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Good-Morning-Editorial vom 26.06.2017

Makaberes zum autonomen Fahren

| Autor: Dr. Stefan Riedl

Wenn Software qualifizieren könnte, wer bei einem Unfall zu Schaden kommt, stellen sich Fragen.
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Wenn Software qualifizieren könnte, wer bei einem Unfall zu Schaden kommt, stellen sich Fragen. (Bild: benjaminnolte/ Fotolia.com)

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Im Auftrag der Bundesregierung hat eine Ethikkommission 20 Regeln erarbeitet, die sich darum drehen, was automatisierte Fahrsysteme aus ethischen Gründen künftig dürfen sollen – und was ausdrücklich nicht. Ein wichtiger Grundsatz dabei: In einer potenziellen Unfallsituation darf das Fahrzeug nicht zum Nachteil menschlichen Lebens abwägen. Zum einen gilt, dass menschliches Leben immer Vorrang vor Sachschäden hat. Und zum anderen, dass das Fahrsystem bei menschlichem Leben nicht qualifizieren darf. Hat das Auto die Wahl zwischen A) dem möglichen Tod des Fahrers oder B) eines Kindes oder C) eines Greises darf die Software keine Qualifizierung im Sinne einer Rangfolge vornehmen.

Was in so einer konstruierten Unfallsituation zu tun ist, lässt die Kommission aber auch offen. Ich kam ins Grübeln: Wäre das Qualifizieren von Leben erlaubt und es gäbe keine Richtlinien dazu, könnte ein „Security-Upgrade“ verkauft werden, mit dem das Leben des Fahrers im Zweifel immer über das der anderen Beteiligten gestellt wird.

Der Gedanke ist so makaber, dass ich ihn auf diesem Wege unbedingt mit Ihnen teilen musste. Welche Sicherheit können Autobauer der Menschheit geben, dass solche Upgrades nicht im Darknet verkauft werden?

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