Aktueller Channel Fokus:

Gaming & eSports

Quantcast-Studie

Marketing-Abteilungen unterschätzen Nutzen Künstlicher Intelligenz

| Autor: Heidemarie Schuster

Marketingentscheider planen, die Ausgaben für Künstliche Intelligenz zu erhöhen, schöpfen deren Potenzial aber noch nicht aus.
Marketingentscheider planen, die Ausgaben für Künstliche Intelligenz zu erhöhen, schöpfen deren Potenzial aber noch nicht aus. (Bild: © lassedesignen - stock.adobe.com)

Forbes Insights hat in Zusammenarbeit mit Quantcast Marketingentscheider zu Künstlicher Intelligenz (KI) im Marketing befragt. Dabei kam heraus, dass viele die Ausgaben für KI in den nächsten drei Jahren erhöhen wollen, es aber am Knowhow oftmals noch fehlt.

Eine internationale Umfrage des Technologieunternehmens Quantcast und Forbes Insights unter mehr als 500 Marketingentscheidern weltweit zeigt auf, dass Marketer noch Informationsbedarf beim Thema Künstliche Intelligenz haben. Der Großteil der befragten Marketer gab zwar an, die Ausgaben für KI künftig erhöhen zu wollen, jedoch bewerten sie KI nicht als entscheidend für das Erreichen ihrer Ziele.

Reifegrad-Scorecard

Basierend auf den Antworten der Umfrage entwickelten Forbes Insights und Quantcast eine Reifegrad-Scorecard, in der „Vorreiter“ und „Nachzügler“ klassifiziert werden. Ausschlaggebend für die Klassifizierung waren die Antworten der Marketingentscheider zum Einsatz von KI in den drei Bereichen Zielgruppen-Insights, Targeting und Analyse.

25 Prozent der als Vorreiter klassifizierten Umfrageteilnehmer beurteilen KI als entscheidenden Bestandteil ihrer Marketingstrategien. Im Vergleich dazu stimmen dieser Aussage nur zwei Prozent der sogenannten Nachzügler zu. Zudem geben 20 Prozent der Vorreiter an, dass sie ihren Umsatz im vergangenen Geschäftsjahr um 15 Prozent oder mehr steigern konnten. Im Vergleich schafften das nur sieben Prozent der Nachzügler.

Weitere Ergebnisse der Studie:

KI hat positive Auswirkungen

Insgesamt sehen alle Befragten durch den Einsatz von KI im Marketing positive Auswirkungen auf Unternehmensergebnisse. So verzeichnen 52 Prozent der Befragten einen Anstieg der Umsätze, 51 Prozent sehen eine Verbesserung der Kundenbindung.

Zudem geben 53 Prozent an, eine Steigerung der Investitionen in KI-bezogene Aktivitäten um 25 bis 49 Prozent zu planen. Fast ein Fünftel (17 Prozent) plant sogar eine Investitionssteigerung um 50 bis 74 Prozent.

Die Studie verdeutlicht auch, dass Marketer optimistisch sind, was die Vorteile von KI angeht: 80 Prozent sagen, dass KI ihnen Routine-Aufgaben abnehmen wird, damit sie ihren Fokus auf strategische Themen richten können. 58 Prozent gaben an, dass sie das Kundenerlebnis online verbessern werden und über die Hälfte (55 Prozent) erwartet durch den KI-Einsatz ein personalisiertes und gezieltes Messaging.

Fehlendes Knowhow

Klar ist, dass die positiven Effekte dieser Investitionen nur dann erzielt werden können, wenn das entsprechende Knowhow auf Seiten der Marketingverantwortlichen vorhanden ist, erklärt Quantcast. Da nur knapp ein Drittel (30 Prozent) der befragten Marketer KI derzeit als entscheidend für ihr Marketing erachtet, besteht ein deutliches Gefälle zwischen der Investitionsbereitschaft in die Technologie und der Bereitschaft, sich detaillierter mit der Technologie und ihren Anwendungsszenarien auseinanderzusetzen.

„Künstliche Intelligenz hat großes Potenzial, ein wirkungsvolles Instrument für das Wachstum von Unternehmen zu werden“, sagt Sara Sihelnik, Country Director DACH bei Quantcast. „Digitale Vorreiter verfolgen daher vor allem ein Ziel: Zielgruppen so präzise wie möglich zu messen und zu verstehen. Das öffnet ihnen die Tür zu einem echten Kundenverständnis. Sie wissen auch, dass Daten das Lebenselixier ihres Unternehmens sind. Um positive Ergebnisse zu erzielen, müssen Marketer Experten in Sachen Targeting und Analyse werden, indem sie unter anderem mit Spezialisten zusammenarbeiten, die KI in diesen Prozess einbringen können.“

Details zur Studie

Die Studie basiert auf einer Umfrage unter 504 Marketingentscheidern, die von Forbes Insights in Zusammenarbeit mit Quantcast im Mai 2018 durchgeführt wurde. Befragt wurden Marketing-Führungskräfte – hauptsächlich CMOs (20 %), Heads of Marketing (16 %), Heads of Digital (10 %) und CDOs (8 %) – aus den Branchen Medien und Unterhaltung (13 %), Technologie (12 %), Telekommunikation (11 %), Automobil (11 %) und Finanzdienstleistungen (10 %).

Die Umfrageteilnehmer arbeiten bei traditionellen Marken mit E-Commerce-Präsenz (33 %), traditionellen Marken mit geringer oder gar keiner E-Commerce-Präsenz (32 %), Online-Marken mit Filialen (32 %) und einer kleinen Auswahl an Online-Marken ohne physische Präsenz (3 %).

Kommentare werden geladen....

Sie wollen diesen Beitrag kommentieren? Schreiben Sie uns hier

Der Kommentar wird durch einen Redakteur geprüft und in Kürze freigeschaltet.

Anonym mitdiskutieren oder einloggen Anmelden

Avatar
Zur Wahrung unserer Interessen speichern wir zusätzlich zu den o.g. Informationen die IP-Adresse. Dies dient ausschließlich dem Zweck, dass Sie als Urheber des Kommentars identifiziert werden können. Rechtliche Grundlage ist die Wahrung berechtigter Interessen gem. Art 6 Abs 1 lit. f) DSGVO.
  1. Avatar
    Avatar
    Bearbeitet von am
    Bearbeitet von am
    1. Avatar
      Avatar
      Bearbeitet von am
      Bearbeitet von am

Kommentare werden geladen....

Kommentar melden

Melden Sie diesen Kommentar, wenn dieser nicht den Richtlinien entspricht.

Kommentar Freigeben

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

Freigabe entfernen

Der untenstehende Text wird an den Kommentator gesendet, falls dieser eine Email-hinterlegt hat.

copyright

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Infos finden Sie unter www.mycontentfactory.de (ID: 45723185 / Studien)