Bürokratische Hindernisse bremsen den Wiederaufbau Maxdata-Partner müssen sich neu registrieren

Redakteur: Harry Jacob

»Warum werde ich nicht von Maxdata informiert?«, fragen sich viele Maxdata-Händler, und die Antwort ist typisch deutsch: Der Datenschutz verhindert es. Die »Maxdata Neu« darf nicht auf die Händlerdatenbank der »alten« Maxdata AG zurückgreifen. Ab sofort können sich Händler aber registrieren, um künftig Informationen direkt aus dem Unternehmen zu erhalten.

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Jürgen Werneke ist als Geschäftsführer der »Maxdata Neu« dafür verantwortlich, möglichst schnell die Betriebsfähigkeit des Unternehmens herzustellen.
Jürgen Werneke ist als Geschäftsführer der »Maxdata Neu« dafür verantwortlich, möglichst schnell die Betriebsfähigkeit des Unternehmens herzustellen.
( Archiv: Vogel Business Media )

Seit Mittwoch abend ist die Website von Maxdata wieder ein bisschen informativer. Verschiedene Mailadressen, eine Kontaktseite und ein FAQ-Bereich sollen helfen, die Fragen und Probleme der Partner zu lösen.

IT-BUSINESS sprach mit Jürgen Werneke, dem Geschäftsführer der »neuen« Maxdata, über den Ärger der Maxdata-Reseller, die sich eine bessere Kommunikation wünschen und beispielsweise von der Abschaltung der Systemschein-Datenbank überrascht wurden. Werneke weiß um die Nöte der Partner, muss aber in einigen Punkten um Geduld bitten.

Anmeldung erforderlich

Das größte Problem der »neuen« Maxdata ist, dass sie rein rechtlich keine Nachfolge der alten Maxdata ist und als Unternehmen neu aufgebaut werden muss: das fängt bei banalen Dingen wie neuen Verträgen über Telefon- und Internet-Anschluss an, bedeutet aber beispielsweise auch, dass die Datenbank mit den Kontaktdaten der bisherigen Maxdata-Partner nicht zur Verfügung stehen – der Datenschutz ist schuld. So werden die Daten der Partner aus anderen vorhandenen Unterlagen erfasst und von den Vertrieblern neu erhoben. Seit Mittwoch abend gibt es auf der Website wieder ein Kontakt-Formular. Hier können sich Interessierte registrieren, so dass sie zukünftig wieder direkt von der »neuen« Maxdata informiert werden können. Zu finden ist es unter www.maxdata.de/kontakt.php.

In Kürze wieder zur Verfügung stehen soll die Systemschein-Datenbank. Der Link dazu werde auf der Maxdata-Homepage bald zu finden sein, kündigte Werneke an. Etwas länger dauern wird es mit dem FTP-Server. »Der war so tief in die alten Systeme integriert, dass er komplett neu aufgesetzt werden muss, das dauert noch ein bisschen«, so der Maxdata-Geschäftsführer. Um Händlern trotzdem helfen zu können, wurde die eMail-Adresse support@maxdata.com eingerichtet, unter der benötigte Treiber angefordert werden können. Diese und weitere Informationen finden sich auf der Website im FAQ-Bereich.

Lieferfähigkeit im Blick

Mit Hochdruck arbeite man daran, Service-Prozesse neu aufzusetzen und liegengebliebene Aufträge abzuarbeiten, betonte Jürgen Werneke. Zudem stellte er in Aussicht, dass ab der Kalenderwoche 42 wieder PCs geliefert werden könnten. Ende Oktober, spätestens Anfang November, soll dann auch die Server-Produktion wieder starten.

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