Nach dem Rückzug von Quanta Maxdata will mit massiv verkleinerter Mannschaft weitermachen

Redakteur: Dr. Stefan Riedl

Die Verhandlungen mit Quanta sind gescheitert. Nach einer Betriebsversammlung am Freitag steht bislang nur fest, dass es bei Maxdata trotzdem weitergehen soll – mit stark verkleinerter Mannschaft. Offenbar verhandelt Insolvenzverwalter Dr. Winfrid Andres mit weiteren Investoren. Quanmax soll sich jedoch auch von den Verhandlungen zurückgezogen haben.

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Bei Maxdata gehen die Lichter nicht aus, der Marler Hersteller erlitt jedoch einen herben Rückschlag.
Bei Maxdata gehen die Lichter nicht aus, der Marler Hersteller erlitt jedoch einen herben Rückschlag.
( Archiv: Vogel Business Media )

Am Freitag überschlugen sich die Gerüchte in der Branche: Nur wenige Tage vor der für den 1. September geplanten Eröffnung des Insolvenzverfahrens ließ Quanta die Verhandlungen mit Maxdata platzen. Quanta-Chef Hannes Niederhauser war an diesem schwarzen Freitag in Marl vor Ort. Ursprünglich war vereinbart, dass er an diesem Tage die Verträge jener Mitarbeiter unterzeichnen sollte, die künftig als Quanta-Angestellte das Maxdata-Geschäft fortführen sollten. Doch es kam anders.

Der taiwanische Notebook-Fertiger Quanta zog just zu diesem Zeitpunkt die Bremse und ließ den geplanten Deal platzen. Laut bislang noch unbestätigten Insiderinformationen erhielten daraufhin rund 120 Mitarbeiter die Kündigung. Spekulationen, der überraschend kurzfristige Ausstieg von Quanta, einen Tag vor Eröffnung des Insolvenzverfahrens könne Methode haben, um den möglichen Kaufpreis für Quanmax zu senken, haben sich nicht bestätigt. Denn auch Quanmax hat sich laut einer Agenturmeldung aus den Verhandlungen zurückgezogen.

Vorboten im Forum von IT-BUSINESS

Die Entwicklung der Ereignisse war schon einige Stunden vor der offiziellen Verlautbarung im Forum von IT-BUSINESS zu lesen: »Die Pforten werden geschlossen. Grüße aus Marl«, heißt es dort, oder »Das ist das Ende von Maxdata«. Außerdem berichteten einige Fachhändler schon im Vorfeld, dass sie von ihren Ansprechpartnern im Unternehmen angerufen und informiert wurden.

Wie das Unternehmen und der vorläufige Insolvenzverwalter am Freitag mitteilten, gab das taiwanische Unternehmen Quanmax am Donnerstag überraschend bekannt, dass es für eine Übernahme nicht zur Verfügung stehe. Den Angaben zufolge war mit dem Computerhersteller aus Taiwan am Tag zuvor schon eine Einigung erzielt worden.

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