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Dubletten, fehlerhafte Klassifizierungen, unverständliche Beschreibungstexte

Materialstammdaten oft in chaotischem Zustand

19.11.2008 | Redakteur: Katrin Hofmann

Mancher Betrieb hortet Datenmüll und überfrachtet damit seine IT.
Mancher Betrieb hortet Datenmüll und überfrachtet damit seine IT.

In zahlreichen deutschen Unternehmen herrscht einer Studie zufolge Chaos bei den Daten zu Produkten beziehungsweise Artikeln, die sich in der Firma im Umlauf befinden. Auch nach den Ursachen für den Nachholbedarf beim Management dieser so genannten Materialstammdaten hat der Datenqualitäts-Experte Omikron Data Quality im Rahmen seiner Untersuchung gefragt.

Die Materialstammdaten strotzen in fast allen Firmen Deutschlands vor erheblichen Fehlern, fasst Omikron Data Quality das Ergebnis einer Umfrage in 364 Unternehmen mit über 50 Millionen Euro Umsatz zusammen. In der Erhebung des auf die Datenqualität spezialisierten Anbieters antworteten lediglich 16 Prozent der Befragten, dass die Fehlerquote in den Materialstammdaten ihres Betriebes maximal zehn Prozent beträgt. Knapp die Hälfte schätzt die Fehlerquote auf elf bis 20 Prozent. Rund 30 Prozent der Befragten gehen davon aus, das etwa ein Viertel aller Daten fehlerbehaftet ist. Neun Prozent glauben, dass über 30 Prozent der Datenbank-Einträge auf Dubletten, falsche Klassifikationen oder unverständliche Texte hin überprüft und korrigiert werden müssten.

Die Ursachen

Die Gründe für die Unzulänglichkeiten der Stammdaten sind häufig hausgemacht: Unklare Regeln und Prozesse zur Pflege nannten 68 Prozent der Untersuchungsteilnehmer. Damit verbunden ist die mangelnde Klarheit darüber, wer für die Pflege welcher Daten verantwortlich ist (66 Prozent; Mehrfachnennungen möglich). 62 Prozent beklagen das Fehlen passender Softwarelösungen zur automatisierten Pflege der Daten. Ebenfalls häufig genannt wurden mangelnde Ressourcen, die Vielzahl der Datenquellen und Systeme sowie eine unzureichende Sensibilität der Mitarbeiter für die Qualitätserfordernisse beim Stammdaten-Management.

In den kommenden zwei Jahren wollen 42 Prozent der Firmen »auf jeden Fall« oder »voraussichtlich« Maßnahmen zur Steigerung der Qualität in den Materialstammdaten ergreifen. »Eine zentrale Bedeutung wird dabei die Ausrichtung auf Softwarelösungen haben, die eine automatisierte Datenpflege unterstützen«, erwartet Omikron-Geschäftsführer Carsten Kraus. »Klar definierte Prozesse und Verantwortlichkeiten sind die eine Seite, daneben muss es aber eine operative Unterstützung für eine automatisierte und Fehler minimierende Realisierung geben.«

Erklärung Materialstammdaten

Materialstammdaten sind Informationen zu sämtlichen Artikeln, Produkten, Verbrauchsmaterial beziehungsweise Material, das in einem Unternehmen im Umlauf ist, genutzt oder verbraucht wird. Die Informationen sind beispielsweise Einkaufs- oder Stücklisten mit Angaben der Mengen oder Größen.

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