerichtlich bestätigte Sperrminorität bei allen Unternehmensentscheidungen.

„Zusätzliche überflüssige Komplexität im Online-Bereich schadet derzeit mehr, als es nützt“, begründete Kellerhals sein Verhalten gegenüber der Zeitung Welt online. Wobei er betont, dass er gegen die Übernahme von Redcoon im März diesen Jahres keine Einwände gehabt habe. Mit dem Kauf weiterer kleiner Online-Shops drohe allerdings die Verzettelung. Schließlich seien die Management-Kapazitäten nicht unbegrenzt. Derzeit expandiert die Media-Saturn-Holding (MSH) unter anderem auch nach Russland, China und die Türkei.

Redbuy und iBood

„rebuy.de“ ist ein Online-Anbieter, der gebrauchte Elektronik-Geräte von den Kunden übernimmt und dafür Einkaufsgutscheine zurückgibt. Auf diese Weise könnte MSH möglicherweise seine Umsätze steigern. Der zweite Übernahmekandidat „ibood.com“ bietet jeden Tag nur ein einziges Produkt auf seiner Plattform an: dieses dann allerdings in großen Mengen und zu günstigen Preisen. □

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