Geräte-Manangement für den Mittelstand, Plattform-unabhängig MDM-Spezialist Amagu sucht Partner

Autor / Redakteur: IT-BUSINESS / Sylvia Lösel / Sylvia Lösel

Das Unternehmen Amagu aus Garching bei München hat sich darauf spezialisiert, Struktur in den Geräte- und Policy-Wildwuchs bei Unternehmen zu bringen. Die Management-Plattform des MDM (Mobile Device Management) -Spezialisten kann sowohl beim Unternehmen selbst als auch als Hosted-Cloud-Lösung betrieben werden. Jetzt will man mit Partnern wachsen.

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Harald Radmacher, Geschäftsführer Amagu
Harald Radmacher, Geschäftsführer Amagu
(Bild: Amagu)

Es sind nicht mehr nur die großen Unternehmen, bei denen Smartphones, Tablets und Notebooks zum Arbeitsalltag gehören. Will man diese Geräte sicher in die Firmen-Infrastruktur einbinden, benötigt man neben entsprechender Netzwerk-Technologie auch einen Administrator, der sich mit MDM auskennt und die Zeit hat, immer auf dem Laufenden zu bleiben. Gerade der Mittelstand tut sich damit aber oft schwer. Harald Radmacher, Geschäftsführer bei Amagu: „Als Unternehmen muss man es sich leisten können, immer den aktuellen Software-Development-Kits hinterherzuhecheln, immer die aktuellen Anpassungen vorzunehmen.“

Zielgruppe ist der Mittelstand

Amagu will genau dies seinen Kunden ersparen. Dafür muss der Kunde seine Regeln für das MDM einmal formulieren. „Ich muss vom Kunden wissen: Wer darf mit welchem Geräten mit der Firma kommunizieren, und dies sowohl beim Thema PIM als auch beim Dokumenten-Austausch.“ Die Kern-Zielgruppe von Amagu sind Unternehmen, die zwischen zehn und 200 Devices einsetzen. Denn in diesem Bereich ist der Wertschöpfungsfaktor für den Kunden am höchsten. Radmacher macht folgende Rechnung auf: Je kleiner die Infrastruktur, desto höher ist der Aufwand pro Gerät, da weniger Automatisierung möglich ist. Inklusive der Server-Infrastruktur, Schulung der Mitarbeiter, Beratung und der Kosten für den IT-Admin ist man auch schon bei nur 20 im Unternehmen eingesetzten Geräten bei einer TCO (Total Cost of Ownership) von mehreren tausend Euro. „Und das hat kein IT-Leiter im Budget. Ich weiß nicht, warum: Wenn ich diese Rechnung aufmache, werden die Augen groß.“

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Mit dieser Rechnung mache eine Cloud-Lösung Sinn, zumal Amagu seine Infrastruktur komplett in Deutschland aufgebaut habe und bei Bedarf einen Komplettservice biete.

„Wir haben ein Portal gebaut, das über eine Abstraktionsschicht auf eine MDM-Zenprise-Struktur aufsetzt. Dort haben wir Schnittstellen definiert, mit denen wir die unterschiedlichsten Services anbieten können, wie zum Beispiel einen Mail- oder einen SMS-Manager. Wir können aber auch MDM 2.0. Wenn zum Beispiel bei einem Kunden in der Entwicklungsabteilung nicht fotografiert werden darf, kommt die Komponente Geo-Fencing ins Spiel. Bei einem Smartphone, das sich dann in diesem Einflussbereich befindet, wird die Kamera automatisch deaktiviert.“

Partner sind gerne gesehen

Amagu hat als ersten Partner das Systemhaus Comsoft gewonnen. „Die haben unser Portal gesehen und wollten das für ihre Kunden im Portfolio haben“, berichtet Radmacher über erste Erfolge bei der Partner-Akquise. „Wir haben zahlreiche Referenzkunden wie zum Beispiel die RTL-Gruppe, die Stadt Neu-Ulm und das Unternehmen Himolla. Unser Ziel ist es, 70 Prozent des Umsatzes in zwei bis drei Jahren über Partner zu machen. Für 2013 wäre es schön, wenn wir jeden Monat einen neuen Partner gewinnen könnten.“

Warum eignet sich die Amagu-MDM-Lösung auch für Partner? Radmacher: „Das Problem des Kunden hat auch der Partner. Wer sich nicht wirklich darauf spezialisiert und hohe Investitionen tätigt, kann MDM nicht zuverlässig anbieten. MDM kann man nicht halbherzig machen. Und man benötigt entsprechend viele Kunden damit sich eine eigene Investition überhaupt rechnet.“

Amagu geht mit den Partnern auch zum Kunden, um diesen zur beraten und sichert dem Partner einen Schutz der Leads zu.

Das Unternehmen Amagu wurde bereits 2001 gegründet, seit 2011 bietet das Unternehmen die MDM Portal Services. Aus gutem Grund, so Radmacher: „Jetzt ist die Zeit reif für MDM. Jetzt kommen die Geräte, die wir uns gewünscht haben, und die Netz-Infrastruktur ist da.“ □

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