Stimmungshoch im TV-Markt Markt für Set-Top-Boxen wird von Digitalisierung getragen

Redakteur: Christian Träger

High Definition hat den Markt für TV-Empfänger weniger angekurbelt als es sich die Hersteller erhofft haben. Deutliche Impulse gehen dagegen von der Digitalisierung aus. Davon profitieren nicht nur die Verkäufe von Set-Top-Boxen.

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Die fortschreitende Abschaltung der analogen TV-Programme sorgt bei vielen Konsumenten für Verunsicherung und führt sie auch zum Fachhändler, bei dem sie sich Rat holen, um wieder an das gewohnte Fernsehprogramm zu kommen. Der nahe liegende Ersatz wäre DVB-T, wobei die meisten Kunden nicht wissen, was sie tatsächlich für den Empfang benötigen. Reicht eine neue Set-Top-Box, oder wird eine neue Antenne und im schlimmsten Fall eine modernere Verkabelung benötigt? Zudem kann das Senderangebot in der Region durchaus eingeschränkt sein – etwa ohne private Sendeanstalten.

Ein wichtiger Ansatzpunkt, um mit einem Upgrade zum Beispiel auf eine digitale Satellitenanlage einen zufriedenen Kunden zu gewinnen. Und auch die Kabelanbieter sorgen mit ihrer Werbung in den Medien für wachsendes Interesse an DVB-C.

Ist die Frage nach der zukünftigen Quelle der Signale geklärt, geht es an die Auswahl des passenden Empfängers. Die Umstellung auf digitales TV bietet die perfekte Gelegenheit, mit dem alten Videorekorder abzurechen, der mit dem Komfort und der Qualität eines Festplatten-Receivers (Personal Video Recorder, PVR) nicht mehr mithalten kann. Eine kurze Demonstration eines EPG und die komfortable Programmierung von Sendungen sollten genug Überzeugungsarbeit leisten.

Und dann ist da noch das leidige Thema HDTV. Sicher hat der Kunde diesen Begriff schon gehört und verbindet damit eine schöne neue Fernsehwelt. Für Ernüchterung wird die Erkenntnis sorgen, dass es die passenden Inhalte vornehmlich über Pay-TV, Internet-TV (IPTV) oder Blu-ray gibt. Zwar sind die Hersteller mit ihren Set-Top-Boxen und PVRs auf das hoch auflösende Fernsehen vorbereitet, allein den frei zugänglichen Inhalten fehlt es an Masse – und teilweise auch an Qualität, wenn man bedenkt, dass viele Sendungen in HD nur von PAL-Auflösungen hochskaliert werden.

Digital gewinnt

Ein Blick in die Zahlen, die von der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) erhoben werden, zeigt, dass die Verkaufszahlen digitaler Set-Top-Boxen mit 1,8 Prozent 2007 gegenüber 2006 leicht zugenommen haben. Gravierender jedoch ist der Absatzrückgang bei analogen Receivern, der in diesem Zeitraum bei über 36 Prozent liegt. Erfreulich für den Handel ist dabei, dass die Durchschnittspreise weitgehend stabil bleiben – ganz anders als in der IT.

Die Zahlen schärfen den Blick für ein anderes Wachstumsgebiet: Im Vergleich von 2007 zu 2006 hat der Absatz von TV-Lösungen für den PC um über 15 Prozent zugenommen. In Stückzahlen sind dies mehr als 700.000 TV-Karten und USB-Sticks.

Damit rückt der Computer unter anderem als Zweitfernseher immer mehr in das Blickfeld. Hier wirken sich sicher auch die wachsenden Notebook-Verkäufe positiv aus, die in den entsprechenden Gebieten auch einen mobilen Empfang von DVB-T ermöglichen.

Der Markt für Set-Top-Boxen und TV-Equipment wird außerdem von der Diskussion um einen neuen Standrad bei den CI-Modulen beeinflusst. Mehr dazu lesen Sie auf der nächsten Seite.

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