Komplettlösungen für den drahtlosen Datenaustausch von Maschine zu Maschine Mdex präsentiert Plug-and-Play-Lösung für kleine Maschinenparks

Autor / Redakteur: Ulrike Ostler / Dr. Andreas Bergler

Mdex, ein Tochterunternehmen der IC3S AG, bietet M2M-Services auf der Basis von T-Mobile- und Vodafone-SIM-Karten an. Die jüngsten Produkte »Web-direct« und »Mdex in a Box« sollen die Steuerung von Maschinen sicher und anwenderfreundlich machen. Die Pakete eignen sich nicht nur für Betreuer großer Maschinenparks, sondern auch für Betriebe mit wenigen Objekten.

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Durch den Dienst »Mdex fixed.IP« erhalten mobilfunkfähige Geräte dauerhaft eine feste, wenngleich private IP-Adresse zugeordnet. Das Gerät, beispielsweise eine IP-fähige Kamera, ein Spielautomat, ein medizinisches Gerät, ein Bank- oder ein Getränkeautomat, befindet sich in einem Subnetz, das von den Mdex-Rechenzentren in Quickborn und Tangstedt verwaltet wird. Das erlaubt eine bidirektionale M2M-Kommunikation per GPRS und UMTS.

Da die Endgeräte über einen integrierten Web-Server verfügen, lässt sich aus einer Leitstelle, beziehungsweise über einen Client, die dort befindliche Applikation ansteuern. Zum Beispiel reguliert einer der Mdex-Kunden die Wechselrichter seiner Solaranlagen auf diese Weise. Gesichert wird die Verbindung durch einen VPN-Tunnel, der mit Hilfe des Open-Source-Produkts »Open VPN« installiert wurde.

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Mit »Web-direct« soll sich die Installation eines solchen VPN-Clients erübrigen. Laut Mdex-Bereichsleiter Bernhard Bleitner ist es nunmehr möglich, direkt über ein Mdex-Portal auf den Web-Server des Endgeräts zuzugreifen: »Auf Kundenseite sind lediglich ein Internet-Zugang sowie die jeweiligen Anmeldedaten erforderlich. Da die Kommunikation über einen Proxy in einem privaten Netz erfolgt, ist der unberechtigte Zugriff ausgeschlossen.«

Ein weiterer Vorteil ergibt sich daraus, dass Anwender auch von unterwegs, über einen beliebigen Internetzugang Daten weltweit direkt abrufen oder überspielen können. Das gilt nicht nur für das eigne Mdex-, sondern auch für das White-Label-Portal, das der Anbieter seinen Distributoren, beziehungsweise Assemblierern, die eigene Dienstleitungen damit verknüpfen können, zur Verfügung stellt.

Bereit für Partner

Hardwarehersteller, Distributoren, Systemhäuser und Reseller adressiert Mdex auch mit dem Service-Paket »Mdex-in-a-Box«. Der Endkunde braucht hier nur noch die PIN-Nummer seiner SIM-Karte einzugeben, um sich mit der Geräte-ID über das Mdex-Portal anzumelden. Der Anbieter schaltet den Zugang innerhalb von 24 Stunden frei. Die Partner bekommen die bereits konfigurierten Daten für die Nutzung des Mdex-Netzes, die sich nunmehr hinter einer Device-ID verstecken. Schon im ersten Quartal des kommenden Jahres soll es webfähige Kameras geben, die mit einer Edge-Box ausgestattet und Mdex-fähig sind.

Individuelle Lösungen

Was eine Mdex-Lösung kann, will Bleitner mit einem Beispiel aufzeigen. Er berichtet von einem Kunden, der seine Bauschutt-Deponie mit Hilfe einer Netzwerkkamera überwacht und steuert. Das Probleme des Kunden war es, dass es an der Schranke bisher weder Energie noch einen Datenanschluss gab. Das Energieproblem löste der pfiffige Betreiber mittels Solartechnik. Die Kamera und entsprechende Software sorgen nun dafür, das nur die LKWs Schutt abladen dürfen, die der Betreiber zulassen will.

»Bisher lohnte sich die Zuweisung einer festen IP-Adresse ab einer Maschinen-Stückzahl von 500«, erläutert Bleitner das Mdex-Konzept. Das schaffe für viele Unternehmen zu hohe Barrieren, um M2M-Prozesse aufzusetzen. Normal sei es vielmehr, mit vielleicht zehn Objekten anzufangen. »Da sehen wir unsere Chancen. Die vielen kleinen Kunden sind genau unsere Klientel.«

Kostenpunkt

Vier Euro kostet laut Bleitner ein Anschluss pro Monat. Dazu kommt ein Vertrag mit einem Mobilfunk-Provider, etwa vier Euro für ein Volumen von einem Megabyte bei T-Mobile. Allerdings seien Volumentarife durchaus mit Vorsicht zu genießen, da die Provider insbesondere zulangten, wenn diese überschritten würden. Als Service, ohne Aufpreis biete Mdex an, diese Grenzen für die Kunden zu überwachen.

Doch richtig günstig seien die Telematik-Tarife der Carrier ohnehin nicht, so der Mdex-Bereichsleiter. Besonders teuer komme die Übertragung von hohen Volumina, etwa von Werbung in Straßenbahnen oder in die Kopfstützen von Taxen. Manchmal rate er seinen Kunden sogar eher zu einem »Web´n’Walk«-Tarif, der normalerweise für Handys gilt.

Mdex hat im Dezember des vergangenen Jahres seinen Betrieb aufgenommen. Laut Bleitner zählt das Unternehmen derzeit 1.000 Testzugänge und 100 Life-Installationen.

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